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Wirtschaftspsychologie, 2025.27:4-16

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Jürgen Deters & Axel Klopprogge
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Wirtschaftspsychologie
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07-04-2025
DOI:
10.2440/004-0044

Personalauswahl mit Akteuren – Beziehungsentscheidungen brauchen Subjektivität und Intuition

Zusammenfassung:

Die Autoren identifizieren eine grundlegende Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Theorie und unternehmerischer Praxis in der Personalauswahl. Während die eignungsdiagnostische Wissenschaft auf Objektivierung und Ausschaltung subjektiver Einflüsse abzielt, betonen erfolgreiche Praktiker die Notwendigkeit von positivem Beziehungsaufbau, Intuition und Subjektivität. Dies führt zu dem Argument, dass auch die Personalauswahl Entscheidungsspielräume für Akteure, die zukünftig miteinander arbeiten werden, vorsehen sollte. Die finale Personalauswahlentscheidung hat demnach Elemente und Entscheidungskriterien zu enthalten, die nicht nur auf objektivierten Daten und berechenbaren Faktoren zurückzuführen sind, da auf diese Weise Entscheider rational handeln und Wettbewerbsvorteile für ihre Unternehmen generieren.
Die Autoren plädieren dafür, dass Entscheidungsträger in Unternehmen die Freiheit haben sollten, finale Personalentscheidungen auch auf Basis von Subjektivität und Intuitionen zu treffen, ohne diese stets mit objektivierten Daten rationalisieren und rechtfertigen zu müssen. Durch diese Perspektive fordert der Beitrag dazu auf, die Balance zwischen Objektivität und Subjektivität in der Personaldiagnostik zu überdenken und eröffnet eine Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen der bisherigen eignungsdiagnostischen Ansätze in Theorie und Praxis.

Schlüsselwörter:

Personalauswahl, Intuition, Subjektivität, Wissenschafts-Praxis-Divergenz, Entscheidungsverhalten

Personnel selection with actors – Relationship decisions need subjectivity and intuition

Abstract:

The authors identify a fundamental discrepancy between scientific theory and corporate practice in personnel selection. While personnel selection research aims to objectify and eliminate subjective influences, successful practitioners emphasize the need for positive relationship building, intuition and subjectivity. This leads to the argument that personnel selection should also provide scope for decision-making for those who will work together in the future. The final personnel selection decision must therefore contain elements and decision criteria that are not only based on objective data and calculable factors, as this allows decision-makers to act rationally and generate competitive advantages for their companies.
The authors argue that decision-makers in companies should have the freedom to make final personnel decisions on the basis of subjectivity and intuition without always having to rationalize and justify them with objective data. Through this perspective, the article calls for a reconsideration of the balance between objectivity and subjectivity in personnel diagnostics and opens up a discussion about the possibilities and limits of the existing personnel selection approaches in theory and practice.

Keywords:

personnel selection, intuition, subjectivity, science-practice-gab, decision making
10,00  inkl. MwSt.

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