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DHS Jahrbuch Sucht 2026, 201-214

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Bundeskriminalamt, SO21-Strategische Auswertung
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DHS Jahrbuch Sucht
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03-04-2026
DOI:
10.2440/012-0042

Rauschgiftlage 2024 – Straftaten und Verfügbarkeit von illegalen Drogen in Deutschland

Zusammenfassung:

Im Jahr 2024 ist die Zahl der in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfassten Rauschgiftdelikte infolge der (Teil-)Legalisierung von Cannabis deutlich zurückgegangen. Die nachfolgende Lagedarstellung stützt sich auf Auswertungen der PKS für das Jahr 2024 sowie auf Daten des Bundeskriminalamtes (BKA). Da es sich bei der Rauschgiftkriminalität um ein klassisches Kontrolldelikt handelt – also um ein Deliktfeld, dessen Hellfeld maßgeblich von der Intensität polizeilicher Maßnahmen beeinflusst wird –, spiegeln die registrierten Zahlen auch die jeweilige Schwerpunktsetzung der Strafverfolgungsbehörden wider. Die Darstellung der Rauschgiftlage beschränkt sich auf die in Deutschland am meisten gehandelten Drogenarten. Sonstige Drogenarten wie z. B. LSD, Pilze oder Khat spielen in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle.
Am 01.04.2024 traten das Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis (Konsumcannabisgesetz – KCanG) sowie das Gesetz zur Versorgung mit Cannabis zu medizinischen und medizinisch-wissenschaftlichen Zwecken (Medizinal- Cannabisgesetz – MedCanG) in Kraft. Mit Inkrafttreten des KCanG ist eine (Teil-)Legalisierung des Besitzes und Konsums von Cannabis erfolgt. Infolge der wegen der (Teil-)Legalisierung vorgenommenen Anpassungen in der PKS ist eine Differenzierung der Gesamtzahl der Rauschgiftdelikte nach konsumnahen Delikten1 und Handelsdelikten2 im Berichtsjahr nicht möglich, da entsprechend aufgeschlüsselte Daten weitgehend nur für Straftaten gem. BtMG verfügbar sind.

Abstract:

In 2024, the number of drug offenses recorded in the Police Crime Statistics (PKS = Polizeiliche Kriminalstatistik) has fallen significantly as a result of the (partial) legalization of cannabis. The following overview is based on evaluations of the PKS for 2024 and data from the Federal Criminal Police Office (BKA = Bundeskriminalamt). Since drug crime is a classic control offense – i.e., an area of crime whose reported incidence is significantly influenced by the intensity of police measures – the recorded figures also reflect the respective priorities of the law enforcement authorities. The presentation of the drug situation is limited to the types of drugs most commonly traded in Germany. Other types of drugs, such as LSD, mushrooms, or khat, play only a minor role in Germany. On April 1, 2024, the Act on the Use of Cannabis (Konsumcannabisgesetz, KCanG) and the Act on the Supply of Cannabis for Medical and Medical-Scientific Purposes (Medizinal-Cannabisgesetz, MedCanG) came into force. With the entry into force of the KCanG, the possession and consumption of cannabis has been (partially) legalized. As a result of the adjustments made to the PKS due to the (partial) legalization, it is not possible to differentiate between the total number of drug offenses according to consumption-related offenses and trafficking offenses in the reporting year, as correspondingly broken down data is largely only available for offenses under the BtMG. 

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