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    Transplantation: Bevölkerung bei der Frage nach Organspenderegelung gespalten

    Transplantation

    Soll jeder Mensch, der zu Lebzeiten nicht widerspricht, zu einem möglichen Organspender werden - wie es die Widerspruchslösung vorsieht? Keine einfache Frage, auch nicht für die deutsche Bevölkerung: 39 Prozent der Bürger würden am liebsten bei der aktuellen Regelung mit einem freiwilligen Organspendeausweis bleiben. Hingegen können sich 35 Prozent die Widerspruchslösung vorstellen, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in die politische Debatte eingebracht hat. Ein alternatives Modell mit einem zentralen Register, bei dem die Bürger ihren Willen etwa bei Behördengängen äußern, befürworten 25 Prozent der Deutschen.

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    Das ist Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bürgern, die Auskunft darüber gibt, wie die Deutschen zu der aktuellen politischen Debatte um die Organspende stehen.

    Die Neuregelung der Organspende ist ein wichtiges politisches Vorhaben des Bundesgesundheitsministeriums, denn derzeit warten knapp 10.000 schwer kranke Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan.  Bislang besitzen lediglich 36 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis, von denen 28 Prozent einer Spende uneingeschränkt zustimmen. Was spricht für die Mehrheit gegen eine Organspende? Oftmals steckt hinter der Entscheidung kein klares "Nein". Vielmehr geben die Bürger an, dass sie sich mit dem Thema noch nicht genug beschäftigt haben (14 Prozent), unentschlossen sind (13 Prozent) oder zweifeln, ob sie überhaupt als Spender in Frage kommen (13 Prozent).

    Quelle: www.pwc.com