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    COVID-19: Senkung der Sterblichkeit durch Remdesivir unwahrscheinlich

    Remdesivir galt als Hoffnungsträger für die COVID-19-Therapie und wird häufig eingesetzt. Die vorläufigen Ergebnisse einer internationalen WHO-Studie (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.10.15.20209817v1) lassen zwar dank Remdesivir oft eine raschere Verbesserung des klinischen Zustands erkennen, nicht jedoch eine Senkung der Sterblichkeit. Mögliche nephrotoxische Effekte sprechen u.U. gegen den Einsatz von Remdesivir.

     

    Parallel untersuchte die WHO-Studie in fast 500 Kliniken die Wirksamkeit von Chloroquin/Hydroxychloroquin, Lopinavir/Ritonavir und Interferon-Regime. Diese Medikationen wurden bereits seit längerer Zeit in der medizinischen Fachwelt kritisch gesehen. Die Studie bestätigte das Urteil und beobachtete meist keine und selten minimale therapeutische Effekte. Die Studienergebnisse sind vorläufig und noch nicht in einem kritischen Review-Verfahren geprüft, teilt die WHO mit.

    Ergebnisse der WHO-Stdie:        
    (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.10.15.20209817v1)