Aktuelle Meldungen

 

 

Ist COVID-19 eine Gefäßerkrankung? Anfangs als reine Lungenkrankheit betrachtet, deuten immer mehr Studien darauf hin, dass eine COVID-19-Erkrankung die Blutgefäße schädigt und Gefäßerkrankungen wie Thrombosen, Lungenembolien oder Schlaganfälle begünstigt. Mögliche Ursachen und der aktuelle Stand der Forschung waren Thema auf der Online-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG) am 22. Oktober. Dort diskutierten die DGG-Experten außerdem über eine Zunahme von Fußamputationen als Folge der Corona-Pandemie.

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Der Mangel an Spenderorganen liegt nicht allein an einer zu geringen Organspendebereitschaft, sondern auch daran, dass Unfallprävention und lebensrettende Maßnahmen immer besser werden. Den Mangel an Organen von verstorbenen Spender kompensieren viele europäische Länder erfolgreich durch erweiterte Lebendspende-Modelle, die eine optimale Umsetzung der vorhandenen Spendebereitschaft erlauben und darüber hinaus auch eine genderspezifische Ungleichheit ausgleichen: Denn Frauen tolerieren oft nicht die Organe ihrer Lebenspartner und habe daher weniger Aussichten, eine Lebendspende zu erhalten.

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Remdesivir galt als Hoffnungsträger für die COVID-19-Therapie und wird häufig eingesetzt. Die vorläufigen Ergebnisse einer internationalen WHO-Studie (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.10.15.20209817v1) lassen zwar dank Remdesivir oft eine raschere Verbesserung des klinischen Zustands erkennen, nicht jedoch eine Senkung der Sterblichkeit. Mögliche nephrotoxische Effekte sprechen u.U. gegen den Einsatz von Remdesivir.

 

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Die Transplantationsmedizin „krankt“ nach wie vor an einem eklatanten Organmangel. Auch ein kurzzeitiger Anstieg der Organspenderzahlen im Jahr 2019 darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Situation für die Menschen, die auf ein Organ warten, nach wie vor desolat ist. Jedes Jahr werden über 1.000 Patientinnen und Patienten von der Warteliste genommen – entweder, weil sie zwischenzeitlich verstorben oder nicht mehr für eine Transplantation geeignet sind. Viele europäische Nachbarn transplantieren auch Organe von Spendern nach Herztod, um die Zahl der zur Verfügung stehenden Organe zu erhöhen. Laut DTG ist es an der Zeit, in Deutschland eine Diskussion über diese Möglichkeit anzustoßen.

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Weitere Meldungen

Wenn die Klappe zwischen Hauptschlagader (Aorta) und Herz ersetzt werden muss, steht den Ärzten ein minimalinvasives Verfahren zur Verfügung, die Transkatheter-Aortenklappen-ImplantationTAVI (Transcatheter Aortic Valve Implantation). Dabei wird die neue Klappe mittels eines Katheters über die Leistenarterie geschoben und im Herz platziert. Eine Studie des Herzzentrums Leipzig in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein hat nun erstmals geklärt, dass bei TAVI eine örtliche Betäubung genauso sicher ist wie eine Vollnarkose. Bislang waren sich die Ärzte in diesem Punkt nicht einig. Die Anästhesisten sprachen sich für eine Vollnarkose aus, sogenannte Registerstudien zeigten, dass eine örtliche Betäubung sicherer sei.

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Bundesweit wurden in Deutschland im Jahr 2019 insgesamt 3.767 Organe in 46 Transplantationszentren übertragen. Gleichzeitig warteten hierzulande mehr als 9.000 Patienten im letzten Jahr auf eine Transplantation. Um einen Überblick über die Entwicklung der Wartelisten, der Organtransplantationen und deren Ergebnisse zu geben, veröffentlicht die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) die Tätigkeitsberichte aller deutschen Transplantationszentren für das Jahr 2019 auf ihrer Homepage www.dso.de unter „Statistiken und Berichte“.

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A device that works a bit like a Brita water filter for blood may help remove chemicals produced by the immune system, including cytokines, that can lead to tissue and organ damage in people severely ill with COVID-19.

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Donald Trump erhielt eine privilegierte und erfolgreiche COVID-19-Therapie mit einem Antikörper-Cocktail. Sie wird bisher lediglich in eng begrenzten wissenschaftlichen Studien mit hohem finanziellen Aufwand getestet. Welche Chancen und Risiken bietet der Cocktail? Eignet er sich für den Einsatz im klinischen Alltag? Die New York Times berichtet über die Hintergründe:

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Beitrag des Monats

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Monika Vogelgesang: Psychotherapie in der spätmodernen Beschleunigungsgesellschaft – Notwendigkeit oder Anachronismus?

Erschienen in:
Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 32. Jahrgang, Heft 2-2019 (106)