Tagungsschwerpunkte sind unter anderem die Themen „Subarachnoidalblutung“, „Schwere Erkrankungen des Rückenmarks“, „Delir auf Intensivstation und Stroke Unit/ IMC“ sowie „Organisation und Struktur der NeuroIntensivmedizin“. Das qualitativ hochwertige Programm aus freien Beiträgen in Vortrags- und Posterform bietet ein breites Fort- und Weiterbildungsangebot sowie den Austausch mit eingebundenen Projekten wie zum Beispiel der Initiative of German Neurointensive Trial Engagement (IGNITE) sowie mit kooperierenden Fachgesellschaften wie der Interdiszplinären Arbeitsgemeinschaft Neuromedizin (ADNANI), der Sektion Neurotraumatologie und Intensivmedizin der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC), der Deutschen Gesellschaft für Liquordiagnostik und Klinische Neurochemie (DGLN), der Deutschen Gesellschaft für neurowissenschaftliche Begutachtung (DGNB) und der AG Schlaganfallstationen Baden-Württemberg.
Die Hauptthemen werden in insgesamt 38 wissenschaftlichen Symposien in bis zu 6 parallelen Streams präsentiert. Auch die Kurse der Fortbildungsakademie der DGNI werden digital durchgeführt, wie der gemeinsam mit der amerikanischen Neurocritical Care Society (NCS) angebotene „Emergency Neurological Life Support“ (ENLS) Kurs, sowie das Curriculum „Leitsymptome in der Notaufnahme“ und der neu strukturierte Kompaktkurs NeuroIntensiv. Ein absolutes Novum der ANIM 2022 ist die Stroke Winter School der DSG. Weitere Sitzungen speziell für Pflegekräfte und Therapeuten sowie Vortrags- und Postersitzungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs runden das Programm ab.
Auf der Weiterbildung in der NeuroIntensivmedizin liegt ein wichtiger Fokus, einem wichtigen Ziel der DGNI und hochaktuell vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Professor Sakowitz betont den außerordentlichen Einsatz von NeuroIntensivmedizinern und ihren Teams, der auch den medizinischen Nachwuchs betrifft: „Einen besonders großen Tribut haben auch AssistenzärztInnen auf der NeuroIntensivstation und NeurochirurgInnen in der Weiterbildung erbracht“. Mit Bezug auf die psychischen und körperlichen Herausforderungen an die Fachkräfte, die sich für den Dienst auf COVID-Stationen freiwillig zur Verfügung gestellt oder sich in einen abteilungsübergreifenden Dienstplan eingebracht haben, sollen kompensierende Maßnahmen diskutiert werden: „Die für die Weiterbildung ermächtigten Kliniken sind hier einmal mehr gefordert, durch geeignete Ausbildungskonzepte und überregionale Rotationen, virtuelle Schulungsmaßnahmen und Simulationstrainings eventuelle durch die COVID-19-Pandemie entstandene Fehlzeiten und Defizite auszugleichen.“
Quelle: www.anim.de | Journal für Anästhesie & Intensivbehandlung 1/2022