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    NEWS-Archiv - zum weiterlesen

    Vorteile und Risiken der lokalen Lyse der Lungenarterienembolie

    Intensiv- und Notfallbehandlung: In Deutschland sterben jährlich etwa 100.000 Menschen an den Folgen einer Lungenarterienembolie. Therapie der Wahl ist oft eine systemische Lyse. Da sie Blutungen auslösen kann, kommen immer mehr Verfahren mit kombinierter örtlicher Lyse zum Einsatz. Dr. Nadine Gauchel und Kollegen (Universitätsklinikum Freiburg) bieten einen Überblick über die Rationale der Therapie und berichten über einen Fall mit ultraschallgestützter lokaler Lyse in der Fachzeitschrift "Intensiv- und Notfallbehandlung" (2/22).

     

    „Bettseitige Ultraschallanwendung in der Zentralen Notaufnahme bzw. Klinik für Akut- und Notfallmedizin des St.-Antonius-Hospitals Eschweiler.“ St.-Antonius-Hospital Eschweiler/Fotostudio Strauch Eschweiler. Mit freundlicher Genehmigung der beteiligten Personen.

    "Bei der interventionellen Rekanalisation mittels ultraschall-gestützter lokaler Lyse (EKOS) handelt es sich um ein Kathetersystem, das über die venösen Leistengefäße durch das rechte Herz in die Pulmonalarterien eingebracht wird. Hier kann zunächst durch eine Pulmonalis-Angiographie (Darstellung der Pulmonalarterie mit Kontrastmittel unter Durchleuchtung) die genaue Lokalisation und Ausdehnung des Thrombus bestimmt werden, um dann anschließend das EKOS-System einzubringen.

    Dieses System besteht aus zwei Teilen. Der äußere Katheter hat diverse seitliche Löcher, durch die das Lyse-Medikament (hier Alteplase) kontinuierlich und direkt in den Thrombus eingebracht werden kann. In den Katheter wird dann in einem zweiten Schritt die Ultraschall-Einheit eingebracht, die die Ultraschall-Impulse abgibt, um die Struktur des Thrombus aufzulockern und eine bessere Wirksamkeit der Lyse zu erzielen. ...

    Das Risiko bei allen kathetergestützten Lyse- oder Embolektomieverfahren ist die Perforation der Pulmonalarterien. Dies ist insgesamt sehr selten und kann zu Perikardtamponade und lebensbedrohlichen Hämoptysen führen. Weitere Komplikationen beinhalten Blutungs- und Infektprobleme, Kreislaufstillstand" - evtl. mit tödlichen Folgen.

    Die Autoren formulieren als Fazit: "Nicht jede Lungenarterienembolie geht mit einem konstanten Mortalitätsrisiko einher. Eine Risikostratifizierung ist zur Therapieauswahl essenziell. Eine lokale Lyse ist eine technisch gut durchführbare schnelle und sichere Therapieoption bei Patienten mit intermediär-hohem Mortalitätsrisiko zur Senkung der Rechtsherzbelastung. Das Pulmonary Embolism Response Team soll als zentraler Ansprechpartner dienen und multidisziplinär Kompetenz zusammenbringen, um zeitnah kritische Therapien für Patienten mit Lungenarterienembolie zu ermöglichen."

    N. Gauchel, K. Naber, C.B. Olivier, D. Staudacher: Lokale Lyse der Lungenarterienembolie - Eine Übersicht. Intensiv- und Notbehandlung 2/2022

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