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    NEWS-Archiv - zum weiterlesen

    Nierenschädigung in der Intensivstation: vermeiden, früh erkennen, behandeln - und die Ernährung anpassen

    Mit der Volumenüberladung steigen Nierenschädigung und Sterberisiko in der Intensivmedizin. Weitere Belastungsfaktoren - Herz- und Gefäßerkrankungen, Infektionen u.a. - kommen hinzu. Die Erhaltung der Nierenfunktion ist eine der größten Herausforderungen der Intensivmedizin. Die Intensivnephrologie bildet den Schwerpunkt im Journal für Anästhesie & Intensivbehandlung (3/4-2021): Prophylaxe, Frühdiagnose, Behandlung, Ernährung.

    Prof. Dr. Philipp Kümpers verweist auf eine Studie, die belegt, "dass etwa ein Drittel der täglich zugeführten Flüssigkeitsmenge ´unabsichtlich´ im Rahmen der intravenösen Medikamentenapplikation verabreicht" wird. Er fragt, "ob nicht eine restriktive Volumenzufuhr bzw. bei Dialysepflichtigkeit ein eher ´sportlicher´ Volumenentzug ein sinnvoller therapeutischer Ansatzpunkt sein könnte."

     

    Die Autoren liefern konkrete Empfehlungen, etwa Prof. Dr. Jan Kielstein: "Simple Maßnahmen wie die kontinuierliche 4,5-stündige Infusion von Vancomycin können die Nephrotoxizität gegenüber der raschen Infusion (über 30 Min.) deutlich vermindern. Noch besser scheinen zumindest bei kardiochirurgischen Patienten der Verzicht auf Vancomycin und die Verwendung von Daptomycin. Da sich selbst beim Gesunden die einmalige Gabe eines NSAR negativ auf die renale Perfusion auswirken kann, sollten diese Substanzen im Intensivsetting bei Patienten mit hohem AKI-Risiko komplett vermieden werden."

     

    Bei Verlust der Nierenfunktion wird die Dosierung von Antibiotika komplex. Kielstein: "Alte Dosierungsrichtlinien beruhen auch in aktuellen Auflagen auf Nierenersatzverfahren mit nicht mehr eingesetzten Filtern und reduzierten Dialyseintensitäten aus den 1960er bzw. 1970er Jahren und treffen meist nicht mehr zu. Damit besteht die Gefahr der Unterdosierung der Antibiotika durch die Elimination während der Nierenersatztherapie. Im Rahmen mehrerer Studien konnte bestätigt werden, dass teilweise das Doppelte bis zum Zehnfachen der empfohlenen Dosis eingesetzt werden muss ..."

     

    Eine Nierenschädigung induziert multiple metabolische Störungen - mit der Folge einer Fehlernährung. Häufig wird eine fortschreitende Erschöpfung der Protein- und/oder Energiespeicher diagnostizierbar. Daher ist eine angepasste Ernährungstherapie indiziert. Das Journal veröffentlicht dazu die Leitlinien der ESPEN (European Society for Clinical Nutrition and Metabolism).

    Literatur zum Thema

    Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung / Plexus 3/4-2021
    Crossover PLEXUS

    Pabst, 2021, 204 pages

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