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    Enuresis: Einnässen im Kindes- und Jugendalter hat meist physiologische Ursachen

    Enuresis: Wenn ein Kind älter wird und auch weiterhin nachts einnässt, vermuten Eltern häufig psychische

    Probleme und greifen zu verschiedensten, oft drakonischen Erziehungsmaßnahmen. Doch in der Mehrheit verhindert die Biologie eine Kontrolle des Harndrangs. Deshalb ist eine ärztliche Diagnostik notwendig, um den richtigen Lösungsweg zu finden. Dr. Eberhard Kuwertz-Bröcking und Kollegen bieten mit ihr Manual "Einnässen im Kindes-und Jugendalter" einen wissenschaftlich fundierten, umfassenden Überblick über die Diagnostik, Therapie und Schulung Betroffener.

    Unter Umständen kann ein besonderer psychosozialer Stress eine Enuresis auslösen. Oder eine urologische Fehlbildung verhindert eine geregelte Harnkontinenz. Doch in den meisten Fällen verursacht eine verzögerte Reifung im Zentralen Nervensystem eine Enuresis:   

    - Der Schlaf ist so tief, dass das Kind noch nicht in der Lage ist, die volle Blase wahrzunehmen und daraufhin aufzuwachen. Meist nässt das Kind bereits im ersten Schlaf-Drittel ein.  

    - Das Muskelgewebe (Detrusor) am Rand der Blase und der Blasenentleerungsreflex sind noch nicht ausgereift. Die Blasenkapazität reicht nicht aus, um die in der Nacht produzierte Urinmenge zu fassen.  

    - Unter Umständen kann der Tag-Nacht-Rhythmus noch nicht entwickelt sein, so dass der Körper nachts vermehrt Urin produziert.  

    Kinder und Jugendliche mit Enuresis sind nicht häufiger psychisch krank. Doch sie sind in vielen Fällen deprimiert und isoliert. Daher steht bei der Schulung Betroffener die Enttabuisierung der Störung im Vordergrund: "Einnässen ist ein Thema, über das Eltern und Kinder häufig nicht offen reden. Scham- und Schuldgefühle sowie die Angst vor Ablehnung führen dazu, dass Eltern und Kinder dieses Thema häufig tabuisieren. Die Folge kann sozialer Rückzug und eine Herabsetzung des Selbstwertgefühls sein.  

    Einen Teil seines Erlebens verschweigen zu müssen, bedeutet für Kinder und Jugendliche eine große Kraftanstrengung, wodurch das Problem eine besondere Bedutung bekommen kann. Zusätzlich fehlt häufig der Austausch mit Gleichaltrigen, was dazu führen kann, dass Betroffene empfinden, mit ihren Problemen alleine zu sein. Die Schulung in der Gruppe bietet durch den Austausch und den Vergleich untereinander die Möglichkeit, dem Problem eine (angemessene) realistische Bedeutung zu geben. Das Kind bzw. der Jugendliche wird entlastet und kann so ein neues Selbstbewusstsein entwickeln."  

     

    Eberhard Kuwertz-Bröking, Hannsjörg Bachmann, Christian Steuber: Einnässen im Kindes- und Jugendalter. Grundlagenmanual für die standardisierte Diagnostik, (Uro-)Therapie und Schulung bei Kindern und Jugendlichen mit funktioneller Harninkontinenz. 2. überarbeitete Auflage. Pabst, 224 Seiten Großformat. Paperback ISBN 978-3-95853-356-1. e-book ISBN 978-3-95853-357-8.  

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