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    Mehr als zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt. Die pflegenden Angehörigen sind allerdings eine vulnerable Gruppe: Sie werden überdurchschnittlich oft und lange krank. Es darf außerdem nicht vernachlässigt werden, dass es sich dabei zum großen Teil selbst um Ältere handelt: Mehr als 60 Prozent von ihnen sind über 55 Jahre alt. Grund genug, diesen „Kümmerern“ den Rücken zu stärken, findet Hartmut Sebastian, Lehrbeauftragter an der Hochschule für Ökonomie und Management in Essen, und plädiert für ein „Senioren-Coaching“ für pflegende Angehörige im fortgeschrittenen Alter. Die Studie erschien im aktuellen Reader „Halt und Haltung“ (herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse).

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    Ratgeber-Publikationen sind v.a. für chronisch Kranke eine kontinuierliche Hilfe. Die Qualität der Texte ist äußerst unterschiedlich. Eine Studie der Universitätsklinik Jena untersuchte zur Nierentransplantation drei gedruckte und drei Online-Ratgeber. Ergebnis: "Die höchste Qualität weist 'Eine neue Niere ist wie ein neues Leben' auf. Die geringste Qualität zeigen die Internet-Ratgeber." Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Nieren- und Hochdruckkrankheiten 6/2019 (dustri Verlag).

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    Ärzte rufen zur Errichtung von Erste-Hilfe-Systemen im öffentlichen Raum auf: Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Deutsche Traumastiftung (DTS) haben heute zur deutschlandweiten Platzierung von Erste-Hilfe-Systemen im öffentlichen Raum aufgerufen. Anlass war die Aufstellung der ersten sogenannten Trauma-Box für Berlin im Haus der Chirurgie in der Luisenstaße 58/59. Damit können Ersthelfer schneller als bisher Blutungen noch am Unfallort stoppen, solange, bis medizinisches Fachpersonal eintrifft. „Verbluten ist bei vielen Unfällen die Todesursache Nummer Eins. Die sofortige Verfügbarkeit eines einfachen Sets zur Stillung einer schweren Blutung bedeutet für so manchen Betroffenen Überleben. Die flächendeckende Verfügbarkeit der Trauma-Box kann in entscheidenden Minuten Leben retten“, waren sich DTS-Präsident Prof. Dr. Thomas Wirth und DGU-Präsident Prof. Dr. Paul A. Grützner einig, als sie die Trauma-Box an Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rixen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, übergaben. Er sagte: „Dies ist nicht nur eine wichtige praktische Ergänzung der Ersten Hilfe, sondern auch ein wichtiges Signal für unsere Bürgergesellschaft: Im Notfall kann und soll jeder helfen, Leben zu retten.“...

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    Anästhesie/Intensivmedizin: In Deutschland wird zu häufig Blut transfundiert. Bluttransfusionen bieten nach wie vor - teils bekannte, teils unbekannte - Risiken. Prof. Dr. Patrick Meybohm und Kollegen stellen im Jahrbuch Intensivmedizin 2019 ein System vor, das wesentlich zur Reduktion des Transfusionsbedarfs und der Kosten beiträgt ("Patient Blood Management").

     

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    Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2019: Die E-Zigarette ist zwar nicht risikolos, erleichtert jedoch Nikotinabhängigen den "Rauchausstieg". Der aktuelle Rückgang des Tabakkonsums ist auch der E-Zigarette zu verdanken, belegt der 6. Alternative Drogen- und Suchtbericht 2019. Wer einen Rauchstopp versucht, verdoppelt mit einer vorübergehenden Verwendung von E-Zigaretten seine langfristigen Erfolgschancen.

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    "Primäre Immundefekte" (PID) sind eine relativ seltene, allerdings hochriskante Erkrankung: Betroffene produzieren zu wenige Antikörper und wären Infektionen hilflos ausgeliefert, wenn ihnen nicht regelmäßig lebenslang medikamentös Antikörper zugeführt würden. Dennoch kann die Lebensqualität spannungsreich sein. Eine medizinisch und pädagogisch-psychologische Schulung von Kindern, Jugendlichen und Eltern kann nicht nur die objektive Behandlungsqualität verbessern, sondern auch dem subjektiven Lebensgefühl gut tun. Ein interdisziplinäres Team spezialisierter TherapeutInnen hat die Texte, Arbeitsmaterialien und Empfehlungen zur MODUS-Schulung für PID online frei zugänglich veröffentlicht.

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    Die Anzahl der sexuellen Missbrauchsvorwürfe gegen katholische Priester ist im Zeitraum von 2009 bis 2015 nicht rückläufig, sondern in etwa konstant geblieben. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Mannheim, Heidelberg und Gießen (MHG) festgestellt. Unter Federführung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim haben die Forscher Personalakten der deutschen katholischen Kirche im Zuge der sogenannten MHG-Studie gesichtet. Die Deutsche Bischofskonferenz und der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) haben die Auswertung gefördert. Die Daten erschienen in der Fachzeitschrift "Psychiatrische Praxis".

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    Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2019: Jede vierte Frau trinkt auch während der Schwangerschaft Alkohol. Die Risiken für das Kind sind hoch, werden jedoch häufig ignoriert. Jährlich werden in Deutschland mehr als 15.000 Kinder mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) oder einem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) geboren, berichten Professor Dr. Ludwig Kraus und Kollegen im 6. Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2019.

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    Mehr als 20 Prozent der Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Sie leben länger als die übrige Bevölkerung: Die Lebenserwartung ist für Migrantinnen um 1,7 Jahre und für Migranten um 2,6 Jahre höher. Prof. Dr. Angela Gosch (Hochschule München) berichtet über die gesundheitliche Lage von eingewanderten Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Sammelband „Kultur, Psyche und Gesundheit – Psychologie im Kontext der Globalisierung“, hrsg. von Olaf Morgenroth und Angela Kindervater.

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