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    In Europa sterben zwei von zehn Krebspatienten an Lungenkrebs. Auch weltweit zählt Lungenkrebs zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Die Überlebensrate ist niedrig. Patienten, die an kleinzelligem Lungenkrebs in den Stadien IA-IIIB erkrankt sind, können von einer Behandlung profitieren, in der unterschiedliche Behandlungsansätze miteinander kombiniert werden. Zu diesem Ergebnis kommen Dr. Barbara Christine Weckler, Dr. Natalie Baldes und Professor Joachim Schirren. In ihrer Studie, die kürzlich in „The Thoracic and Cardiovascular Surgeon“ (Thieme Publishers, New York) veröffentlicht wurde, untersuchen sie, welchen Einfluss es auf die Überlebensrate hat, wenn Patienten zusätzlich zu Chemo- und Strahlentherapie operiert werden.

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    Für viele Menschen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz stellt eine Herztransplantation die einzige Überlebensmöglichkeit dar. Steht kein Spenderherz zur Verfügung, kann ein sogenanntes Kunstherz den Patientinnen und Patienten helfen. Vor fünf Jahren wurde in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) das weltweit erste Kunstherz des Typs HeartMate 3 erfolgreich implantiert – das Modell ist kleiner und technisch versierter als sein Vorgänger. Konnte es die Erwartungen erfüllen? Und wie geht es dem Patienten heute?

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    Ist die Computertomographie geeignet, Lungenkrebs in einem sehr frühen und damit noch gut behandelbaren Stadium zu erkennen? Das haben Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum mit der 2007 gestarteten LUSI-Studie untersucht. Nun liegen die Ergebnisse der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von der Dietmar Hopp Stiftung finanzierten Studie vor: Bei beiden Geschlechtern zusammengenommen reduzierte das Screening die Lungenkrebssterblichkeit leicht, aber nicht signifikant. Bei den Frauen dagegen beobachteten die Forscher eine signifikante Reduktion des relativen Risikos um 69 Prozent.

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    Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung: Die Anästhesie ist in der Medizin ein relativ junges Fach. Doch ihre Funktion ist für das gesamte Klinikgeschehen zentral. "Was charakterisiert den guten Anästhesiologen?" fragte Professor Dr. Jens Kubitz seine KollegInnen. Die Mehrheit der UmfrageteilnehmerInnen stellte soziale/interpersonelle und kognitive Eigenschaften in den Vordergrund.

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    Aus den Forschungsabteilungen der Pharmaindustrie sind während der letzten Jahre nur vereinzelte innovative Medikamente gekommen. Anderseits pushen Konzerne häufig lukrative Fehlversorgungen in der Arzneimitteltherapie. Ärzten fehlt im Zweifel die "notwendige Distanz" gegenüber diesen Einflüssen, Patienten fehlt das Detailwissen. Daher werden nach wie vor vielzuviele Schlafmittel, Tranquilizer, stark beruhigende Psychopharmaka und Nasensprays verordnet oder rezeptfrei genommen. Das Suchtpotential ist bekannt. Annähernd 1,5 Millionen Deutsche sind von Präparaten dieser Medikamentengruppen abhängig, berichtet Prof. Dr. Gerd Glaeske im aktuellen "Jahrbuch Sucht 2019".

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    Ein Leben ohne Magen? Realität für Tausende. Jährlich erkranken ca. 15.000 Menschen allein in Deutschland an Magenkrebs – für den Großteil von ihnen ist die Gastrektomie, also die vollständige operative Entfernung des Magens, die einzige erfolgsversprechende Therapie. Was sich viele Nicht-Betroffene kaum vorstellen können: Auch ohne Magen ist eine vollwertige und mit Genuss verbundene Ernährung möglich – Claudia Paul, Ernährungsassistentin am Klinikum Leverkusen, beschreibt es in ihrem neuen Ratgeber und Kochbuch „Gut essen und trinken ohne Magen“.

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    Einen Rollstuhl allein mit der Kraft der Gedanken steuern: Darum dreht sich ein aktuelles Forschungsprojekt im Bergmannsheil. Eine internationale Arbeitsgruppe testet, wie ein sogenanntes Brain-Computer-Interface (BCI) querschnittgelähmten Menschen neue Möglichkeiten der Mobilität eröffnen kann. Das System erfasst die elektrischen Gehirnimpulse des Fahrers, übersetzt sie in Steuerungsbefehle und bewegt somit einen Elektrorollstuhl – und zwar so, wie es sich der Fahrer zuvor vorgestellt hat. Das Projekt wird durchgeführt von einer internationalen Arbeitsgruppe der Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), CNBI – Defitech Chair in Brain-Machine Interface (Prof. Dr. José del R. Millán, Dr. Luca Tonin), und dem BG Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum (Chirurgische Klinik: Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer, Abteilung für Neurochirurgie und Neurotraumatologie: Prof. Dr. Ramón Martínez-Olivera, Abteilung für Rückenmarkverletzte: Dr. Mirko Aach). Die ersten Patienten haben das Training mit dem BCI-System bereits erfolgreich absolviert: Anschließend waren sie in der Lage, einen Parcours mit verschiedenen Richtungswechseln und Hindernissen erfolgreich im Rollstuhl zu befahren....

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    Viele hundert Jahre lang wurden vor allem Frauen als „hysterisch“ diagnostiziert. Trauma-Symptome fasste man zu Kriegszeiten unter „Kriegszittern“ zusammen. Haben (psychische) Krankheiten heute einfach nur andere Bezeichnungen bekommen oder handelt es sich tatsächlich um ganz andere Störungen? Gibt es demgegenüber heute Krankheiten, die früher gar nicht existierten? Die Entwicklung von Krankheitsbildern nimmt Wolfgang Merkle unter die Lupe – in seinem Beitrag zum Sammelband „Wandel der Gesundheits- und Krankheitsvorstellungen“, herausgegeben von Elmar Brähler, Hans-Wolfgang Hoefert und Christoph Klotter.

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    Bettnässen: Etwa eine halbe Million Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden unter Enuresis, sind also nicht "rechtzeitig trocken". Der Leidensdruck ist fast immer hoch und wird häufig von Familienmitgliedern noch verschärft. Die Ursachen sind äußerst unterschiedlich, sie reichen von angeborenen Fehlbildungen, harmlosen Entwicklungsverzögerungen bis zu psychischen oder körperlichen Traumatisierungen. Dr. Eberhard Kuwertz-Bröking und Kollegen beschreiben in ihrem Grundlagenmanual das aktuelle Wissen zu Diagnostik und Therapie: "Einnässen im Kindes- und Jugendalter" ist in zweiter, überarbeiteter Auflage erschienen.

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    "Trotz des freien Zugangs zu allen medizinischen Leistungen ist die Versorgung des akuten Schlaganfalls in Deutschland noch immer unzureichend. Etwa die Hälfte der betroffenen Patienten erreicht die Stroke Unit zu spät für eine adäquate Therapie." Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Neurologen im Evangelischen Krankenhaus Unna und im St.-Marien-Hospital Lünen (Westfalen). Dr. Zaza Katsarava und Kollegen veröffentlichen ihre Daten in Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung 1/2019.

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