Die auffällige Zunahme von Darmkrebs in jüngeren Generationen wird v.a. auf vier Faktoren zurückgeführt: Bewegungsmangel, Fehlernährung, Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen. Daraus folgert Delbrück konkrete Sport- und Ernährungsberatung; die Empfehlung mediterraner Kost und die Vermeidung hochverarbeiteter Lebensmittel stehen im Vordergrund.
Weniger als zwei Prozent der Bevölkerung gehen regelmäßig zur Darmspiegelung (Koloskopie): Sie stellt eventuelle Vorstufen des Darmkrebs (Adenome) fest - und entfernt sie. Die Fehlerquote ist bei erfahrenen Ärzten minimal.
Häufigere Darmspiegelungen empfiehlt Delbrück v.a. bei Risikopatienten:
- bei einem vererbbaren Polyposis-Syndrom
- bei familiärer Belastung
- bei Rauchern
- bei Typ-2-Diabetikern
- bei starkem Übergewicht und ausgeprägtem Bauchfett
- bei Patienten mit Colitis Ulcerosa
- bei HIV-Infizierten
- bei ehemals Krebskranken
- nach einer Bestrahlung im Bauch/Becken-Bereich
Betroffene erhalten häufig unseriöse, kostspielige Vorsorge- und Behandlungsempfehlungen. Als wissenschaftlich orientierter Onkologe und Rehamediziner klärt Delbrück seine LeserInnen über die häufigsten Irrtümer und Mythen zum Thema auf.
Hermann Delbrück: Darmkrebs vermeiden.
Pabst, 268 S., Paperback ISBN 978-3-95853-093-5, eBook ISBN 978-3-95853-094-2