Voraussetzung für die Gültigkeit sind "die Selbstbestimmung des Betroffenen zum Zeitpunkt des Abfassens der Patientenverfügung sowie die Passgenauigkeit. Empirische Untersuchungen von psychiatrischen Patientenverfügungen zeigen, dass in der klinischen Praxis zwischen Patient und Psychiater gemeinsame Behandlungsvereinbarungen im Sinn eines Shared Decision Makings erreicht werden können.
Hierbei sollte das Instrument der Patientenverfügung als Bestandteil eines gemeinsamen Kommunikations- und Entscheidungsfindungsprozesses von Patient und Arzt im Rahmen einer längerfristigen Therapieplanung verstanden werden.
Mit der gesetzlichen Regelung besteht die Chance, durch rechtzeitige Kommunikation und Ermittlung des selbstbestimmten Willens des Patienten die psychiatrische Versorgung zu verbessern."
Georg Juckel, Knut Hoffmann (Hrsg.) Ethische Entscheidungssituationen in Psychiatrie und Psychotherapie.
Pabst, 260 Seiten, Hardcover ISBN 978-395853-187-1, eBook ISBN 978-3-95853-188-8