"Die Therapielandschaft des Nierenzellkarzinoms (RCC) hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt", berichten Xin-Wen Zhang und Kollegen. "Die Hemmung der Angiogenese und Aktivierung der Immunantwort bilden die zwei wesentlichen Säulen der Behandlung und bestimmen die heute etablierte Erstlinien-Therapie. Sie umfasst eine Kombination aus entweder einem Anti-VEGF-Tyrosinkinase-Inhibitor und einem Checkpoint-Inhibitor oder eine duale Checkpoint-Inhibitor-Behandlung.
Für PatientInnen mit fehlendem Ansprechen auf diese Erstlinienbehandlung oder rasch progredienter Erkrankung ist die Prognose ungünstig; dies unterstreicht einen hohen Bedarf nach neuen Therapieansätzen. Hier werden aktuell neue antiangiogene Therapien wie HIF-2Alpha-Inhibitoren sowie innovative Immuntherapien wie zelluläre Therapie und Tumorvakzinierung entwickelt und im Rahmen von klinischen Studien getestet, um die Prognose des Nierenzellkarzinoms für Hochrisikogruppen und therapierefraktäre PatientInnen zu verbessern."