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    Tabak - die Schäden sind umfassend und nachhaltig: Gesundheit, Ökologie und Ökonomie

    Tabakrauch ist in Deutschland höchst ungleich verteilt: Am wenigsten rauchen Elektronikingenieure und Ärzte (beiderlei Geschlechts) - ca. 10 Prozent. In den Betreuungsberufen des Gesundheitswesens - also z.B. der Pflege - liegt der Anteil über 40 Prozent. Erwerbslose und Reinigungskräfte übertreffen selbst diese Quote und erreichen annähernd 50 Prozent. Der "Tabakatlas Deutschland" liefert einen detaillierten und anschaulich illustrierten Überblick.

    Er überrascht mit erstaunlichen Daten, etwa: In Berlin und den nördlichen Bundesländern fordert der Nikotin die meisten Todesopfer. In Berlin werden bei Männern 20,7% der Todesfälle auf Nikotin-Folgen zurückgeführt; nur Schleswig-Holstein erreicht mit 21,1% einen höheren Prozentsatz. Die niedrigste Quote erreichen Baden-Württemberg und Bayern mit 16%.  Da Frauen weniger rauchen als Männer, leben sie länger. Doch auch bei ihnen sind die geografischen Unterschiede zu sehen: 13,3% der Berlinerinnen sterben an Rauchfolgen. Dieser Prozentsatz wird in keiner anderen Region erreicht, am niedrigsten liegt er in Sachsen mit 5,2%.

     

    Neben dem volkswirtschaftlichen Gesamtschaden des Tabakkonsums - allein in Deutschland jährlich etwa 100 Milliarden Euro - berechnen die Autorinnen den weltweiten ökologischen Fußabdruck der Tabakproduktion: Anbau, Trocknung, Weiterverarbeitung, Zigarettenproduktion, Vertrieb, Entsorgung der Zigarettenkippen. Klimaschädliche Emissionen entstehen, und fossile Brennstoffe sowie Wassser werden verbraucht.  Die landwirtschaftliche Flächennutzung für Tabakanbau schränkt zusätzlich - v.a. in südlichen Ländern - die Lebensmittelproduktion ein und verstärkt den wachsenden Nahrungsmangel.

     

    Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko, dem eine Flut weiterer Schäden folgt. Sie werden regelmäßig auch von Schwangeren an die Folgegeneration weitergegeben: "Viele Substanzen aus dem Tabakrauch können die Funktion der Plazenta beeinträchtigen, in den Blutkreislauf des Fetus gelangen und den Entwicklungsprozess des Ungeborenen stören," berichtet der Tabakatlas und nennt die möglichen Folgen: Frühgeburt, Fehlgeburt, verringertes Geburtsgewicht, plötzlicher Kindstod, verringerte Lungenfunktion, Atmwegsbeschwerden, Asthma, Gesichtsspalten, Verhaltensauffälligkeiten in der Kindheit, Nikotinabhängigkeit in der Jugend ...

     

    Literatur zum Thema
     

    Tabakatlas Deutschland 2020
    Schaller, Katrin; Kahnert, Sarah; Graen, Laura; Mons, Ute; Quedraogo, Nobila; Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.)

    Pabst, 2020, 192 Seiten ,farbig, Paperback

     

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