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    Intensivmedizin: Vorteile der inhalativen Sedierung beatmeter Patienten werden immer deutlicher

    Die intravenöse Sedierung induziert bei beatmeten Intensivpatienten mehrere Belastungen und Risiken. Demgegenüber kann die inhalative Sedierung wesentliche Vorteile bieten und in weiten Bereichen als Verfahren erster Wahl dienen. Dr. Thomas Köhler und Kollegen (Universitätsklinikum Bochum/Herford) berichten im aktuellen "Jahrbuch Intensivmedizin" ausführlich Details zu pulmonalen und neurokognitiven Funktionen.

    Gründe für die Umstellung des Sedierungsregimes von intravenös appliziertem Propofol auf inhalativ verabreichtes Isofluran oder Sevofluran können bestehende Vorerkrankungen, z.B. höhergradige COPD, chronischer Substanzabusus  oder pharmakologische Erfordernisse sein. Andere Indikationen ergeben sich aus dem Bestreben nach kürzeren Aufwachzeiten. Die pharmakodynamischen Wirkungen auf die Lunge und die Verbesserung der Patienten-Ventilator-Interaktion kommen der pulmonalen Funktion zugute. Zusätzlich werden antiinflammatorische Wirkungen gesehen.

    Insbesondere beim schweren ARDS beobachten die Autoren mehrere Vorteile der inhalativen Sedierung: schnelle Etablierung eines Spontanatemmodus bei ausreichender Sedierungstiefe, verbesserte hämodynamische Stabilität, verkürzte Beatmungsdauer, reduzierte systemische Konzentrationen proinflammatorischer Substanzen, Bronchodilatation und eine mögliche antibakterielle Wirksamkeit.

    Als vorrangige Indikationen nennen Thomas Köhler und Kollegen: Adipositas (per magna), ARDS, Substanzabusus, post reanimationem, COPD/pulmonale Spastik, Pneumonie, Langzeit-Sedierung, Schädel-Hirn-Trauma, intracerebrale Blutung, akute cerebrale Ischämie, Hypertriglyceridämie. Die absoluten Kontraindikationen sind: maligne Hyperthermie, dekompensierter intrakranieller Druck, Tidalvolumina < 200 ml, fehlendes Gasmonitoring.

    Literatur zum Thema

    Jahrbuch Intensivmedizin 2020
    Böttiger, Bernd W.; Kuckelt, Werner (Hrsg.)

    Pabst, 2020, 352 Seiten, Hardcover
    Print: | 978-3-95853-581-7
    PDF: | 978-3-95853-582-4

     

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