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    Einnässen im Kindes- und Jugendalter: Enuresis kommt selten allein und ist noch seltener hoffnungslos

    Bettnässen: Etwa eine halbe Million Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden unter Enuresis, sind also nicht "rechtzeitig trocken". Der Leidensdruck ist fast immer hoch und wird häufig von Familienmitgliedern noch verschärft. Die Ursachen sind äußerst unterschiedlich, sie reichen von angeborenen Fehlbildungen, harmlosen Entwicklungsverzögerungen bis zu psychischen oder körperlichen Traumatisierungen. Dr. Eberhard Kuwertz-Bröking und Kollegen beschreiben in ihrem Grundlagenmanual das aktuelle Wissen zu Diagnostik und Therapie: "Einnässen im Kindes- und Jugendalter" ist in zweiter, überarbeiteter Auflage erschienen.

    Bei Enuresis treten meist zusätzlich andere Störungen auf - ohne dass klar wird, ob sie Ursache sind oder Folge oder überhaupt in einem Zusammenhang stehen. Z.B.: Übergewichtige Kinder leiden sechsmal häufiger unter Bettnässen. Niemand weiß, warum.

    Ähnlich ist die Situation bei Schnarchern. Hier bietet sich eine mögliche Erklärung an: "Die häufigen Schlafunterbrechungen infolge der Obstruktion der oberen Atemwege können Tagesmüdigkeit und Wachstumsverzögerung zur Folge haben. Paradoxerweise sind diese Patienten besonders schwer weckbar." Sie spüren daher die Blasenfüllung nicht - oder zumindest nicht rechtzeitig.
     
    Mehr als ein Drittel der Enuresis-Betroffenen leidet unter Darmentleerungsstörungen: Obstipation und Stuhlinkontinenz. Treffen alle drei Störungen zusammen, sprechen Ärzte von einer "funktionellen Ausscheidungsstörung" und nehmen eine gemeinsame, bisher nicht aufgeklärte Ursache an.
     
    Fast ein Drittel der Enuresis-Betroffenen leidet unter psychischen Belastungen. V.a. Kinder und Jugendliche mit Angststörungen oder Depressionen müssen oft mit einer hyperaktiven Blase leben. Wer am Morgen mit einem nassen Laken aufwacht, wird wahrscheinlich noch ängstlicher oder depressiver.
     
    Eine Inkontinenz tagsüber entsteht häufig bei ADHS (Hyperaktivitätssyndrom) und bei stark oppositionellem Sozialverhalten; zu letzterem zählen Kuwertz-Bröking und Kollegen "ein deutliches Maß an Ungehorsam, streiten oder tyrannisieren, ungewöhnlich häufige oder schwere Wutausbrüche, Grausamkeit gegenüber anderen Menschen oder Tieren, erhebliche Destruktivität gegenüber Eigentum, zündeln, stehlen, lügen oder weglaufen ..."    
     
    Neben der ärztlichen und vielleicht auch psychotherapeutischen Therapie bleibt den betroffenen Eltern eine Schlüsselrolle für die Bewältigung: MODUS bietet für sie online ein unentgeltliches Schulungsprogramm und damit eine verlässliche Hilfe.


    Für die Konsensusgruppe Kontinenzschulung im Kindes- und Jugendalter (Hrsg.): Eberhard Kuwertz-Bröking, Hannsjörg Bachmann & Christian Steuber:
    Einnässen im Kindes- und Jugendalter – Manual für die standardisierte Diagnostik, (Uro-)Therapie und Schulung bei Kindern und Jugendlichen mit funktioneller Harninkontinenz
    Pabst, 224 Seiten, 2. überarbeitete Auflage, Print ISBN 978-3-95853-356-1, eBook ISBN 978-3-95853-357-8
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    Gundula Ernst & Rüdiger Szczepanski (Hrsg.) für das Kompetenznetz Patientenschulung im Kindes- und Jugendalter e.V. (KomPaS)
    Modulares Schulungsprogramm für chronisch kranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien „ModuS“:
    Eberhard Kuwertz-Bröking, Christian Steuber, Ellen Janhsen, Birgit Hacker, Thomas Lob-Corzilius: Kontinenzschulung
    Pabst, 69 Seiten, eBook ISBN 978-3-89967-906-9
    » zum eBook (kostenloser Download)

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