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    Ehrenamtlich: Wie pflegende Angehörige psychosozial begleitet werden können

    In mehr als drei Millionen Familien lebt ein pflegebedürftiger Mensch, der von den Angehörigen versorgt wird. Etwa jeder zehnte Berufstätige leistet zusätzlich zuhause Pflegearbeit. Nur wenige Betroffene holen sich externe Hilfen, auch wenn sie ihnen rechtlich zustehen. Inzwischen bieten etwa 2500 ehrenamtliche PflegebegleiterInnen psychosoziale Beratung an. Der Kreis der Initiativen wächst. Elisabeth Bubolz-Lutz und KollegInnen beschreiben in einem Handbuch, was Pflegebegleitung leisten und wie sie am besten gelingen kann.

    Grafik 1

    Grafik 2

    Die Belastungen pflegender Angehöriger sind hoch. Das Buch bietet dazu eine übersichtliche Grafik (1).

    In einer weiteren Grafik (2) werden die Ziele der Pflegebegleitung eindrucksvoll dargestellt.

    In einem speziellen Beitrag gehen die Autorinnen auf Pflegebegleitung ein, die im Unternehmenskontext organisiert wird: Zwei oder mehr MitarbeiterInnen qualifizieren sich in einer Lerngruppe zu Pflegebegleitern und beraten künftig KollegInnen, die zuhause Angehörige pflegen. Die Problematik betrifft auch unmittelbar den Arbeitsplatz:

    "Die Pflegeverantwortung wirkt sich auf die Arbeitsfähigkeit aus. Betroffene erleben oft Unkonzentriertheit, Unruhe, ein Nicht-bei-der-Sache-Sein, Überforderung und Stress. Zu den Auswirkungen zählen das Versäumen von Arbeitszeit, ein beeinträchtigtes Leistungsvermögen, Konzentrationsmangel sowie körperliche und gesundheitliche Beeinträchtigungen, verminderte Chancen bei Fort- und Weiterbildung sowie eine Tendenz zur Reduzierung der Arbeitszeit.

    Auf der anderen Seite bedeutet die Berufstätigkeit für pflegende MitarbeiterInnen eine Möglichkeit, soziale Kontakte und eine andere Rolle außerhalb der Pflegebeziehung zu erleben und Anerkennung zu erfahren. Insofern kann die Berufstätigkeit auch eine Entlastung vom Pflegealltag darstellen."

    Wer neben seiner Berufstätigkeit private Pflege leistet, benötigt v.a.

    • eine Vertrauensbeziehung, um sich psychisch zu entlasten
    • Stärkung, Ermutigung, Anerkennung der eigenen Kompetenzen
    • spezifische Informationen (z.B. Wie pflegen Frauen? Wie pflegen Männer?)
    • Kompetenzerwerb, der Pflege besser gelingen lässt
    • eine Anlaufstelle mit gebündelten Informationen: alles aus einer Hand und nicht in einem Informationsdschungel


    KollegInnen, die im gleichen Betrieb zuhause sind, können in ihrem Kontext eine entsprechende Pflegebegleitung übernehmen. Das erforderliche fachliche Basiswissen, Lern- und Arbeitsmaterialien und organisatorische Hinweise sind im Buch und der CD "Pflegebegleitung" enthalten.


    Elisabeth Bubolz-Lutz, Barbara Mester, Renate Schramek, Hildegard Streyl, Sebastian Wenzel: Pflegebegleitung. Handbuch zum Aufbau von Initiativen zur Stärkung pflegender Angehöriger.
    Pabst, 232 Seiten, Paperback plus CD, ISBN 978-3-95853-101-7
    » zum Buch

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