Archiv:
Dezember 2010


     
27. Dezember 2010

Arved Weimann: Das Gesundheitswesen in einem demokratisch legitimierten Diskurs rationieren

Die Rationierung und Priorisierung im Gesundheitswesen sei unvermeidlich und habe bereits relativ ungeregelt begonnen. "Die entsprechenden Entscheidungen sollten künftig unter Mitwirkung der Ärzte nur von einem verfassungsrechtlich legitimierten Gremium unter völliger Transparenz getroffen werden dürfen," fordert Professor Dr. Arved Weimann (Leipzig).

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26. Dezember 2010

Arzneimittel sorgen für die meisten Vergiftungen

© Daniel Fuhr -
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Arzneimittel sind für fast ein Drittel der Vergiftungen verantwortlich. Erst auf Platz zwei der Gift-Hitliste rangieren sonstige Chemikalien. Häufig steht ein Suizid-Versuch im Hintergrund, berichtet Dr. A. Schaper (Giftinformationszentrum Nord) in der aktuellen Ausgabe "Intensiv- und Notfallbehandlung" (Dustri).

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22. Dezember 2010

MHH-Forscher und Kollegen aus Ulm finden neues Therapieprinzip gegen AIDS

Professor Schmidt im
Labor (Quelle: MHH/Kaiser)

Antivirale Substanz VIR-576 in klinischer Studie erfolgreich / Veröffentlichung in Fachmagazin Science Translational Medicine

Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universität Ulm konnten in einer klinischen Studie beweisen, dass das von ihnen entdeckte Peptid VIR-576 die Vermehrung von HI-Viren bei Patienten wirksam hemmt. Die MHH-Wissenschaftler um Professor Dr. Reinhold E. Schmidt und Professor Dr. Wolf-Georg Forssmann sowie um Professor Dr. Frank Kirchhoff und Professor Dr. Jan Münch, Universität Ulm, veröffentlichten ihre Studienergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science Translational Medicine.

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18. Dezember 2010

Die Epidemie der Einsamkeit

© Stefan Körber -
Fotolia.com

Nun, da sich die festlichen Tage ankündigen, veröffentlicht The Lancet den Gewinner des Wakley Prize Essay. Begleitet wird das Essay von einem Leitartikel zur Epidemie der Einsamkeit, die nie deutlicher als in diesen Tagen hervortritt, wenn viele Familien ihre Zeit mit ihren Angehörigen verbringen. Das Essay stammt von Dr. Ishani Kar-Purkayastha von der Londoner UK Health Protection Agency und beruht auf einer Zusammenstellung von Begegnungen, die sie als Assistenzärztin mit einer älteren Patientin hatte. Die Patientin wollte in ihrer Verzweiflung Weihnachten lieber mit fiktiven Beschwerden im Krankenhaus verbringen, statt nach Hause zu gehen und die Feiertage allein zu bleiben.

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14. Dezember 2010

Eine Matrix für Gewebe

Dreidimensionale Gerüste, auf denen Zellen sich ansiedeln und zu Geweben oder Organen heranwachsen können, sind in der regenerativen Medizin begehrt. Materialwissenschaftler der Universität Würzburg haben dafür erfolgreich neue Fasern mit ganz besonderen Eigenschaften entwickelt.

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11. Dezember 2010

Camorra: klassische Herrschaftsmechanismen und ein Untergrund-Boss, der als Dichter geliebt werden wollte

Antonio Iovine (46), oberster Boss der Camorra, ist nach 14 Fahndungsjahren in einem Versteck bei Neapel verhaftet worden. Offensichtlich besaßen seine "Freunde" im Polizei- und Justizapparat nicht mehr den Einfluss oder die Motivation, ihn zu decken. Ob es dem Camorrista gelingt, seine Führungsrolle auch aus dem Gefängnis heraus weiterzuführen, lässt sich noch nicht einschätzen. Seinem prominentesten Vorgänger Don Rafele Cutolo war dies zeitweise gelungen - in enger Kooperation mit Spitzenpolitikern der italienischen Christdemokraten, berichtet Giuseppe Marrazzo in seinem dokumentarischen Tatsachenbericht "Camorrista - Das mysteriöse Leben des Don Rafele Cutolo".

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10. Dezember 2010

Transplantation: Mit dem Krankheitsgrad der Patienten steigt die Komplexität der Pflege

Lungenpatienten magern häufig bereits lange vor der Transplantation ab. Da keine Fettreserven zur Verfügung stehen, wird bei erhöhtem Stoffwechselbedarf Muskelgewebe abgebaut. "Manche Patienten sind nach schwierigem Transplantationsverlauf kaum in der Lage, auch nur die Finger oder den Kopf zu bewegen," berichtet Britta Meeder (Medizinische Hochschule Hannover) im aktuellen Lehrbuch "Transplantationspflege".

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7. Dezember 2010

Weltpremiere an der Charité: Geburt im offenen MRT

Einem interdisziplinären Team von Wissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin gelang jetzt eine Weltpremiere, sie realisierten erstmals die Geburt eines Kindes in einem offenen Magnetresonanztomographen (MRT). Durch das Zusammenwirken des Geburtsmediziners Dr. Christan Bamberg, des Radiologen Dr. Ulf Teichgräber und dem Ingenieur und Projektleiter Felix Güttler gelangen einzigartige Bilder vom Körperinneren der Mutter und der Bewegung des Kindes im Geburtskanal bis zum Austritt des Kopfes. Die Geburt verlief ohne Komplikationen. Mutter und Kind sind wohlauf.

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4. Dezember 2010

Hygiene in Dialyse-Einrichtungen: Zehn Regeln zur Shuntpflege

Die Verletzlichkeit und Infektionsgefährdung der Gefäßzugänge von Dialysepatienten wird noch immer häufig unterschätzt. Daher fordert die "Leitlinie für angewandte Hygiene" kategorisch: "Die Gefäßzugänge sollten ausschließlich von geschultem Personal benutzt werden.

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3. Dezember 2010

Risiko akuter Nierenschädigung unterliegt Filtrationsrate und Proteinwerten

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Ein bereits vorab online veröffentlichter aktueller Artikel zeigt, dass das Risiko akuter Nierenschädigungen unmittelbar mit der Blutfiltrationsrate der Nieren und den Proteinwerten im Urin verknüpft ist. Die Studie stammt von Dr. Matthew James von der University of Calgary und Dr. Marcello Tonelli von der University of Alberta in Edmonton sowie Kollegen.

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1. Dezember 2010

Erythropoietin-Hochdosis: große Risiken, keine Vorteile

© London_England
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Zur Behandlung der renalen Anämie setzten sich seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts Erythropoietine (EPO) durch. Riskante Bluttransfusionen wurden überflüssig, die Lebensqualität von Dialysepatienten verbesserte sich. Die Euphorie wich allerdings seit 2007 einer zunehmenden Skepsis: Die vermuteten Überlebensvorteile stellten sich nicht ein, gelegentlich wurden Überlebensnachteile erkennbar, berichtet Prof. Dr. Norbert Maurin in der aktuellen Ausgabe von Nieren- und Hochdruckkrankheiten.

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