Archiv:
Februar 2010


     
21. Februar 2010

Neue Forschungsmodelle für vernachlässigte Krankheiten

 

Die herkömmlichen Marktmechanismen, wie neue Medikamente erforscht und entwickelt werden, spielen bei vernachlässigten Krankheiten nicht. Eine Genfer Organisation hat deshalb ein neues Modell entwickelt.

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21. Februar 2010

ACCOMPLISH-Studie: Verlauf der chronischen Nierenerkrankung kann verzögert werden

 

Die Erstbehandlung des Bluthochdrucks sollte mit der Gabe von Benazepril plus Amlodipin erfolgen, da diese Medikamentenkombination den Verlauf der chronischen Nierenerkrankung (CNK) in größerem Maß bremsen kann als die Verabreichung von Benazepril plus Hydrochlorothiazid. Dr. George Bakris von der Hypertensive Diseases Unit an der University of Chicago Pritzker School of Medicine in Chicago sowie Kollegen präsentieren die Folgerungen der ACCOMPLISH-Studie in einem vorab 'Online First' veröffentlichten Artikel.

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21. Februar 2010

Immunität und Toleranz: Wie das Immunsystem Krankheitserreger und sich selbst kontrolliert

 

Viele Zivilisationserkrankungen, z.B. Rheuma und Multiple Sklerose, sind Autoimmunerkrankungen, bei denen sich das Immunsystem gegen eigene Körperzellen richtet und diese zerstört. Im gesunden Menschen werden solche Autoimmunkrankheiten weitgehend durch zentrale Selektions- und Toleranzmechanismen im Knochenmark und Thymus unterdrückt, bei denen die Lymphozyten "gecheckt" und dann stillgelegt oder abgetötet werden.

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13. Februar 2010

Magere Patienten in der Intensivmedizin: besser ernähren, Komplikationen vermindern, früher entlassen

 

Etwa 15% der chirurgischen Patienten sind mangelernährt. Diese Gruppe erleidet häufig Herzrhythmus-Störungen, myokardiale Ischämien und Anastomoseinsuffizienzen, berichten Dr. Peter Rittler und Prof. Dr. Karl-Walter Jauch (München).

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12. Februar 2010

Dialyse: Stents halten Gefäßprothese länger offen

Im Prothesenshunt von Dialysepatienten kommt es häufig zu Stenosen. Die Therapie besteht in der Regel in einer Ballondilatation. In einer randomisierten Vergleichsstudie im New England Journal of Medicine (NEJM 2010: 362: 494-503) ließ sich die Offenheitsrate durch einen Stent verbessern, der aus dem gleichen Material wie die Prothese besteht.

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12. Februar 2010

TV-Werbung verführt Kinder zu ungesundem Essverhalten

 

Nicht langes Fernsehen an sich macht Kinder dick – es sind die Inhalte. So steht Fernsehwerbung für ungesundes Essen im direkten Zusammenhang mit dem Übergewicht von Kindern, berichten jetzt US-Forscher. Hingegen seien Kinder, die genauso lange vor werbefreiem Fernsehen oder vor DVD-Filmen sitzen, selten übergewichtig. Die Forscher hatten erstmals nicht nur die Fernsehdauer der Kleinen, sondern auch die Sender und Sendungen berücksichtigt, beschreiben sie im "American Journal of Public Health". Sie raten dringend an, Kinder von werbedurchsetztem Privatfernsehen fernzuhalten, um Fettleibigkeit zu vermeiden oder zu reduzieren.

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11. Februar 2010

Intensivmedizin: Peritonitis-Ursache chirurgisch sanieren

Die Peritonitis ist mit 64% die häufigste infektiologische Diagnose bei Aufnahme auf eine chirurgische Intensivstation. Die kausale Therapie gilt in der Regel als Grundvoraussetzung für den Erfolg. Die Operationsmethoden haben während der letzten Jahre einen deutlichen Wandel erfahren, berichtet Professorin Dr. Elke Muhl in ihrem Beitrag zum 20. Symposium Intensivmedizin und Intensivpflege (17.-19. Februar, Bremen).

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11. Februar 2010

Zusammenhang zwischen frühkindlicher Neurodermitis und psychischen Auffälligkeiten bei Kindern entdeckt

Neurodermitis in der frühen Kindheit kann die psychische Verfassung im späteren Leben beeinflussen. Das zeigt eine umfassende Geburtenkohortenstudie, an der Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München beteiligt sind. In Kooperation mit Kollegen von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), der Technischen Universität München (TUM) und dem Marienhospital in Wesel (Nordrhein-Westfalen) untersuchten sie 5991 Kinder, die zwischen 1995 und 1998 geboren sind. Die Untersuchung ist in der aktuellen Ausgabe des Journals of Allergy and Clinical Immunology 125 (2010); 404-410 veröffentlicht.

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10. Februar 2010

Suchttherapie: Drogensubstitution mit psychosozialer Behandlung optimieren

 

Drogenkonsum und psychosoziale Probleme beeinflussen einander gegenseitig in zirkulärer Weise: Die wiederholte Einnahme von Suchtmitteln induziert körperliche und psychosoziale Störungen, die ihrerseits die Drogenabhängigkeit verstärken. Einen Ausweg aus dem "Teufelskreis" bietet die Substitutionstherapie inclusive psychosozialer Behandlung. Heinrich Küfner und Monika Ridinger liefern in einem Therapiemanual ein ausgereiftes Konzept inclusive ausführlicher Checklisten für semistrukturierte Therapiesitzungen.

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2. Februar 2010

Praktische Umsetzung moderner ernährungsmedizinischer Therapiestrategien bei Patienten mit Mangelernährung

Die Prävalenz (Häufigkeit) der Mangelernährung bei stationär im Krankenhaus aufgenommenen Patienten ist hoch und liegt in der Bundesrepublik Deutschland bei gut 25 Prozent. Darüber hinaus nehmen bis zu 75 Prozent aller stationär behandelten Patienten während ihres Krankenhausaufenthaltes progredient (fortschreitend) deutlich an Gewicht ab. Wissenschaftliche Studien belegen überzeugend, dass Mangelernährung ein relevanter unabhängiger Risikofaktor und darüber hinaus auch ein hoch budgetrelevanter Kostenfaktor ist.

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2. Februar 2010

Chronischer Schmerz: Cannabinoide und realistische Therapieziele

 

Vor allem in der Palliativmedizin haben sich in letzter Zeit Cannabinoide etabliert. Das "besondere Wirkprofil mit einer coanalgetischen, antiemetischen und appetitsteigernden Wirkung ist bei vielen Patienten erwünscht. Zudem wirken sie stimmungsaufhellend und verbessern den Nachtschlaf", berichtet Dr. Birgit Kraft im Rahmen des aktuellen Update: "Chronischer Schmerz - alte Probleme, neue Konzepte" (14. Wiener Wiener Schmerzsymposium 26.2./27.2.2010).

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1. Februar 2010

Amputation gesunder Arme oder Beine: Wunschträume bei Body Integrity Identity Disorder (BIID)

 

Gesunde Menschen können einen zwanghaften Wunschtraum entwickeln: die Amputation eines Arms oder Beins. Die Betroffenen wissen, wie absurd der Wunsch ist; doch er lässt sich nicht unterdrücken, sondern nur verheimlichen. Unter dem BIID-Syndrom leiden mehr Menschen als bisher angenommen. Wissenschaftlerinnen der Universität Frankfurt haben jetzt erstmals das gesamte - doch insgesamt bescheidene - Wissen zum Thema in einer Monografie zusammengetragen: "Body Integrity Identity Disorder - Psychological, Neurobiological, Ethical and Legal Aspects".

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