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30. Januar 2010 |
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Biorhythmus: Medikamente wirken
unterschiedlich – je nach Uhrzeit |
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Das gleiche Medikament kann toxisch oder therapeutisch wirken
- je nach Zeitpunkt der Einnahme. Alle Körperfunktionen
unterliegen einem circadianen Rhythmus; bei Gesunden ist er
relativ unabänderlich, bei Kranken häufig gestört, skizziert
Dr. Kirsten Brukamp in ihrem Beitrag zum aktuellen
Sammelband "Chronobiology and Chronopsychology". Selbst die
Zellteilung richtet sich nach der Zeit: Bei Gesunden ist sie
nachts hochaktiv und tagsüber minimal, bei Kranken kann der
Rhythmus abflachen. |
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27. Januar 2010 |
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Zerfallende Familien - dicke Kinder? |
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Studie zu sozialen Ursachen von Übergewicht und Adipositas
Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen
haben in den vergangenen Jahren in den Industriestaaten
zugenommen, so auch in Deutschland. Meist werden die Ursachen
der "juvenilen Adipositas" dabei auf ein individuelles
Fehlverhalten verkürzt: Zu viel, zu "fett", zu "süß", zu wenig
Bewegung, und das Übergewicht sei programmiert.
Wissenschaftler des Instituts für Sozialwissenschaften der
Universität Stuttgart spannten den Bogen weiter. In einer auf
fünf Jahre angelegten Studie ermittelten sie die sozialen
Ursachen von Adipositas. Dicke Kinder, so das Ergebnis, sind
eine Folge der gesellschaftlichen Modernisierung, wobei
Übergewicht maßgeblich durch das Auseinanderfallen sozialer
und kultureller Strukturen begünstigt wird: durch die Folgen
der Überflussgesellschaft auf der einen und durch familiale
Erosionsprozesse und Funktionsdefizite auf der anderen Seite.
Die Forscher fordern daher ein radikales Umdenken in der
Behandlung des Problems. Statt Kindern und Jugendlichen (meist
erfolglos) Verhaltensänderungen aufzuzwingen, sollte den
Rahmenbedingungen für passiv-konsumtive Freizeitgestaltung und
Überernährung entgegengewirkt werden. |
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27. Januar 2010 |
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Neue Therapien gegen Darmerkrankungen
Chronische Entzündungen gezielt
immunologisch behandeln |
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Neue Therapien haben die Behandlung chronisch-entzündlicher
Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
aber auch von Rheuma deutlich verbessert. Sogenannte Biologika
greifen gezielt in Entzündungsprozesse des Körpers ein.
Zusammen mit der konventionellen Therapie, die sich auf
Kortikosteroide und Immunsuppressiva stützt, ermöglichen sie
es Ärzten, die Beschwerden der Patienten auf ein Minimum zu
senken. Im Rahmen einer Pressekonferenz der Deutschen
Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) heute in Berlin
erörterten Experten Nutzen und Risiken der neuen Wirkstoffe. |
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26. Januar 2010 |
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Hilfsorganisationen stellen Eigeninteressen
häufig vor humanitäres Handeln |
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Der aktuelle Leitartikel der Konflikt-Spezialausgabe stellt
fest, dass viele Hilfsorganisationen oftmals nur im Sinne
ihres Eigeninteresses handeln, statt im Sinne der Menschen,
denen zu helfen sie vorgeben. |
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25. Januar 2010 |
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Hungrige Immunwächter sind bissiger |
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Bonner Forscher haben einen elementaren Mechanismus entdeckt,
der im gesunden Menschen lebenswichtige Immunfunktionen
reguliert. In Hungersituationen, die für die Körperzellen
Stress bedeuten, schüttet der Körper demnach vermehrt
antimikrobielle Peptide aus, um sich zu schützen. Die
Wissenschaftler publizieren ihre Erkenntnisse in der
Fachzeitschrift "Nature" (DOI: 10.1038/nature08698). |
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25. Januar 2010 |
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Ärztliche Zweitmeinung optimiert
Therapieansatz
Charité-Studie beschreibt Vorteile für
Hodenkrebs-Patienten |
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Das Einholen einer Zweitmeinung kann dabei helfen, den
richtigen Therapieansatz zu finden. Das belegt eine gemeinsame
Studie der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der German
Testicular Cancer Study Group (GTCSG), die in der
Fachzeitschrift European Urology* veröffentlicht wurde. Die
Deutsche Krebshilfe förderte das Projekt mit insgesamt 375.000
Euro. |
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21. Januar 2010 |
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Wie das Licht die innere Uhr stellt |
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Krankheitsbedingte Mangelernährung ist oftmals nicht
unmittelbar erkennbar und wird in unserer
Überflussgesellschaft erheblich unterschätzt. Besonders ein
krankheitsassoziierter Gewichtsverlust birgt im Krankenhaus
ein metabolisches Risiko mit erheblichen Auswirkungen auf die
Komplikationsrate, die Verlängerung der Verweildauer und die
Erhöhung der Letalität (zum Tode führende Faktoren). Dies
unterstreicht auch die gesundheitspolitische Bedeutung. |
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20. Januar 2010 |
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"Krankheitsbedingte Mangelernährung" - Buch
zum Thema jetzt erschienen |
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Krankheitsbedingte Mangelernährung ist oftmals nicht
unmittelbar erkennbar und wird in unserer
Überflussgesellschaft erheblich unterschätzt. Besonders ein
krankheitsassoziierter Gewichtsverlust birgt im Krankenhaus
ein metabolisches Risiko mit erheblichen Auswirkungen auf die
Komplikationsrate, die Verlängerung der Verweildauer und die
Erhöhung der Letalität (zum Tode führende Faktoren). Dies
unterstreicht auch die gesundheitspolitische Bedeutung. |
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19. Januar 2010 |
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Komasaufen und Designerdrogen: neue
Herausforderungen für die Intensivmedizin |
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Jährlich werden in Deutschland etwa 25.000 Kinder und
Jugendliche mit akuter Alkoholintoxikation in Krankenhäusern
behandelt. Designerdrogen wie Amphetamine, Ecstasy und Kokain
verschärfen die Problematik. Klare Leitlinien zur Diagnose und
Therapie der Patientengruppe liegen bisher nicht vor. Daher
wird meist "nach Art des Hauses" mit unterschiedlichem
Ergebnis behandelt. Über den State of the Art informiert
Privatdozent Dr. Georg Baumgarten (Universitätsklinik Bonn)
während des 20. Symposiums Intensivmedizin und Intensivpflege
in Bremen (17.-19. Februar 2010). |
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18. Januar 2010 |
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Demenz: Bis zu 2,7 Millionen Kranke in
Deutschland im Jahr 2050 |
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Das Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels in
Rostock prognostiziert eine Zunahme der Demenzerkrankungen in
Deutschland von derzeit ca. 1 Million auf 2,2 bis zu 2,7
Millionen im Jahr 2050. Um diesen Trend abzubremsen, müssten
breite Bevölkerungsteile ihren Lebensstil umstellen, da
Faktoren wie Bewegungsarmut, ungesunde Ernährung, Übergewicht
oder Diabetes Demenzen begünstigen. |
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15. Januar 2010 |
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Warum Antidepressiva nicht immer wirken |
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Die Wirksamkeit von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI)
hängt von der Zahl der sogenannten Autorezeptoren auf
serotinergen Neuronen in den Raphe-Kernen des Hirnstamms ab.
Dies belegen tierexperimentelle Studien in Neuron (2010; doi:
10.1016/j.neuron.2009.12.003). |
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15. Januar 2010 |
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Ultra rapid opioid detoxification in major
burn patients: proof of feasibility study in
a military population |
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Chronic pain management for major burn patients may pose a
challenge for even the most experienced clinician as there is
a constant struggle between creation of opioid treatment plans
and the development of opioid tolerance due to this chronic
therapy. Dr. P. Desocio and his co-workers at Fort Sam Houston
(USA) have therefore designed a study to perform ultra rapid
opioid detoxification (UROD) in severely burned service
members using dexmedetomidine, ketamine and naloxone to reduce
narcotic requirements of these patients by fifty percent. |
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15. Januar 2010 |
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Patienten im apallischen Syndrom: Grenzen
bei der Erfassung von Schmerz und bewusster
Wahrnehmung |
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Jedes Jahr erleiden ca. 40.000 Patienten in Deutschland ein
Koma, etwa 3.000 davon verbleiben trotz aller Bemühungen der
behandelnden Ärzte aufgrund ihrer schweren zerebralen
Schädigung im Zustand eines „persistent vegetative state“,
auch apallisches Syndrom genannt. Auch für die Angehörigen
dieser Patienten beginnt dann oft ein langer Leidensweg. |
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12. Januar 2010 |
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Ökonomische Ungleichheit und Gesundheit -
Weltweite Studie zeigt Korrelation zwischen
den beiden Größen |
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Je größer die ökonomische Ungleichheit in einem Land, desto
schlechter ist es um die Gesundheit seiner Bevölkerung
bestellt. Das ist das Ergebnis einer Studie des
Gesundheitsökonomen Martin Karlsson von der TU Darmstadt in
Kooperation mit der Universität und (Schweden). Karlssons
Arbeit unterscheidet sich von bisherigen ähnlichen Studien
durch ihre weltweite Datenbasis: sie gründet sich auf Umfragen
in 21 Ländern. |
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12. Januar 2010 |
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Early diagnosis: New Opportunities for
Predictive Use of Autoantibodies |
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"Predictive autoantibodies will have multiple uses in the
future years. They may be valuable adjuncts in predicting
the likelihood of developing clinical disease before the
diagnostic signs are evident. They will have value in
teaching us about the natural history of disease,
particularly in providing information about the length of
the prodromal period when the immune-mediated destructive
process is silently underway", Noel R. Rose (Johns Hopkins
University Baltimore) notes. |
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10. Januar 2010 |
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Hobbysportler im Doping-Stress |
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Von Schmerzmitteln über Asthmapräparate bis zu Anabolika wird
alles zur Leistungssteigerung eingesetzt. Ebenso wie
Spitzenathleten greifen auch viele Freizeitsportler zu
allem, was der Dopingmarkt bereithält. Dies hat eine
Untersuchung in Deutschland ergeben. |
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9. Januar 2010 |
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Streptokokken: Niereninfektion hoch riskant
und künftig immer häufiger |
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Jährlich erkranken mehr als 500.000 Menschen weltweit an einer
Poststreptokokken-Glomerulonephitis (infektiöse
Nierenentzündung). Professor Dr. Joachim Gloy (Hamburg)
erwartet, dass die Zahl der Erkrankungen künftig zunimmt, da
immer mehr Menschen immungeschwächt sind - bei Diabetes,
Alkoholismus, Drogenkonsum, Piercing, Tatooing u.a. |
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7. Januar 2010 |
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Neurodermitis: Mangelernährung kann die
Krankheit verstärken |
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Immer wieder erhalten Eltern von Neurodermitis-Kindern
pauschale Diätempfehlungen mit verlockender
Wirksamkeitsprognose. Doch oft liegt der einzige Effekt der
Nahrungsumstellung in "schwersten Mangelzuständen und
bedrohlichen Krisen", warnt der Kinderarzt Dr. Rüdiger
Szczepanski (Osnabrück) in seinem Ratgeber-Buch "Neurodermitis
- das juckt uns nicht!" |
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2. Januar 2010 |
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Patienten vor und während der Operation
häufig unterkühlt: Vorwärmung steigert den
Komfort und reduziert die Kosten |
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Bereits deutlich vor der Narkoseeinleitung sollten Patienten
"vorgewärmt" werden, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Dies
dient nicht nur dem Komfort des Kranken, sondern vermindert
auch die Liegezeit und Behandlungskosten in der
Intensivstation, betont Dr. A. Bräuer (Universitätsklinik
Göttingen) in Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung. |
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