Aktuelles 2008

   
  31.12.2008
Transplantation: erstmals Lebendspenden von Lungenlappen in Deutschland
Künftig bietet die Medizinische Hochschule Hannover - erstmals in Deutschland - auch die Möglichkeit, Lungenteile von lebenden Spendern zu transplantieren. Im Normalfall wird je ein Unterlappen von zwei Spendern verwendet. Nach den bisherigen internationalen Erfahrungen sind die Ergebnisse besser als nach der Verpflanzung der Lunge von Verstorbenen. Die Risiken gelten für den Spender als gering, berichtet "Transplantation Aktuell", die Fachzeitschrift des Bundesverbandes der Organtransplantierten (BDO). [mehr...]
 

 

  30.12.2008
Glücksspieler: meist depressiv und häufig ängstlich
Etwa 90% der pathologischen Glücksspieler leiden - zumindest zeitweise - an einer weiteren psychiatrischen Erkrankung. Am häufigste diagnostizierte Dr. Volker Premper (Klinik Scheriner See) in einer Studie affektive Störungen (fast ausschließlich depressiver Art), Angststörungen und Substanzabhängigkeit. [mehr...]
 

 

  28.12.2008
Wohlgefühl wächst, Angst schwindet, Abwehrkräfte steigen
Die zunehmenden Krankmeldungen in Deutschland trotz rückläufiger Arbeitsbelastung weisen darauf hin, dass der Bedarf an körperlich-seelischer Entspannung zunimmt. Der prominente Psychotherapeut Helmut Brenner (Bad Salzuflen) empfiehlt - zur Vorsorge, Behandlung und Nachsorge - das progressive Entspannungstraining; die Wirksamkeit ist in umfänglichen Studien belegt. [mehr...]
 

 

  27.12.2008
Stalking: Die Mehrheit der Täter ist schuldfähig
Ein großer Teil der Stalker ist mit aller Entschiedenheit motiviert, über seine Opfer Macht und Kontrolle auszuüben; auch bei exzessivem Verhalten muss nicht auf eine psychiatrische Grunderkrankung bzw. eine reduzierte Schuldfähigkeit geschlossen werden. In einer relativ kleinen Gruppe lässt sich jedoch eine psychotische Symptomatik diagnostizieren - z.B. Liebeswahn, Beziehungswahn, Beeinträchtigungswahn; hier ist eine erhebliche Einschränkung der Freiheitsgrade des Handelns anzunehmen. Eine weitere Minderheit der Stalker erlebt eine progrediente psychopathologische Entwicklung, bei der allenfalls eine erheblich beeinträchtigte Steuerungsfähigkeit in Betracht kommt, urteilen Professor Dr. Harald Dressing und Dr. Peter Gass (Mannheim) in einer Studie. [mehr...]
 

 

  26.12.2008
Günter Jauch, Jörg Pilawa & Co: Täuschungen einer Dominanz
Wer herrscht im Theater oder Fernsehen? Dr. Ulf Heuner belegt (im Widerspruch zu diversen Theoretikern und Ideologen): Das Publikum lässt sich nicht von der Macht verdrängen.Theoretisch, empirisch, amüsant verdeutlicht der Berliner Publizist in einem Essay, wie engagiert und vergeblich Medienschaffende versuchen, ihre Dominanz zu zelebrieren. [mehr...]
 

 

  26.12.2008
Kranke in Krisen: Antworten der Seelsorge in einer psychiatrischen Klinik
Werner Posner, evangelischer Pastor in einer psychiatrischen Klinik in Bochum, wird täglich mit Krisensituationen konfrontiert. Gemeinsam mit Therapeuten und anderen involvierten Persönlichkeiten hat er einen interdisziplinären Sammmelband herausgegeben: "Krisen erleben". [mehr...]
 

 

  23.12.2008
Zwangserkrankungen im Kindes- und Jugendalter: Frühzeitige Förderung sozialer Kompetenzen empfehlenswert
Der mittelfristige Wirkungsgrad stationärer Therapie von Zwangserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen ist nach wie vor unbefriedigend, stellten Henrike Zellmann (Universität Würzburg) und KollegInnen in einer Studie fest. Knapp sechs Jahre nach der Behandlung sahen die PsychologInnen bei fast der Hälfte ihrer PatientInnen noch immer oder erneut eine schwerwiegende Zwangsstörung. [mehr...]
 

 

  19.12.2008
Special Issue Psychology Science Quarterly (Pchol Sci Q): The use of LLTM (Linear Logistic Test Model): Cognitive modelling and item-technology analyses
This special issue attempts a revival of the Rasch model-based LLTM (Linear Logistic Test Model, originally established by Fischer, 1973). In the heading chapter Klaus D. Kubinger recalls all features which this model offers, from constructing tests using item generating rules to measuring item administration effects. [mehr...]
 

 

  18.12.2008
Wirtschaftspsychologie: Markennamen beeinflussen die Geschmacksnerven, das Entscheidungsverhalten und die Ökonomie
In Märkten, die von Dynamisierung und Austauschbarkeit der Produkte gekennzeichnet sind, werden Marken zu zentralen Orientierungsgrößen und stellen mitunter das wichtigste Kapital eines Unternehmens dar. Markennamen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung des Produkts und letztlich auf die Kaufentscheidung - insbesondere bei Kunden mit geringer Involviertheit. Vor diesem Hintergrund analysieren Experten in "Wirtschaftspsychologie", wie eine "Marke" erfolgreich etabliert werden kann. [mehr...]
 

 

  17.12.2008
Suchttherapie in der Schweiz: kontrollierte Heroin-Gabe an Schwerstabhängige
Die offene Drogenszene in der Schweiz ist nahezu verschwunden. Neueinstieg in den Drogenkonsum, Beschaffungskriminalität, Drogentote werden immer seltener. Einen Hauptgrund sieht Professor Dr. Gerhard Wiesbeck (Universitätsklinik Basel) in der "heroingestützten Behandlung": Schwerstabhängige, die von anderen Maßnahmen nicht erreicht werden können, erhalten pharmazeutisch hergestelltes Heroin (Diacetylmorphin) unter kontrollierten Bedingungen und psychosozialer Begleitung. [mehr...]
 

 

  16.12.2008
Transplantation: Nieren-Lebendspende "über Kreuz" vergrößert Therapiechancen
Häufig ist eine Nieren-Lebendspende zwischen Lebenspartnern nicht möglich, weil Blutgruppen oder Gewebsmerkmale unverträglich sind. In diesen Fällen bietet sich die Chance einer Cross-Over-Transplantation - das heißt: Zwei betroffene Paare mit passenden Kombinationsmöglichkeiten arrangieren sich und spenden "über Kreuz". [mehr...]
 

 

  16.12.2008
npo-jobs.ch - die kostenlose Schweizer Jobplattform für offene Stellen bei Nonprofit-Organisationen
Heute wird das Jobportal npo-jobs.ch lanciert. Nonprofit-Organisationen können ihre Jobs bei npo-jobs.ch kostenlos ausschreiben. Ein Engagement für gemeinnützige Organisationen in der Schweiz von Viva Management GmbH (Bern). [mehr...]
 

 

  15.12.2008
Fit and Fun for Family: Eltern und Baby treiben gemeinsam Sport
Babies und Kleinkinder sind begeistert, wenn sie gehoben, gewirbelt, geschwungen und gedreht werden: eine Förderung motorischer Fähigkeiten und geistig-emotionaler Entwicklungen. Professor Dr. Josef Kessler, Neurologe und Vater in Köln, hat die amüsanten, klug dosierten Sportübungen in einem reich bebilderten Taschenbuch beschrieben: Eltern wie Großeltern erhalten präzise Anleitungen. [mehr...]
 

 

  13.12.2008
Verhaltenstherapie: folgenschwere Behandlungsmängel vermeiden
Fast zehn Prozent der psychotherapeutischen Behandlungen scheitern: Der Patient trennt sich vom Therapeuten im Einvernehmen oder im Zorn oder stillschweigend; möglicherweise wird die Behandlung auch plangerecht zuendegeführt, doch ohne positives Ergebnis, u.U. sogar mit der Verschlechterung seines Befindens. Dr. Gerhard Zarbock (Hamburg) nennt in seinem neu vorgelegten "Praxisbuch Verhaltenstherapie" die wichtigsten Ursachen. [mehr...]
 

 

  13.12.2008
Journal für Psychologie: empirische Daten zu religiösem Denken, Fühlen, Handeln, Erleben
Die Religionspsychologie, international ein hochaktiver Wissenschaftszweig, führt in Deutschland ein Schattendasein. Mit neuen Ergebnissen ausländischer ForscherInnen wartet die aktuelle Ausgabe von Journal für Psychologie (3/2008) auf: "Das Comeback der Religionspsychologie", herausgegeben von Jacob v. Belzen (Amsterdam), Carmen Dege (Berlin) und Martin Dege (Worcester, Mass). [mehr...]
 

 

  12.12.2008
Regionale Gesundheitsversorgung: notwendig, organisierbar, effizient und wirtschaftlich
Die Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung verstärken unterschiedliche Entwicklungen in den Regionen: Einzelne - v.a. ländliche - Gebiete verlieren, andere - v.a. städtische - Gebiete gewinnen bei Einwohnerzahl und Infrastruktur. Die Missverhältnisse sind bereits jetzt deutlich: In mittleren oder großen Städten steht z.B.ein Gynäkologe pro 7000 Einwohner zur Verfügung, auf dem flachen Land jedoch pro 23.000 Einwohner. Um das Missverhältnis zwischen Über- und Unterversorgung zumindest zu reduzieren, empfiehlt eine Gruppe von Experten, eine "regionale Gesundheitsversorgung" zu organisieren - "als Chance zukunftsfähiger Ziel- und Ressourcensteuerung". [mehr...]
 

 

  12.12.2008
Nobelpreis in schiefem Licht
Kopplung zwischen Pharmakonzern und Mitgliedern des Nobelkomitees [mehr...]
 

 

  11.12.2008
Sterbebegleitung: Zwangsernährung weder ethisch, noch juristisch vertretbar
Nahrungs- und Flüssigkeitsbedarf gehen in der Nähe des Todes zurück. Das "rechtzeitige Reduzieren bzw. Absetzen von Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr ist ein wesentliches Element der ärztlichen Sorgfalt", betont Professor Dr. Uwe Körner (Charite Berlin) in einem Beitrag zum aktuellen Aufsatzband "Künstliche Ernährung und Ethik". [mehr...]
 

 

  10.12.2008
Umweltpsychologie: Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
Die Forschungsgruppe "Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren" (Wuppertal) hat ein Bildungs- und Kommunikations- Konzept entwickelt, das nachhaltige Denk- und Handlungsweisen fördern soll. Dr. Christa Liedtke und KollegInnen stellen das Konzept in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Umweltpsychologie" vor. [mehr...]
 

 

  09.12.2008
Alkoholiker: Der Süchtige und seine Partnerin gemeinsam im Realitätsverlust
Etwa eine Million Frauen in Deutschland sind mit einem Alkoholiker verheiratet oder liiert. Töchter aus suchtbelasteten Familien heiraten häufig einen Alkoholiker und "profitieren" in der Beziehung unter Umständen, indem sie zeit- und teilweise eine gewisse Dominanz entwickeln. Dennoch scheitern die Beziehungen meist. Vor diesem Hintergrund hat Dr. Alice Crames im Rahmen ambulanter Entwöhnungsbehandlung ein Programm für eine spezielle Paartherapie entwickelt. [mehr...]
 

 

  08.12.2008
Transplantation: Unzufriedenheit mit der Klinik kann die Ablehnung der Organspende auslösen
Eine ausgeprägte Misstrauenskultur in Unternehmen führt häufig zu einer "inneren Kündigung" der Beschäftigten. Produktivität, Dynamik und Stabilität sinken, dokumentiert Dr. Kai Krämer (Universität Mainz) in einer Studie. [mehr...]
 

 

  04.12.2008
Wirtschaftspsychologie: Misstrauen und Kontrolle in Unternehmen führen zur "inneren Kündigung"
Eine ausgeprägte Misstrauenskultur in Unternehmen führt häufig zu einer "inneren Kündigung" der Beschäftigten. Produktivität, Dynamik und Stabilität sinken, dokumentiert Dr. Kai Krämer (Universität Mainz) in einer Studie. [mehr...]
 

 

  03.12.2008
Neurobiologie: Krisen erweitern die Nutzungsmöglichkeiten des Hirns
"Schwierige Situationen, Probleme, Krisen sind notwendig. Sie dienen dazu, dass wir Problemlösefähigkeiten entwickeln. Wenn wir die Situation meistern, werden eingefahrene Denk- und Handlungsmuster verlassen und die Nutzungsmöglichkeiten des Hirns erweitert. Die neuere Forschung bestätigt die Plastizität des Gehirns", berichtet Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe in der Universität Göttingen. "Unser Gehirn ist nicht für das Denken optimiert, sondern für das Lösen von Problemen." [mehr...]
 

 

  02.12.2008
Neues wissenschaftliches E-Journal bei Pabst: Philosophie und Psychiatrie
Im Grenzbereich zwischen psychiatrischen, psychotherapeutischen und philosophischen Diskursen etabliert Pabst Science Publishers eine neue internationale Fachzeitschrift - online und frei zugänglich: "Journal für Philosophie & Psychiatrie" ( www.jfpp.org ). [mehr...]
 

 

  02.12.2008
Schlafwandler fühlen sich meist unausgeschlafen und depressiv
Schlafwandler sind im Mittel depressiver, innerlich erregter und angespannter als Gesunde. Symptombelastungen psychosomatischer Beschwerden sind häufig, stellte Dr. Christiane Fügemann (Universität Köln) in einer Studie fest. Allerdings ließ es sich nicht klären, ob und wieweit die Probleme Ursache oder Folge des Schlafwandels sind. [mehr...]
 

 

  02.12.2008
Studie: Fastfood fördert womöglich Alzheimer
Eine zucker- und fettreiche Ernährung steigert laut einer Studie möglicherweise die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken. Schwedische Wissenschaftler, die genetisch veränderte Mäuse neun Monate lang mit süßen, fetten und cholesterinsteigernden Nahrungsmitteln fütterten, entdeckten in deren Gehirn eine chemische Veränderung ähnlich derjenigen bei Alzheimer-Patienten. Wie das Karolinska-Forschungsinstitut in Stockholm am Freitag mitteilte, war eine Zunahme von Phosphaten zu beobachten, durch die bestimmte Zellen in ihrer normalen Funktionsweise behindert wurden. [mehr...]
 

 

  25.11.2008
Tagung: Sexuell grenzverletzende Kinder und Jugendliche
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf veranstaltet vom 12. bis 14. Februar 2009 die interdisziplinäre Tagung "Sexuell grenzverletzende Kinder und Jugendliche". In der Mehrzahl werden Grenzverletzungen im Umfeld von Familie und Schule nicht wahrgenommen. [mehr...]
 

 

  25.11.2008
Wie rational und produktiv ist der Hass?
Ein neuer Band präsentiert ungewöhnliche Überlegungen zum Phänomen Hass [mehr...]
 

 

  24.11.2008
Neuer Newsletter: Regionale Energieversorgung
Deutsche Landkreise und Städte konzentrieren sich in den letzten Jahren immer stärker auf die Möglichkeiten einer eigenständig organisierten Energieversorgung ihrer Region. Dieses Vorgehen einer Regionalen Energieversorgung tritt zwangsläufig in einen Wettbewerb mit den bis heute den Markt dominierenden überregional und zentral agierenden Energieunternehmen. Als kontinuierliches Informations- und Diskussionsforum für Fragestellungen der Regionalen Energieversorgung hat GenoPortal den Newsletter „Regionale Energieversorgung gestalten“ erstellt. [mehr...]
 

 

  24.11.2008
ADHS bei Erwachsenen: Psychotherapie plus Medikation erfolgversprechend
Die ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist keine reine Kinderkrankheit: Bei etwa 50 Prozent besteht sie - meist modifiziert und oft reduziert - auch im Erwachsenenalter fort. Sie steigert das Risiko für andere psychische Störungen - z.B. Depression, Sucht, Angst. Psychosoziale Konsequenzen sind häufig: Scheidung, Arbeitslosigkeit usw.. Die Behandlungsmöglichkeiten versprechen gute Ergebnisse: meist Psychotherapie plus Medikation. Dres. Alexandra Philipsen und Swantje Matthies (Universitätsklinik Freiburg) berichten in Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin über den aktuellen Wissensstand. [mehr...]
 

 

  23.11.2008
Studie: Fernsehwerbung macht Kinder dick
Ein Verbot der Werbung für Fast-Food-Nahrungsmittel im Kinderfernsehen könnte in den USA die Zahl übergewichtiger Kinder um 18 Prozent und die Zahl der übergewichtigen Teenager um 14 Prozent senken. Würde den Herstellern die Abzugsmöglichkeit als Werbungskosten bei der Steuerklärung gestrichen, würde dies die Zahl der übergewichtigen Kinder um fünf bis sieben Prozent senken. Dies rechnen Wirtschaftswissenschaftler im Journal of Law and Economics (2008; 51: 599-618) vor. [mehr...]
 

 

  21.11.2008
Rapamune®: Frühzeitiger Therapiebeginn verbessert die Nierenfunktion
Ein-Jahres-Ergebnisse der SMART-Studie

Der Einsatz des mTOR-Inhibitors Rapamune® (Sirolimus) bereits zwei bis drei Wochen nach einer Nierentransplantation kann im Vergleich zu einer Weiterbehandlung mit Ciclosporin den Verlauf der Nierenfunktion verbessern und damit möglicherweise das Langzeitüberleben des Transplantats vorteilhaft beeinflussen [1] . Darauf weisen die Ein-Jahres-Ergebnisse der SMART (Sirolimus and MMF After Renal Transplantation)-Studie hin, in der die Patienten früh vom Calcineurin-Inhibitor-basierten Standardregime auf Sirolimus umgestellt wurden – bei gleichzeitigem Absetzen von Ciclosporin. Unter Rapamune® wurde zudem eine signifikant reduzierte Anzahl an Infektionen mit dem humanen Zytomegalievirus (CMV) beobachtet, das bei organtransplantierten Patienten infolge der Immunsuppression schwerwiegende Erkrankungen wie bspw. Lungenentzündungen auslösen kann. Experten diskutierten die Bedeutung der SMART-Studie aktuell auf einer Pressekonferenz im Rahmen der 17. Jahrestagung der Deutschen Transplan-tationsgesellschaft (DTG) in Bochum. [mehr...]
 

 

  20.11.2008
Rehabilitations-Fachkräfte: großes Interesse an psychosozialer Fortbildung
Rehafachkräfte - MedizinerInnen, Pflegende, Physiotherapeuten - wünschen sich eine regelmäßige psychosoziale Fortbildung. Der Umgang mit fordernd aggressiven und mit depressiven Patienten steht als Thema im Vordergrund. Dies ergab eine Umfrage von Medizinpsychologen der Universität Münster. Entsprechend haben sie ein detailliertes Fortbildungsmanual entwickelt und publiziert. [mehr...]
 

 

  19.11.2008
Optimale Patienteninformation senkt das Operationsrisiko
Je größer die Angst des Patienten, desto größer seine Risiken während und nach der Operation. Daher sieht die Anästhesistin und Intensivmedizinerin Dr. Ingeborg Dornberger die Patienteninformation als zentrale ärztliche Aufgabe. Da Kranke im üblichen Klinik-Stress nicht alle Informationen aufnehmen und verarbeiten können, hat die Berliner Ärztin zur konzentrierten Lektüre einen Ratgeber geschrieben: "Wissenswertes vor und nach einer Operation" - mit zusätzlichen Kurzfassungen in Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und Türkisch. [mehr...]
 

 

  18.11.2008
Chronische Krankheiten im Kindes- und Jugendalter: LehrerInnen sind häufig ohne Information
In jeder Schulklasse sitzen durchschnittlich zwei oder mehr Kinder mit chronischem Asthma bronchiale. Dennoch sind mehr als 80% der LehrerInnen nach eigener Einschätzung mit dem Krankheitsbild kaum vertraut. Fast die Hälfte der PädagogInnen nimmt fälschlicherweise an, asthmakranke SchülerInnen seien ebenso belastbar wie Gesunde. Die Probleme chronisch kranker Kinder werden in der Schule häufig verkannt, stellen der Pädiater Dr. Rüdiger Szczepanski (Osnabrück), die Psychologien Prof. Dr. Gisela Steins (Essen) und andere fest. [mehr...]
 

 

  17.11.2008
Im Schlaf werden Emotionen gespeichert und verstärkt
Sigmund Freud nahm eine kathartische Wirkung des Schlafs an: Im Traum baue sich Emotionalität ab. Die Neuroendokrinologen Prof. Dr. Jan Born und Dr. Ullrich Wagner (Universität Lübeck) weisen jetzt exakt das Gegenteil nach: Während des REM-Schlafs werden vorausgegangene Emotionen im Gedächtnis gespeichert und zusätzlich emotional verstärkt. Die empirische Studie erschien in dem neu publizierten Sammelband "Experimentelle Emotionspsychologie". [mehr...]
 

 

  14.11.2008
Sensationssuche: nicht Ursache, jedoch Verstärker psychischer Störungen
Extremausprägungen des Stimulationsbedürfnisses (Sensationssuche,"Sensation Seeking") stellen keinen Risikofaktor für die Entstehung psychischer Störungen dar. Zu diesem Ergebnis kommt die Habilitationsarbeit von Dr. Philipp Hammelstein (Universität Düsseldorf). [mehr...]
 

 

  13.11.2008
Altersdiskriminierung im Berufsleben: erheblich, jedoch rückläufig
Nach wie vor werden in Deutschland ältere ArbeitnehmerInnen z.B. bei Neueinstellungen oder Weiterbildungen häufig benachteiligt. Doch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird zunehmend respektiert, und seine Intention findet eine wachsende Zustimmung bei Verantwortlichen, berichten Professorin Dr. Annette Kluge (Duisburg) und Kollegen in "Wirtschaftspsychologie" 3/2008. [mehr...]
 

 

  12.11.2008
Nach der Operation: Frauen leiden häufiger unter Durst, Männer häufiger unter Hunger
Unter welchen Beschwerden leiden frisch Operierte am häufigsten? Eine Arbeitsgruppe der Universität Lübeck wertete 391 ausgefüllte Fragebögen betroffener Patienten einer chirurgischen Intensiv-Überwachungsstation aus. An erster Stelle stehen Durst und Mundtrockenheit - bei 82,5% der Antworten. Schmerzen im Operationsgebiet beklagen 59,9%. [mehr...]
 

 

  11.11.2008
Intensivmedizin: bei enteraler Ernährung reduzierte Infektionsraten
"Wenn immer möglich, sollte postoperativ bevorzugt enteral ernährt werden", empfehlen Dres. Matthias Glanemann und Thomas Henneberg (Charite Berlin) in ihren "Therapiestandards der chirurgischen Intensivstation". [mehr...]
 

 

  10.11.2008
Chronischer Schmerz: Psychische Pathologisierung häufig unberechtigt
Eine einseitig somatische Erklärung chronischer Schmerzen ist inzwischen out. Doch in der Praxis wird die frühere Fehleinschätzung häufig durch eine andere Einseitigkeit ersetzt: Verhaltenstherapeutisch orientierte Schmerztherapeuten betonen überproportional die psychischen Komponenten, kritisiert Ursula Frede. [mehr...]
 

 

  07.11.2008
Transplantation: Bei Leber-Lebendspende Risiko und Verantwortung hoch
Zunehmend häufig spenden Eltern einen Teil ihrer Leber ihrem leberkranken Kind. Das Organ kann sich zwar gut regenerieren, doch die Risiken sind nicht zu unterschätzen. Dr. Mare Knibbe und Kollegen (Transplantationszentrum Groningen/Niederlande) definieren daher hohe ethische Anforderungen an die Entscheidungsfindung. [mehr...]
 

 

  07.11.2008
Fehler in der Psychotherapie: Sexuelle Beziehungen innerhalb der Therapiegruppe 
In der Gruppenpsychotherapie ist die Zahl der Fehlermöglichkeiten groß, z.B.: "Keinesfalls darf eine Einzeltherapie in oder vor der Gruppe begonnen bzw. fortgeführt werden. Ansonsten kann es leicht passieren, dass die anderen Patienten warten, ´bis sie dran´ sind, und den Eindruck gewinnen, dass ihre Beteiligung am Klärungsprozess unbedeutend sei. Dies ist der häufigste Fehler von Psychotherapeuten, die ihr Handwerkszeug im Wesentlichen in der Einzeltherapie erworben haben", schreibt Prof. Dr. Manfred Zielke in "Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation" Nr. 81/2008. [mehr...]
 

 

  04.11.2008
Perioperative Schmerztherapie: Komplikationen vorbeugen und bewältigen
Eine unqualifizierte perioperative Schmerztherapie führt zu gastrointestinalen Beeinträchtigungen, kardialen Störungen, posttraumatischen Stressreaktionen, Depressionen und anderen - oft lebensbedrohlichen - Komplikationen. Güven Braune und Dr. Anja Heymann (Charite Berlin) bieten mit ihrem neuen Ratgeber-Band "Der Akutschmerzdienst" einen Überblick und umsetzbare Rezepte für Pflegende und MedizinerInnen. [mehr...]
 

 

  04.11.2008
Kritische Psychologie: aktueller Stand der Diskussion
Die Ausgabe 2/2008 des Journal für Psychologie ist unter dem Titel "Holzkamps Grundlegung der Psychologie. Nach 25 Jahren" erschienen, herausgegeben von Peter Mattes (Berlin/Wien) und Martin Dege (Worcester, Mass). [mehr...]
 

 

  03.11.2008
Weisheitstherapie: gute Erfolge bei Belastungsreaktionen
Weisheit ist lern- und trainierbar. Sie befähigt, mit Verletzungen umzugehen und trotz negativer Ereignisse eine positive Grundhaltung zu festigen. Unter diesen Voraussetzungen entwickeln Dr. Kai Baumann und Prof. Dr. Michael Linden (Berlin/Teltow) eine kognitiv orientierte "Weisheitstherapie" zur Behandlung von Belastungsreaktionen. [mehr...]
 

 

  31.10.2008
Kranke Kinder in der Schule: so normal wie möglich, so individuell wie nötig behandeln
Wechselt ein Kind von einer Schule für Kranke zu einer Normalschule, ist es auch weiterhin belastet - u.U. physisch, psychisch, sozial. Dennoch werden die LehrerInnen der Normalschule "häufig aus dem Prozess der Krankheitsbewältigung herausgenommen" - und können daher das Kind nicht adäquat fördern. Dies ergab eine Studie des Instituts für Psychologie der Universität Duisburg-Essen. Auch bei Kindern, die die Regelschule nicht verlassen haben, werden Krankheiten häufig ignoriert. [mehr...]
 

 

  30.10.2008
Geistige und körperliche Arbeit für Ältere: Anpassung von Training und Ergonomie
Mit zunehmendem Alter können bestimmte kognitive Fähigkeiten abnehmen: "Besonders die Veränderungen des Arbeitsgedächtnisses, der Aufmerksamkeitsprozesse und des räumlichen Denkens können die Bedienung technischer Geräte in Arbeit und Alltag beeinträchtigen." Dennoch - ein hoher Leistungsstandard bleibt möglich, wenn Betroffene die Strategien der Selektion, Optimierung und Kompensation anwenden, berichtet eine Arbeitsgruppe der Humboldt Universität Berlin in "Wirtschaftspsychologie" 3/2008. [mehr...]
 

 

  29.10.2008
Junge Männer wünschen sich als erstes Kind einen Jungen
Junge Männer wünschen sich als erstes Kind meist Jungen, Frauen im mittleren Alter Mädchen. Dies ergab eine repräsentative Befragung, durchgeführt von Psychosomatikern der Universitätsklinik Gießen. Allerdings ist fast niemand bereit, mit einer medikamentösen oder technischen Manipulation die Geschlechtswahl zu beeinflussen. [mehr...]
 

 

  28.10.2008
Passive Sterbehilfe: erlaubt, jedoch häufig verweigert
Bei unheilbar Kranken bedeutet der Abbruch einer künstlichen Beatmung juristisch eine passive, also erlaubte Sterbehilfe. In einer Befragung von Ärzten und Juristen sahen Dres. Birgitt van Oorschot und Alfred Simon eine weit verbreitete Unkenntnis: 42% der Mediziner und 36% der Richter werteten den Behandlungsabbruch als aktive Sterbehilfe. [mehr...]
 

 

  27.10.2008
Regionale Energiewirtschaft: ökonomisch und ökologisch überlegen
Jährlich wachsen in Deutschland ca. 120 Millionen Kubikmeter Holz nach; nur etwa die Hälfte wird genutzt. Daher bietet Holz zunehmend mehr Möglichkeiten für die Energiegewinnung. Meist kann es in der gleichen Region geschlagen, verarbeitet und genutzt werden - es benötigt nur kurze Transportwege, berichten die Forstexperten Hans Martin Behr und Isabel Dörr im neuen Studienband "Regionales Zukunftsmanagement - Energieversorgung". [mehr...]
 

 

  24.10.2008
Sind Sie Avantgarde?
Sind Sie der Meinung, da wo Sie sind, ist vorne, oder denken Sie manchmal, in Ihnen schlummern noch kreative Potentiale, die endlich entfaltet werden müssten? Machen Sie unseren kleinen Persönlichkeitstest und Sie erfahren, wo Sie wirklich stehen. [mehr...]
 

 

  24.10.2008
Atemanalyse bietet immer mehr diagnostische Möglichkeiten
Das Atemkondensat gewinnt für die Diagnostik immer mehr Bedeutung; eine Vielzahl chemischer und biochemischer Bestandteile im Atem bieten Hinweise auf Erkrankungen. Doch bisher ist dieses diagnostische Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft, stellt PD Dr. Christian Gessner (Universitätsklinik Leipzig) fest. [mehr...]
 

 

  22.10.2008
Zivildienst: häufig Desillusionierung und Demotivation
Zivildienstleistende besetzen deutlich mehr als 100.000 Arbeitsstellen, überwiegend in der Pflege. Thomas Kliche (Universität Hamburg) untersuchte, wie viele Zivis das Milieu vor Ort erleben: "Sie entwickelten eine Faszination für die Entlarvung informeller Werte und Normen, verbunden mit Sinnverlusten hinsichtlich der Arbeit, Misstrauen in Träger und abnehmender zivilgesellschaftlicher Hilfsbereitschaft. Negativ verlaufende Krisen konnten noch nach Jahren Folgen für ihr Commitment gegenüber anderen Organisationen haben." [mehr...]
 

 

  21.10.2008
Nierentransplantation: Altersübereinstimmung zwischen Empfänger und Spender anstreben
"Das Risiko für den frühzeitigen Funktionsverlust mit Rückkehr an die Dialyse besteht für jüngere Empfänger, wenn sie Nieren von älteren Spendern erhalten. In der umgekehrten Konstellation besteht das Risiko für einen frühen Tod mit funktionierendem Transplantat", berichten Dr. C.-L. Fischer-Fröhlich und Kollegen, Stuttgart (in Nieren- und Hochdruckkrankheiten 37/9). [mehr...]
 

 

  17.10.2008
Psychotherapie mit Älteren: Besonderheiten häufig ignoriert
Die interindividuellen Unterschiede zwischen Patienten sind bei Senioren größer als bei Jüngeren. Häufig bleiben spezifische Besonderheiten der Älteren in der Psychotherapie unbeachtet, kritisiert Barbara Rabaioli-Fischer, Verhaltenstherapeutin und Supervisorin in München. [mehr...]
 

 

  16.10.2008
Pathologische Glücksspieler: Verhaltenstherapie erfolgreich
Entgegen früheren Annahmen können pathologische Glücksspieler lernen, Impulse zu kontrollieren und kompetente Entscheidungen zu treffen. Angepasste Methoden der Verhaltentherapie bieten dazu günstige Voraussetzungen; dies ergab eine Studie von Dr. Bernd Sobottka (Ltd. Psychologe der Klinik Schweriner See). [mehr...]
 

 

  15.10.2008
Kinder- und Jugendkriminalität: Opfer von heute - Täter von morgen?
Eigene gewalttätige Opfererfahrungen können Jugendliche zu aktiver Gewalttätigkeit und sexueller Devianz disponieren. Experten aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Jugendforensik, dem Jugendgericht und dem Justizvollzug diskutieren ihre Erfahrungen während des 2. Dortmund-Hemeraner Fachgesprächs zur Forensischen Psychiatrie am 22. Oktober in Hemer (Westf.). [mehr...]
 

 

  14.10.2008
Norbert Kern: Krebs besiegt, Nord- und Südpol bezwungen
Aggressiver Prostatakrebs, zwei Operationen, Genesung - und dann, mit 66 Jahren, zwei extreme Expeditionen: zunächst Nordpol, dann Südpol. Norbert Kern (Dietzenbach) hat die Details in Bildern und Texten in einem Buch beschrieben - "Erfüllung eines Jugendtraums". [mehr...]
 

 

  13.10.2008
Chronische Schmerzpatienten, die "in Rente" gehen wollen: neue Erfolge in der Therapie und im Beruf
Wer "in Rente gehen" will, jedoch in einer Rehaklinik arbeitsfähig werden soll, zeigt häufig wenig Therapiemotivation. Entsprechend ungünstig sind meist die Behandlungsergebnisse. In der psychosomatischen Fachklinik Bad Dürkheim wurde eine psychoedukative sozialmedizinische Gruppenintervention entwickelt und evaluiert, die für chronische Schmerzpatienten mit und ohne Rentenwunsch ähnlich gute Ergebnisse erzielt. [mehr...]
 

 

  13.10.2008
AIDS-Patienten sind schmerztherapeutisch unterversorgt
Abhängig vom Krankheitsstadium leiden bis zu 97 Prozent aller HIV- und AIDS-Patienten unter Schmerzen - hervorgerufen durch die Krankheit selbst und häufig auch durch damit verbundene Depressionen. 85 Prozent von ihnen erhalten keine ausreichende Schmerztherapie. Diese Zahlen stellte Prof. Dr. Ingo W. Husstedt (Universität Münster) jetzt beim Deutschen Schmerzkongress in Berlin vor. [mehr...]
 

 

  13.10.2008
Schwerer chronischer Schmerz: meist interdisziplinär behandelbar
Gesicherte Daten zum Thema Schmerz konnten Forscher jetzt beim Deutschen Schmerzkongress in Berlin präsentieren. Sie werteten über 10.000 Datensätze der international größten schmerzbezogenen Datenbank "QUAST" aus. Es zeigte sich, dass im untersuchten Patientenkollektiv die Hauptdiagnose "Rücken-schmerz" am häufigsten und der "Neuropathische Schmerz" (Nervenschmerz) am zweithäufigsten vertreten sind. Platz drei nehmen "Muskel-, Gelenk- und Knochenschmerz" ein, Platz vier die Diagnose "Kopfschmerzen". [mehr...]
 

 

  11.10.2008
Wirtschaftspsychologie: Narzisstische Führungskräfte teils nützlich, teils gefährlich
"Ohne konstruktive, produktive Narzissten in Führungspositionen dürfte es um die Innovationen von Produkten und Dienstleistungen in der Welt schlechter bestellt sein. Solche Menschen sind ´ein Teil des Motors´, der die Wirtschaft am Laufen hält. Narzissmus in der Persönlichkeit von Top-Managern ist aber immer eine Gratwanderung", da er krass in´s Negative umschlagen kann, fasst der Führungskräfte-Coach Dr. Michael Herner (Düsseldorf) das Ergebnis seiner Studien zusammen. [mehr...]
 

 

  09.10.2008
Aggressive Schüler dezimieren die Arbeitskraft von Lehrern
Bei einem Teil der älteren Lehrer bleibt eine hohe Arbeitskraft erhalten, bei einem anderen Teil sinkt sie rapide. Extrem große Unterschiede beobachtet eine Studie von Anja Philipp (Universität Freiburg) und Kollegen. Etwa hundert Lehrer wurden befragt; ein Fünftel gab an, die Arbeitsfähigkeit habe sich während der letzten zwölf Monate verschlechtert, ein anderes Fünftel berichtete im gleichen Zeitraum eine Verbesserung. [mehr...]
 

 

  08.10.2008
Rechenschwäche bei Vor- und Grundschul-Kindern: ein neues erfolgreiches Behandlungskonzept
So unterschiedlich die Ursachen einer Rechenschwäche sind, so differenziert muss das Unterrichts- und Therapiekonzept sein. Dr. Hendrik Simon (Universität Köln) hat ein solches entwickelt und über mehrere Jahre erprobt. Er repetiert mit den leistungsschwachen Kindern nicht den obligaten Stoff, sondern verbessert ihre Ressourcen. Das Konzept und dessen Anwendung beschreibt Simon in seinem Paperback "Interventionen bei Störungen des Erwerbs arithmetischer Konzepte." [mehr...]
 

 

  07.10.2008
Künstliche Ernährung für Schwerkranke und Alte auch künftig sicherstellen
Nach dem Willen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sollen kranke oder ältere Menschen, die keine Möglichkeit haben, sich auf normalem Wege ausreichend zu ernähren, künstliche (enterale) Ernährung, das heißt Sonden- und Trinknahrungen, zukünftig nicht mehr als Krankenkassenleistung erhalten. Sie sollen diese enterale Ernährung selbst bezahlen. Nach Auffassung des G-BA handelt sich hierbei um "Aufwendungen für den normalen Lebensunterhalt". Dies geht aus einer Stellungnahme des G-BA zum Entwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-OrgWG) hervor. [mehr...]
 

 

  04.10.2008
Change Management in Kommunalverwaltungen: „Weiche Faktoren“ als harte Stolpersteine
Wurde im Jahr 1998 in einer Zwischenbilanz des Deutschen Städtetages (DST) beklagt: „Verwaltungsmodernisierung: Warum so schwierig, warum so langsam?“, so gab es im Jahr 2001 dazu noch eine Fachkonferenz des DST, deren Ergebnisse unter dem Titel „Verwaltungsmodernisierung – Baustelle ohne Ende?“ zusammen gefasst wurden. Mittlerweile scheint es ruhiger geworden zu sein um die „Baustelle“ Verwaltungsmodernisierung in Deutschland, die Ende der Neunziger Jahre für viel Furore in den Kommunen und deren Gremien sorgte. Heute stehen aktuell andere Themen auf der Tagesordnung, von Präventionsmaßnahmen gegen den Klimawandel über die Auswirkungen der unterschiedlichen Finanzlagen der Kommunen bis hin zu den Folgen der Gesetzesveränderungen zur Kinderbetreuung. [mehr...]
 

 

  03.10.2008
Zeitenwende in der Pädagogik: mehr Autorität und Strenge
Der pädagogische Nachwuchs ist zunehmend besorgt, künftig im Unterricht nicht mehr "Herr der Lage" zu sein; daher wächst die Tendenz, den Schülern mit größerer Strenge zu begegnen. Dies ergab eine Studie von Dr. Rainer Krieger (Universität Gießen) mit Lehramtsstudierenden. [mehr...]
 

 

  02.10.2008
Optimale Moderationsmethode: SchülerInnen entwickeln Ideen zur Unterrichtsverbesserung
Die Moderationsmethode Metaplan wird in Unternehmen und Bildungseinrichtungen landauf, landab genutzt und gelobt. Doch sind Effekt und Effizienz belegbar? Dr. Alexander Schimansky (Berlin) hat die Technik erstmals wissenschaftlich untersucht. Sein Befund bestätigt die positive Einschätzung. [mehr...]
 

 

  01.10.2008
Traumatherapie: das Misstrauen der Patienten akzeptieren
Menschen mit Traumaerfahrungen sind häufig nicht in der Lage, Vertrauen aufzubauen. Das Misstrauen sollte in der therapeutischen Beziehung offen akzeptiert werden. Auf dieser Basis sind Behandlungsschritte möglich, die bei der Forderung von Vertrauen nicht umsetzbar wären, berichtet Diplom-Psychologin Claudia Fliß (Bremen) im neu veröffentlichten "Handbuch Trauma und Dissoziation". [mehr...]
 

 

  30.09.2008
Benachteiligte Jugendliche: Training für ein aktives, bewusstes Leben
Zunächst versammeln sich die Teilnehmer und bilden Zweiergruppen: Einer verbindet sich die Augen, der andere führt ihn wortlos und behutsam in den Seminarraum. Ein "Training zur bewussten und aktiven Gestaltung des eigenen Lebens" beginnt. Dr. Florian Löbermann hat es entwickelt und evaluiert - (nicht nur) für gering qualifizierte Jugendliche. Das Programm eignet sich für Schulen - und für die Anwendung nach einem unbefriedigenden Schulabschluss. [mehr...]
 

 

  29.09.2008
Herztransplantation bei Kindern: Ungereimtes in der Sozialbürokratie
Familien mit chronisch schwerkranken Kindern benötigen Sozialleistungen unterschiedlichster Art. "Erst-Anträge werden scheinbar generell abgelehnt... Ich habe unendlich viel Kraft damit verschwendet, mich mit Krankenkassen und Behörden um Hilfe zu streiten - Kraft, die ich lieber in meine Kinder oder in meine Ehe investiert hätte", berichtet Annett Pöpplein, Mutter eines herztransplantierten Kindes, in einem neu veröffentlichten Ratgeber. [mehr...]
 

 

  23.09.2008
Bronchialkarzinom: nach der Rehabilitation oft wieder arbeitsfähig
Jährlich erkranken etwa 32.000 Patienten in Deutschland an einem Bronchialkarzinom. Ab etwa 2010 kommen häufige bösartige Tumore des Brustraums (malignes Pleuramesotheliom) hinzu - als langgfristige Folge von Asbestkontakten. Die Mehrheit der Patienten benötigt eine außerordentlich belastende Kombinationsbehandlung - Operation, Bestrahlung, Chemotherapie. Dennoch sind Verbesserungen der Lebensqualität und eine anspruchsvolle Rehabilitation möglich - oft verbunden mit einer Rückkehr in das Berufsleben, berichtet Dr. Ulf Seifart (Bad Soden) in einer Studie. [mehr...]
 

 

  22.09.2008
Selbsthilfe bei Depression: Sport, Konzentrationsübungen - und vieles mehr
Depression: Betroffene benötigen häufig eine Therapie; doch immer können sie selbst viel tun, um ihre Krankheit in Schach zu halten. Dr. Nicolas Hoffmann und Dr. Birgit Hofmann, Psychotherapeuten in Berlin, geben in ihrem Ratgeber-Buch praktische, konkrete Tipps - zum Beispiel: Wer von deprimierenden Grübeleien gefangen gehalten wird, kann sich befreien, indem er aufsteht und sich intensiv bewegt; Gehen, Laufen, Sport, Gymnastik können zu Gelassenheit oder Optimismus führen. [mehr...]
 

 

  18.09.2008
Mittelstand: hohe Bereitschaft, für "gesundes" Arbeitsmaterial einen höheren Preis zu zahlen
Mittelständische Unternehmen sind meist daran interessiert, Materialien und Geräte zu verwenden, die die Gesundheit der Mitarbeiter und die Umwelt schonen. Die entsprechende Motivation und Sensibilität ist gegenüber früheren Jahren deutlich gestiegen, ermittelte der Wirtschaftspsychologe Dr. Björn Krämer (Bochum) in einer Studie. [mehr...]
 

 

  17.09.2008
Pflegenotstand häufig auf Organisationsmängel zurückzuführen
Pflegende können auch bei hohen Anforderungen qualifizierte Arbeit leisten und mit ihrem Beruf zufrieden sein. Entscheidende Voraussetzung ist eine klug und fair organisierte Station. Die meisten Probleme mit Effizienz, Arbeitsmotivation und eigener Gesundheit erleben Pflegende in ungünstig organisierten Einheiten, stellten die Arbeitspsychologen Dr. Nicole Stab und Professor Dr. Winfried Hacker (Dresden) in einer Studie in sächsischen Kliniken fest. [mehr...]
 

 

  16.09.2008
Wirtschaftspsychologie: Inder planen meist kollektivistisch, Deutsche individualistisch
Inder können relativ viel Unbestimmtheit hinnehmen - ohne das Bedürfnis, einen konkreten Plan zu generieren. Die Toleranz gegenüber Ungewissheit und Dissonanz ist wesentlich stärker ausgeprägt als in Europa, beschreibt Dominik Güss in seiner Studie "Planen und Kultur?" In einem Vergleich zwischen Indern, Brasilianern und Deutschen veranschaulicht der Psychologe, wie stark Planen und Entscheiden von kulturellen Einflüssen geprägt werden. [mehr...]
 

 

  05.09.2008
Verhaltenstherapie: mit Entspannungsverfahren die Wirkung verstärken
Die "vorherrschend institutionalisierte Verhaltenstherapie im deutschsprachigen Raum" zeigt häufig ein relativ "armes Verständnis verhaltenstherapeutischer Funktionen und Formen von Entspannung", kritisiert Wolf-Ulrich Scholz in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Entspannungsverfahren" (Nr. 25). Dem stellt der Psychologe und Pädagoge reichhaltige Entspannungskonzepte in der modernen Verhaltenstherapie gegenüber. [mehr...]
 

 

  04.09.2008
Innovation und Qualitätssicherung im Altenheim
Im Alter ins Heim will eigentlich keiner - trotzdem erweist sich die stationäre Altenhilfe zurzeit als stark wachsender Sektor der Gesundheitswirtschaft, der auch in den nächsten Jahrzehnten große Bedeutung haben wird. Die Branche muss sich jedoch wegen des zunehmenden Versorgungsbedarfs und ungelöster Personalprobleme schwierigen Herausforderungen stellen. Das zeigen aktuelle Untersuchungen des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen zur Situation der stationären Altenhilfe in Deutschland. Neben politischen und wissenschaftlichen Anstrengungen ist insbesondere auch die Initiative der Träger gefragt, innovative Entwicklungsprojekte können Vorbild sein. [mehr...]
 

 

  03.09.2008
Säkularisierte protestantischen Arbeitsethik: folgenreiche "Anleitung" zum Herzinfarkt 
Vertreter der säkularisierten protestantischen Arbeitsethik gehen überdurchschnittliche gesundheitliche Risiken ein: Herzerkrankungen bishin zum Infarkt sind häufig, ergab eine Studie des Psychologen Dr. Göran Hajek (Berlin). [mehr...]
 

 

  02.09.2008
Alkoholabhängigkeit: mit Tageskliniken Therapiemotivation und Erfolge verbessern
Auch sozial und beruflich beeinträchtigte Alkohol- bzw. Medikamentenabhängige können nach einer initialen Stabilisierungstherapie tagesklinisch weiterbehandelt werden. Die Erfolge sind einer stationären Therapie ebenbürtig, stellte Dr. Martina Tebar in einer Vergleichsstudie in Stuttgart fest. [mehr...]
 

 

  01.09.2008
Lungenkrankheiten: Diagnostik durch Analyse des Atemkondensats verbessern und vereinfachen
Das Atemkondensat liefert mehr Informationen aus der Lunge als bisher angenommen. "Der ph-Wert im Atemkondensat charakterisiert das akute Entzündungsgeschehen und korreliert sowohl mit den im Kondensat gefundenen Interleukin-Werten als auch mit klinischen Scores der Lungenschädigung", stellte Privatdozent Dr. Christian Geßner (Universitätsklinik Leipzig) fest. [mehr...]
 

 

  29.08.2008
Verhaltenstherapie: Ergebnisse durch biografische und systemische Reflexion verbessern
Die Verhaltenstherapie entwickelt sich kontinuierlich weiter: Dr. Gerhard Zarbock (Hamburg) integriert Lebensgeschichte und aktuelle Lebenskontexte der Patienten in das Störungsverständnis und die Behandlung. Sein "Praxisbuch" beschreibt detailliert "Grundlagen und Anwendungen biografisch-systemischer Verhaltenstherapie" (BSVT). [mehr...]
 

 

  28.08.2008
Jahrestagung Rehabilitationspsychologie: Belastung, Stress, Burnout -Therapie und Prävention
Berufliche Belastungen sind während der letzten Jahre durch Arbeitsverdichtung gestiegen. Gleichzeitig haben sich Rahmenbedingungen der Arbeit verschlechtert - durch Befristung von Beschäftigungsverträgen, durch Flexibilisierung und Strukturveränderungen. Relevante Konsequenzen dieser Entwicklung behandelt die 27. Jahrestagung "Klinische Psychologie in der Rehabilitation" (21. bis 23. November in Erkner (bei Berlin)). [mehr...]
 

 

  27.08.2008
ADHS, Tic und Zwang im Spiegel von Gesellschaft und Forschung
ADHS, Zwangsstörung und Tourette-Syndrom treten häufig kombiniert auf. Eine Tagung in der Medizinischen Hochschule Hannover bietet einen Überblick über Klinik, Pathologie und Therapie aller drei Erkrankungen. Experten aus Medizin, Psychologie und Selbsthilfeorganisationen informieren vom 9. bis 11. Oktober über aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft und Praxis. [mehr...]
 

 

  27.08.2008
Praktiker bestätigen: Einsatz von EMDR muss gut vorbereitet sein
"Dass der Einsatz von EMDR viel mehr vorbereitet werden muss, um bei Klienten keinen Schaden anzurichten", bestätigt ein Absolvent des Hamburger Curriculums Psychotraumatherapie. Eine fokussierte Traumaverarbeitung - mit oder ohne EMDR - kann retraumatisierend wirken, wenn sie nicht mit anderen Verfahren kombiniert und integriert wird. [mehr...]
 

 

  26.08.2008
Symposium: Nierenersatzverfahren in der Intensivstation
Nephrologen, Intensivmediziner und Pflegende im Universitätsklinikum Ulm bieten am 11. Oktober ein Symposium an: "Aktuelle Aspekte der apparativen Organersatztherapie auf Intensivstationen". [mehr...]
 

 

  25.08.2008
Viagra: Günstige Wirkungen bei Koronarer Herzkrankheit
Bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit bewirkt Sildenafil (Viagra) eine Zunahme der postischämischen Kapillardurchblutung. "Dies zeigt, dass Sildenafil nicht nur zu einer lokalen Relaxation des Corpus cavernosum, sondern auch zu einer Verbesserung der kutanen Mikrozirkulation, also einem systemischen Effekt führt", berichten Prof. Dr. J. W. Park (Hoyerswerda) und Kollegen in einer Studie. [mehr...]
 

 

  21.8.2008
ALPHA-Kongress 29./30. August in Greifswald: Leitlinien zur Lagerung und zur nichtinvasiven Beatmung 
In Aufwachräumen und Intensivstationen verlieren Patienten weitgehend ihre Privatsphären und werden optisch, akustisch, olfaktorisch beeinträchtigt. Dr. Ulrich Blumenthal stellt während des 6. Greifswalder Sommersymposiums ALPHA eine "Patientenbox" vor, die den Kranken weitgehend schützen soll. [mehr...]
 

 

  21.08.2008
Altenpflege: in wohnlicher Atmosphäre sind Senioren selbständiger und schlafen besser
Sollten Demenzpatienten in speziellen Altenheimen oder gemeinsam mit anderen Senioren betreut werden? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. "Offenbar ist nicht die organisatorische Form entscheidend, sondern die Qualität der Pflege und Betreuung", dokumentieren Lieselotte und Wolfram Boucsein (Universität Wuppertal) in ihrem aktuellen Handbuch "Qualitätssicherung in der stationären Altenpflege unter besonderer Berücksichtigung demenziell veränderter Bewohner". [mehr...]
 

 

  19.08.2008
Leere Kirchen - doch Religiosität bleibt lebensnotwendig 
Herkömmliche Religionen verlieren an Einfluss. Religiosität bleibt jedoch ein wichtiger Bestandteil individueller Selbst- und Weltinterpretation, analysiert Professor Dr. Hans-Joachim Busch (Frankfurt/M.). "Auch der rationale Alltag der fortschreitenden Moderne ist von den Individuen nicht ohne Bewährungsmythen, Rituale und transzendente Sinnressourcen zu bewältigen." [mehr...]
 

 

  18.08.2008
Kindesmisshandlung und Vernachlässigung: Symposium diskutiert Prophylaxe, Bewältigung und Therapie
Kindesmisshandlung und Vernachlässigung: Verschiedenste Professionen sind in die Prophylaxe, Bewältigung und Therapie involviert. Juristen, Ärzte, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Lehrer arbeiten oft unkoordiniert nebeneinander - und gelegentlich gegeneinander. Eine interdisziplinäre Tagung in Göttingen (25. bis 27. September) reflektiert, welche Unterschiede bestehen, was die einzelnen Professionen leisten können und wie weit eine Koordination möglich ist. [mehr...]
 

 

  15.08.2008
Wirtschaftspsychologie: Profitbasierte Vergütungssysteme für Manager kontraproduktiv
"Pay-for-Performance"-Vergütungssysteme machen das Einkommen des Managers vom aktuellen Profit der Firma abhängig. Dres. Katja Rost und Margit Osterloh (Universität Zürich) belegen anhand von Studien: Derartige Leistungsanreize kommen dem Unternehmen kaum zugute, sie sind eher kontraproduktiv. [mehr...]
 

 

  14.08.2008
Wirtschaftspsychologie: Fairness fördert die Innovationsbereitschaft
In Unternehmen mit einer hohen Fairness-Kultur und optimalen Handlungsspielräumen sind MitarbeiterInnen häufiger bereit, Verbesserungen anzuregen und zu realisieren. Dies ergab eine repräsentative Befragung bei 7500 ArbeitnehmerInnen in 19 EU-Mitgliedsländern. Etwa zwei Drittel der Berufstätigen in Deutschland bringen pro Jahr einen Verbesserungsvorschlag ein. [mehr...]
 

 

  13.08.2008
Traumatherapie: Gute Ergebnisse mit imaginativen Verfahren
"Imaginative Verfahren sind innerhalb der letzten 20 Jahre zu einem wesentlich tragenden Pfeiler von Psychotrauma-Therapien geworden", berichtet Dr. Helmut Rießbeck (Schwabach). Er beschreibt, "wie Katathym Imaginative Verfahren den Ansatz der Ego-State-Therapie und das EMDR integrieren können, um auf die Belange komplex traumatisierter Patienten multidimensional einzugehen." [mehr...]
 

 

  09.08.2008
Personalführung per Email: Autokratische Strukturen können stabilisiert oder aufgelöst werden
Immer häufiger kommunizieren Chefs mit ihren Mitarbeitern per Email. Dies bietet zusätzliche Möglichkeiten, den persönlichen Abstand zu vergrößern und autoritäre Ansprüche zu exekutieren. Anderseits bietet die online-Kommunikation Chancen, einen kontinuierlichen Informationsstand und Kontakt in der Arbeitsgruppe zu sichern und damit einen kollegialen, produktiven Leitungsstil auch unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten, analysiert Dr. Stefan Seltmann (Universität Siegen) in einer aktuellen Studie. [mehr...]
 

 

  09.08.2008
Depression: die Psychotherapie mit Sozialarbeit ergänzen
Soziotherapeutische Maßnahmen sind in der Behandlung Depressiver häufig essentiell. Die Sozialarbeit sollte bereits vor einer stationären Aufnahme einsetzen, fordern Professor Dr. Manfred Wolfersdorf und Dr. Andrea Heindl (Bayreuth) in ihrem aktuellen Therapieleitfaden. Die Ärzte sehen in der Sozialarbeit wesentliche Beiträge zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. [mehr...]
 

 

  08.08.2008
Akutes Koronarsyndrom: präklinisches und klinisches Management
"Die Hemmung der Thrombozyten-Aktivierung an der geschädigten Koronarplaque ist das Ziel therapeutischer Strategien bei der Behandlung des akuten Koronarsyndroms. Diese senkt die ... ischämischen Komplikationen. Unter dieser Antiaggregationstherapie kann aber auch eine akute Thrombozytopenie als ernsthafte Komplikation auftreten", warnen Dres. S.M. Said und R. Prondzinsky (Merseburg) in der aktuellen Ausgabe von "Intensiv- und Notbehandlung" (Nr. 2/2008). [mehr...]
 

 

  07.08.2008
Eltern prägen die Religiosität ihrer Kinder nachhaltig
Aus religiösen Familien gehen häufig religiöse oder areligiöse Kinder hervor, seltener Kinder mit einer "mittleren" Einstellung zur Religion, berichten Professorin Dr. Brigitta Rollett und Dr. Marion Herle (Wien). [mehr...]
 

 

  07.08.2008
Negative Kindheitserinnerungen reaktivieren und bearbeiten
Negative Emotionen aus der Kindheit bleiben häufig auch im Erwachsenen-Alter unreflektiert und entwickeln zerstörerische Kräfte. Die "frühen Gefühle" sollten reaktiviert und einer Bearbeitung zugänglich gemacht werden, empfiehlt Barbara Rabaioli-Fischer (München) in ihrem aktuellen Therapiemanual.  [mehr...]
 

 

  07.08.2008
Architekturpsychologie: Grüne Farbe schwächt akustische Belastungen ab
Mit architekturpsychologischem Wissen lassen sich Gebäude und Räume wesentlich optimieren: mehr Wohlgefühl in Wohnungen, höhere Arbeitsproduktivität in Büros, Fabriken und Schulen, mehr therapeutische Effizienz in Kliniken. Die Möglichkeiten beschreiben Prof. Dr. Peter G. Richter und KollegInnen (TU Dresden) in ihrem Bestseller "Architekturpsychologie"; alle Kapitel wurden überarbeitet und mit aktuellen Informationen ergänzt; die neue (dritte) Auflage ist jetzt erschienen. [mehr...]
 

 

  06.08.2008
Krippenkinder: defizitäre Entwicklung, höheres Kriminalitätsrisiko
"Die kontinuierliche Anwesenheit der Mutter ist bei Kleinkindern für die Bildung von Empathie und Urvertrauen notwendig. Die Abwesenheit kann zu Defiziten führen - u.U. zu späteren kriminellen Entwicklungen. Die immer häufigere Abwesenheit von Müttern lässt die Kriminalität seit Jahrzehnten steigen", diagnostiziert der Kölner Psychiater Professor Dr. Wolfgang de Boor in seinem Sachbuch "Kinderkriminalität". [mehr...]
 

 

  06.08.2008
Kommunikation zwischen Arzt und Patient: häufig mangelhaft und folgenschwer
Bis zu 50% der Behandlungen werden von Patienten abgebrochen. Ein Drittel der verordneten Medikamente wird nicht eingenommen. Die Verständigung zwischen Ärzten und Patienten ist häufig mangelhaft. "Maßgeblich zur Verbesserung der Compliance trägt die positive Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung bei", schreibt Dr. Kerstin Seliger in dem aktuellen Lehrbuch "Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis". [mehr...]
 

 

  06.08.2008
Assessment Center: Anforderungsmerkmale häufig illusorisch
Nach misslungenen Innovationsprozessen in Unternehmen wird oft neues Personal für "neue Zukunftsanforderungen" gesucht - und soll per Assessment Center identifiziert werden. Die gewünschten Persönlichkeitsmerkmale bleiben jedoch vage, und damit verliert das Assessment Center letztlich seinen Aussagewert, warnt der HR-Experte Rainer Neubauer in einer Studie. [mehr...]
 

 

  06.08.2008
Schizoide Kinder erfolgreich mit Tagträumen therapieren
"Allgemeine gesellschaftliche Wandlungen in Richtung einer Schizoidisierung" diagnostiziert der Psychoanalytiker Günther Horn. Die wichtigsten Symptome sind Kontaktschwäche, Misstrauen, Unberechenbarkeit, fehlende Geborgenheit. [mehr...]
 

 

  05.08.2008
Wie Grundschulkinder sich Gott vorstellen: der gütige Beschützer - nicht der angstmachende Richter
Wie "sehen" Grundschulkinder Gott? Dr. Johannes Bach (Universität Augsburg) analysierte Gottesbilder in mehreren Schuljahren und beobachtete eine durchgängige Konstante: "Die überwiegend positiven Gesichtsausdrücke weisen auf eine positive Emotionalität hin. Düstere, angstmachende und legalistische Gottesbilder haben an Bedeutung verloren." Meist wird Gott anthropomorph dargestellt - als Mann. [mehr...]
 

 

  04.08.2008
Verfassungsrichter Winfried Hassemer warnt vor "maßlosen Forderungen" der Kriminalpolitik
Die Kriminalitätsfurcht ist in Deutschland wesentlich stärker ausgeprägt als die reale Kriminalitätsbedrohung. Politik und Justiz tendieren häufig dazu, sich am Level der Furcht und nicht an den realen Kriminalitätsrisiken zu orientieren, warnt Professor Dr. Winfried Hassemer, der bisherige Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts. [mehr...]
 

 

  04.08.2008
Bisheriger Vizepräsident Hassemer verabschiedet
Köhler ernennt Voßkuhle zum Verfassungsrichter
Bundespräsident Horst Köhler hat den Freiburger Juraprofessor Andreas Voßkuhle zum Bundesverfassungsrichter ernannt. Der 44-Jährige wurde Nachfolger des ausscheidenden Vizepräsidenten Winfried Hassemer und wird in zwei Jahren voraussichtlich Präsident des höchsten deutschen Gerichts. Jetzt müsse "aus dem erfolgreichen Hochschullehrer ein umsichtiger Richter werden", sagte Köhler bei der Überreichung der Ernennungsurkunde im Berliner Schloss Bellevue. Voßkuhle war am 25. April vom Bundesrat gewählt worden. [mehr...]
 

 

  02.08.2008
Assessment Center: Zügige Bewertungen sind oft die schlechtesten
Nachdem sich die Kandidaten im Assessment Center präsentiert haben, diskutieren und urteilen die Beobachter; diese Phase wird häufig rigoros gekürzt und durch eine schlichte Mehrheitsentscheidung beendet. Daraus resultieren häufig zweitklassige Ergebnisse, kritisiert der prominente Unternehmensberater Rainer Neubauer (München). [mehr...]
 

 

  01.08.2008
Elternarbeit in bildungsfernen Schichten: Der Empowerment-Ansatz bietet optimale Ergebnisse
Sozial benachteiligte Eltern nutzen fast nie traditionell-professionellen Rat. Daher bleibt die Erziehungskompetenz oft unzulänglich - mit verheerenden Folgen für die ganze Familie. Im Projekt "Eltern-AG" finden Fachleute Zugang zu bildungsfernen Problemgruppen. Professor Dr. Meinrad Armbruster und Dr. Susanne Schlabs (Hochschule Magdeburg-Stendahl) beschreiben die überzeugenden Erfolge der "Eltern-AG" (in "Kindesmisshandlung und -vernachlässigung", Nr. 1/2008). [mehr...]
 

 

  31.07.2008
Seniorenakademie am Seilersee: Kunst, Architektur, Geschichte, Germanistik
Die Business and Information Technology School (BiTS) in Iserlohn bietet erstmalig ein zweiwöchiges Seniorenstudium für die Altersgruppe Ü60 an. [mehr...]
 

 

  19.07.2008
3. Fachtagung „Regionale Gesundheitsversorgung gestalten“
Die GenoPortal -- eine Initiative des Genossenschaftsverband Frankfurt e.V.--veranstaltet gemeinsam mit der Andramedos eG am 26.11.2008 in Neu-Isenburg die 3. Fachtagung „Regionale Gesundheitsversorgung gestalten“. [mehr...]
 

 

  19.07.2008
Regionale Energiewirtschaft
Die GenoPortal -- eine Initiative des Genossenschaftsverband Frankfurt e.V. -- veranstaltet am 22.10.2008 die 1. Fachtagung „Regionale Energieversorgung gestalten“ in Neu-Isenburg. [mehr...]
 

 

  19.07.2008
Folter in der Türkei: lebenslange Leiden der Opfer im westeuropäischen Asyl
Folter politischer Gefangener in der Türkei: Die Traumata wirken psychisch und physisch lebenslang, auch nach der Flucht in westeuropäisches Ausland. Emilio Modena, Psychotherapeut in Zürich, hat fünf Betroffene über lange Zeit betreut - bis zu ihrer Berentung. Unter dem Titel "Invalidisierung der Revolutionäre" zeichnet er die Analyse sozial hoch engagierter - und am Ende scheiternder Patienten nach. [mehr...]
 

 

  17.07.2008
Begabtendiagnostik: "Psychology Science Quarterly" bietet einen aktuellen Überblick
Nachdem die Begabtenförderung den Status eines offiziellen Bildungsziels der Vereinten Nationen erhalten hat, suchen bereits 38 der 192 Mitgliedsstaaten gezielt nach hochbegabten Schülern in ihrem Land. [mehr...]
 

 

  16.07.2008
Angebliches Krebs-Medikament: teuer, nutzlos, reiner Betrug
Mehr als 130 Schwerstkranke wurde im Skandal um das angebliche Krebswundermittel Galavit ihr letztes Geld abgeknöpft. Die Täter müssen dafür nun ins Gefängnis. [mehr...]
 

 

  15.07.2008
Brüder missbrauchen ihre jüngeren Schwestern: Geschwisterinzest häufiger als angenommen
Die Dunkelziffer ist hoch; Fachleute schätzen: Mindestens zehn Prozent der Mädchen werden von (meist älteren) Brüdern sexuell missbraucht. Machtorientierung steht dabei im Vordergrund, Sexualität im Hintergrund. Dr. Esther Klees (Universität Bielefeld) hat erstmals in Deutschland die Problematik in einer qualitativen Studie untersucht. [mehr...]
 

 

  14.07.2008
Dominanz wird bei Ärztinnen abgelehnt, bei Ärzten jedoch akzeptiert 
"Trifft eine Ärztin auf einen Patienten, treten medizinische Aspekte in den Hintergrund, und psychosoziale Fragen dominieren den Gesprächsinhalt. Ärztinnen zeigen eher ein partnerschaftliches Verhalten und Anteilnahme. In einer Studie dauerte der Patientenkontakt bei Ärztinnen durchschnittlich zwei Minuten länger als bei ihren männlichen Kollegen", berichtet Dr. Oliver Decker, Medizinpsychologe in der Universität Leipzig. [mehr...]
 

 

  11.07.2008
Wirtschaftspsychologie: Weibliche Führungskräfte im Akzeptanzkonflikt
Weibliche Führungskräfte arbeiten häufig im Zwiespalt: Von ihnen wird eine maskulin geprägte Dominanz erwartet - und gleichzeitig eine feminine Freundlichkeit. Für Männer in Leitungspositionen ist die Situation einfacher: Status- und Geschlechtsrolle stimmen miteinander überein. Die Professoren Dr. Ursula Athenstaedt und Dr. Gerold Mikula (Graz) berichten über die Problematik in der Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie". [mehr...]
 

 

  09.07.2008
Tumorerkrankung: Frauen kritisieren mangelnde emotionale Unterstützung bei Ärzten
Während und nach einer Tumorerkrankung bemühen sich Frauen intensiv um soziale Unterstützung; bei Männern ist dieses Bedürfnis weniger ausgeprägt, berichtet Professorin Dr. Dr. Mechthild Neises (Medizinische Hochschule Hannover). Patientinnen nehmen häufiger an psychoedukativen Gruppengesprächen teil als Patienten, obwohl ein Nutzen für Angehörige beider Geschlechter offensichtlich ist. [mehr...]
 

 

  09.06.2008
Qualitative Forschung: Das Interesse steigt 
4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung in Berlin: Mehr als 40 Expertinnen und Experten aus dem deutschsprachigen Raum vermittelten lebendig und praxisnah in kleinen Forschungswerkstätten und Workshops qualitative Forschungsmethoden, diskutierten in Plenarveranstaltungen Fragen der Zukunft qualitativer Forschung und debattierten Möglichkeiten der Kombination von qualitativer und quantitativer Forschung. Im Rahmen von zentralen Foyersveranstaltungen konnten sich die 450 Teilnehmenden zudem über Angebote und Ressourcen qualitativer Forschung informieren. [mehr...]
 

 

  08.07.2008
Stärken und Schwächen
Sie trinkt in Maßen, er in Massen; sie geht zum Arzt, er hält sich für unverwundbar – eine Bilanz des Gesundheitsverhaltens beider Geschlechter. [mehr...]
 

 

  07.07.2008
Schlüsselkompetenzen bei Auszubildenden analysieren und fördern
Fachkräfte im gewerblich-technischen Bereich stehen vor hohen Anforderungen. Im Rahmen einer professionellen Personalentwicklung wird versucht, schon bei Auszubildenden die Schlüsselkompetenzen zu fördern. Grundlage hierfür sollten stets empirische Anforderungs- und Bedarfsanalysen sein, die aufzeigen, wo genau Fördermaßnahmen nötig sind. Im Unterschied zum kaufmännischen Bereich wurde der gewerblich-technische Bereich in dieser Hinsicht bislang vernachlässigt. [mehr...]
 

 

  07.07.2008
GleichMut, Lyrikband von Christoph Katz: "Wer sich hier nicht berühren lässt, hat keine Seele"
Dichten und Therapieren sind kompatible Welten. Dr. Christoph Katz, Gynäkologe und Psychotherapeut, belegt es mit seinem neuen Gedichtband "GleichMut". Die Texte aus der Klinik sind die besten, urteilt Miriam Salomon in ihrer Rezension: "szenisch eng, prägnant, dicht, nachvollziehbar. Wer sich hier nicht berühren lässt, hat keine Seele." [mehr...]
 

 

  06.07.2008
Brisantes Konfliktpotential zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei
Bei Untersuchungen der Organisierten Kriminalität ist die Staatsanwaltschaft gegenüber der Kriminalpolizei weisungsbefugt. Dieses hierarchische Gefälle kann zu brisanten Spannungen zwischen den Ermittlern führen - bishin zum Boykott und zur Informationszurückhaltung. [mehr...]
 

 

  05.07.2008
Alkoholiker am Arbeitsplatz: viele Unfälle, wenig Leistung, selten Therapie
Alkoholkranke fehlen etwa 16mal häufiger am Arbeitsplatz als Gesunde. Die Unfallhäufigkeit ist verdrei- bis verfünffacht. Dennoch nehmen nur etwa zehn Prozent der Betroffenen therapeutische Hilfe in Anspruch. Daher sollten Vorgesetzte und andere Verantwortliche verstärkt auf die Problematik achten und eine Rehabilitation anstreben, fordern Privatdozent Dr. Stephan Mühlig (Berlin) und Prof. Dr. Jürgen Hoyer (Dresden). [mehr...]
 

 

  04.07.2008
Serumwerk Bernburg: wachsendes Volumen für Volumen-Ersatzmittel
Das Serumwerk Bernburg hat in Anwesenheit von Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer eine neue Syntheseanlage eröffnet. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 10 Millionen Euro. Die neu geschaffene Kapazität ermöglicht aktuell die Produktion von 150 zusätzlichen Jahrestonnen Hydroxyethylstärke (HES); im gleichen Gebäude ist eine weitere Kapazitätserweiterung um nochmals 150 Tonnen möglich. In der Anlage wird Kartoffelstärke zu HES verarbeitet, die u. a. für die Herstellung des Volumenersatzmittels Vitafusal verwendet wird; Volumenersatzmittel werden bei starken Blutverlusten in Kliniken und der Notfallmedizin eingesetzt. [mehr...]
 

 

  04.07.2008
Depression: Medikamente überschätzt, Psychotherapie zu kurz, Chronifizierung häufig
Wer langfristig depressive Patienten behandelt, kennt die "Schwierigkeiten, derartige Verläufe akzeptieren zu können und trotzdem nicht in Resignation zu verfallen. Wie oft ertappt man sich dabei, dass man dem Patienten in seiner depressiven Hoffnungslosigkeit zustimmt, wie oft bejaht man Trennungsfantasien von Partnern ..." Vor dem Hintergrund derartiger eigener Erfahrungen haben Prof. Dr. Manfred Wolfersdorf und Dr. Andrea Heindl ihren psychotherapeutischen Erfahrungsbericht geschrieben: "Chronische Depression, Grundlagen, Erfahrungen, Empfehlungen". [mehr...]
 

 

  03.07.2008
Benachteiligte Grundschul-Kinder: Studierende übernehmen persönliche Patenschaften
Studierende in Essen wurden in vertrauensvollen Beziehungen "Paten" benachteiligter Grundschulkinder. Zum Ende des ersten Projektjahrs zieht Prof. Dr. Gisela Steins eine positive Bilanz: Die Beziehungsarbeit erweitert bei den Kindern das Selbstkonzept und bereichert bei den Studierenden das professionelle Wissen. Die Psychologin fordert, derartige Patenschaften unter fachlicher Anleitung bundesweit zu organisieren. [mehr...]
 

 

  02.07.2008
Wertewandel in der Gesellschaft: immer häufiger Abschied vom Konsum - und Suche nach Sinn
Einen Wertewandel in Deutschland diagnostiziert Prof. Dr. Horst W. Opaschowski (Hamburg) in einer Studie: Das Zeitalter des Individualismus der 80er und 90er Jahre scheint sich dem Ende zuzuneigen; die Ellenbogenmentalität scheint von einer Verantwortungsgesellschaft zurückgedrängt zu werden. [mehr...]
 

 

  01.07.2008
Wirtschaftspsychologie: Unternehmen mit einer gerechten Personalführung sind wirtschaftlich erfolgreich
Arbeitnehmer in Deutschland sehen in ihren Betrieben ein hohes Maß an formal-prozeduraler Gerechtigkeit; auch Frauen, Migranten und Ältere fühlen sich kaum benachteiligt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, über die Professor Dr. Lorenz Fischer und Kollegen in der aktuellen Ausgabe "Wirtschaftspsychologie" berichten. [mehr...]
 

 

  30.06.2008
Bewusstseinsstörungen: mit der Evolution wächst die Herausforderung
Die Evolution steigert Komplexität und Flexibilität. "Aus der inflexiblen Naturgesetzlichkeit des anorganischen physikochemischen Bereiches entwickelt sich Leben, aus reflexhaft oder instinkthaft reagierenden tierischen Lebewesen menschliches Denken, Zweifeln und erinnerndes, imaginatives, reflexives Bewusstsein." Der Komplexität des Bewusstseins entspricht seine Diagnostik. PD Dr. Johann Friedrich Spittler (Bochum) belegt dies anhand von 300 akuten organischen Psychosen (von Durchgangssyndrom bis Koma). [mehr...]
 

 

  27.06.2008
Schizophrenie: Tagebuch mit tödlichem Ausgang
"Wenn das Ich und seine Welt brüchig sind und zerfallen, gelingt auch das Denken als kohärenzstiftender Rettungsversuch nicht. Stattdessen geraten Denken, Vorstellen, Imaginieren, Phantasieren, Wahrnehmung durcheinander - Panik ist der dominierende Affekt in solchem Chaos. Der Mensch tritt aus dem gewöhnlich-alltäglichen, scheinbar selbstverständlichen Realitätsbezug aus: ist weder tot noch lebendig, außerhalb von Zeit und Ort." Szenario eines Schizophrenen. Sein Tagebuch, 2000 Seiten, hat Dr. Vera Luif analysiert. [mehr...]
 

 

  27.06.2008
Umweltpsychologie: Energiesparen im Fleischerladen
Mit technischen Innovationen könnten die meisten mittelständischen Betriebe große Mengen Energie und Kosten sparen. Doch meist fehlen Knowhow und Beratung. Eine zielführende Kooperation zwischen Mittelständlern und Energielieferanten könnte das Problem lösen, fordern Wissenschaftlerinnen des Fraunhofer-Instituts Karlsruhe. [mehr...]
 

 

  26.06.2008
Fußballkult als Lebensersatz
Der Fußballkult eignet sich dazu, fehlende lebenswichtige Realität zu ersetzen. Etwa: Bei einem Zerfall des Sozialen und einer Atomisierung der Gesellschaft können sich Menschen als Masse im Stadion oder vor der Public Viewing-Leinwand der Illusion einer Gemeinschaft hingeben. Damit liefert das Fußballereignis "einen fragwürdigen Ersatz für wirklichen, durch gemeinsame solidarische Anstrengung erzeugten sozialen Zusammenhalt", kommentiert Prof. Dr. Gerhard Vinnai, analytischer Sozialpsychologe an der Universität Bremen. [mehr...]
 

 

  26.06.2008
Sonderschule: Kinder sollten nicht genötigt werden, sondern ihre Ressourcen weiterentwickeln
Die aktuellen Förderpläne für Sonderschulen orientieren sich in erster Linie daran, dass Kinder "die ihnen aufgenötigten Entwicklungen vollziehen" werden. Damit ist ein Misserfolg vorprogrammiert. "Wird aber die Kategorie des Bedürfnisses ernst genommen, kann die Planung nur vom Standpunkt des Kindes aus gelingen", fordert Professor Dr. Karl Dieter Schuck (Institut für Behindertenpädagogik, Hamburg). [mehr...]
 

 

  26.06.2008
Doping ist überflüssig und durch mentales Training ersetzbar 
Doping ist durch ein nebenwirkungsfreies Mittel ersetzbar: Mentale Interventionen können zu herausragenden, vergleichbaren Leistungssteigerungen führen, berichtet Privatdozent Dr. Rolf Frester (Universität Leipzig). Allerdings besitzen nur wenige Experten das optimale Knowhow. [mehr...]
 

 

  20.06.2008
Krebs: früher erkennen, erfolgreich behandeln, Kosten sparen
Mehr als 12 Milliarden Euro jährlich kostet die Krebs-Behandlung in Deutschland. Die zusätzlichen, mittelbaren Kosten liegen weit über 12 Milliarden Euro. Daher ist auch aus volkswirtschaftlichen Gründen eine Weiterentwicklung der präsymptomatischen Tumordiagnostik notwendig, kalkuliert der Gesundheitsökonom Dr. Hans-Helmut König (Universität Leipzig). Die Forschung in Hochschulen und Unternehmen steht vor komplexen Herausforderungen. [mehr...]
 

 

  20.06.2008
Lese- und Rechtschreibschwäche kann zu schweren psychischen und sozialen Problemen führen
Neuropsychologische Primärstörungen können zur Lese- und Rechtschreib- Schwäche führen. Wird dieser Leistungsmangel nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, reagieren Kinder häufig mit seelischen Belastungen und Fehlverhalten. Dipl.-Psych. Wolfgang Beckenbach (Heidelberg) macht auf eine häufig verkannte, folgenreiche Problematik aufmerksam. [mehr...]
 

 

  17.06.2008
Traumatherapie: Die Konfrontation mit dem Traumaaereignis des Patienten verletzt den Therapeuten fast nie
Die Mehrheit der Traumatherapeuten hält es für wichtig, mit dem Patienten das Traumaereignis durchzuarbeiten. Diese Konfrontation als solche belastet Therapeuten häufig, traumatisiert sie jedoch fast nie. Allerdings: Wenn eine Durcharbeitung nicht gelingt, erleben Therapeuten u.U. schwerwiegende psychische Verletzungen, berichtet die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Harald C. Traue (Universität Ulm) in der aktuellen Ausgabe von "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin". [mehr...]
 

 

  17.06.2008
Antisemitismus: häufiger als bisher angenommen
"Spätestens seit der Paulskirchen-Rede von Martin Walser (1998) ist eine zunehmende Bereitschaft in der deutschen Bevölkerung festzustellen, antisemitische Ressentiments öffentlich zu kommunizieren. Foren bieten sich vielfältig - Leserbriefe in Zeitungen oder im Internet", beobachten die Politikwissenschaftler Dres. Samuel Salzborn und Burkhard Brosig (Universität Gießen). [mehr...]
 

 

  16.06.2008
Pflegeheime: Mangelernäherung häufig tödlich
Bis zu 85 Prozent der BewohnerInnen in Pflegeheimen weisen ein Risiko für Mangelernährung auf. Konkrete regionale und internationale Prävalenzdaten fehlen bisher. Um den Status quo zu erfassen und auf die Problematik der Mangelernährung hinzuweisen, wurde die Initiative nutritionDay in Pflegeheimen im Januar 2007 ins Leben gerufen. [mehr...]
 

 

  13.06.2008
Missverständnisse vermeiden: Engagement für einen reflektierten Sprachgebrauch 
Sprachreflexion wird in der Schule und Hochschule häufig vernachlässigt - selbst in sprachsensiblen Fächern wie Psychologie, Linguistik, Theologie.Die Ursachen und Folgen untersucht Prof. Dr. Harald Schweizer (Eberhard-Karls- Universität Tübingen). Er lädt gegenwärtig KooperationspartnerInnen ein, um mit ihnen eine alternative Grammatik zu entwickeln. [mehr...]
 

 

  12.06.2008
Schattenwirtschaft: Geringe Qualität staatlicher Institutionen motiviert zur Schwarzarbeit
Neben den Abgabenbelastungen und Arbeitsmarktregulierungen motiviert ein dritter Faktor zur Schwarzarbeit - das negative Image staatlicher Institutionen; bei einem internationalen Qualitätsvergleich liegt Deutschland im Mittelfeld; in Italien und Griechenland zeigt das Staatssystem das ungünstigste Bild und die Schattenwirtschaft das höchste Ausmaß; in der Schweiz genießt die Staatsadministration das höchste Ansehen, und der Anteil an Schwarzarbeit ist gering, berichtet Dr. Dominik Enste (Institut der Deutschen Wirtschaft), Köln. [mehr...]
 

 

  11.06.2008
Multiparameteranalytik: schnellere, komplexere Diagnostik bei geringerem Materialaufwand
"Die Multiparameterdiagnostik ermöglicht die simultane Bestimmung mehrerer Analyte in einem Messdurchgang und damit eine komplexere diagnostische Aussage nach nur einer Laboruntersuchung. Neben der diagnostischen sind insbesondere prognostische Anwendungen relevant. In der klinischen Praxis haben technische Verbesserungen und ein deutlicheres Verständnis neuer Parameter dazu beigetragen, speziell auf einzelne Fragestellungen zugeschnittene Kits in die Praxis zu überführen." Mit diesem Statement charakterisieren die Immunologen Prof. Dr. Ulrich Sack (Universität Leipzig) und Dr. Karsten Conrad (TU Dresden) die wachsende Bedeutung der Multiparameteranalytik. [mehr...]
 

 

  06.06.2008
Jugendliche Sexualmörder: meist kontaktgestört und sadistisch
Äußerst selten begehen Jugendliche einen Sexualmord - in Deutschland maximal drei pro Jahr. Die meisten Täter sind psychisch schwer gestört und therapiebedürftig, diagnostiziert Dr. Niels Habermann (Hamburg) in einer Studie. [mehr...]
 

 

  04.06.2008
Männer essen doppeltsoviel Fleisch wie Frauen
Der 2. Teil der Auswertung der Nationalen Verzehrstudie NVS II, für die insgesamt fast 20.000 Menschen im ganzen Land intensiv befragt und großteils auch gewogen und gemessen wurden, bringt neue Informationen zu den Verzehrsgewohnheiten in Deutschland. [mehr...]
 

 

  04.06.2008
Internet: Mangelhafte Informationsaufbereitung überfordert häufig Nutzer im Netz
Das zunehmende multimediale Informationsangebot führt kaum zu einer Überforderung oder Verweigerung bei den Rezipienten. "Als Nutzungsmotiv erzielen alle elektronischen Informationsmedien eine hohe Zustimmung bei dem Statement ´weil ich mich informieren möchte´. Beim Statement ´Denkanstöße bekommen´ erzielt das Internet die höchsten Werte." Überforderungen entstehen allerdings häufig "durch schlechte Informationsaufbereitung an den Bedieneroberflächen", berichten Prof. Dr. Guido Kempter und Dr. Philipp von Hellberg (Fachhochschule Vorarlberg, Dornbirn/Österreich, User Centered Technologies Research). [mehr...]
 

 

  02.06.2008
Ach, die doofe Mathe!
Mädchen können weniger gut rechnen als Buben. Doch wo Frauen den Männern gleichgestellt sind, verschwindet der Unterschied. [mehr...]
 

 

  30.05.2008
Computer: Hilfe und Hobby für Senioren
Altersgerechte Computerkonfigurationen ermöglichen es Senioren, länger selbständig und aktiv zu bleiben. Gleichzeitig können die technischen Möglichkeiten Freude bei der Bedienung bereiten. Dr. Edith Maier (Hochschule Vorarlberg) und Kollegen berichten über eine wachsende Zahl von Neuentwicklungen, die zur Lösung von Alltagsanforderungen beitragen. [mehr...]
 

 

  29.05.2008
Hauptschul-Abgänger: Künftig Bewertung der Schlüsselqualifikationen auf dem Zeugnis?
Kinder wachsen heute in der Mehrheit ohne näheren Kontakt zur Arbeitswelt auf. Eine multimedial stimulierte Erlebniswelt prägt die frühen Jahre. Entsprechend "geschult" gehen die meisten Jugendlichen in ihr Berufsleben. "Alltagswahrnehmung und Lernkontexte bedingen wesentlich das implizite Wissen bzw. Nichtwissen über Arbeitsrealitäten. Jugendliche tendieren deshalb zu alternativen Formen der Kontextualisierung von Arbeit", diagnostiziert Privatdozent Dr. Manfred Seifert (TU Dresden) in einem Beitrag im Aufsatzband "Erfolg durch Schlüsselqualifikationen?" [mehr...]
 

 

  28.05.2008
Online-Beratung und Seelsorge zur Arbeitswelt 
Beim vorliegenden Band "B. Duve, B. Iserloh, M. Kastner (Hrsg.): mensch-arbeit.de – Beratung und Seelsorge zu Themen der Arbeitswelt im Internet" handelt es sich einerseits um die Dokumentation eines wissenschaftlich begleiteten und ausgewerteten Beratungsprojektes via Internet, andererseits um die Zusammenstellung grundlegenden Know-hows und vieler Praxishinweise für neue Beratungsangebote, die das Medium Internet nutzen (wollen). Inhaltlich geht es bei dem dokumentierten Projekt um arbeitsweltbezogene Beratung im weitesten Sinn. [mehr...]
 

 

  27.05.2008
Anne Will - Runde zur Faulenzerdebatte: Klischees statt Fakten
Die erregten Sonntagsgäste bei Anne Will präsentierten kaum mehr als Altklischees mit Für und Wider zum Thema: "Sind Arbeitslose Faulenzer?" Ja oder nein - beide Antworten sind falsch. [mehr...]
 

 

  27.05.2008
Japan: Mehr Empathie der Mütter, weniger Aggression der Kinder
Die original-japanisches Lebensgefühl unterscheidet sich deutlich vom westeuropäischen Mainstream: Die ostasiatische Kultur reflektiert den Menschen als harmonischen, integralen Teil der Natur. Im europäischen Denken dominiert ein Anthropozentrismus am Rand einer gefallenen Natur. Ethik tendiert in Japan zu Loyalität, Nähe, Harmonie, in Westeuropa zu Individualismus, Vermittlung und Wandel, charakterisiert Prof. Dr. Helmut Loiskandl (Tokiwa University, Japan). [mehr...]
 

 

  26.05.2008
Rezension: 
Niels Habermann: Jugendliche Sexualmörder
Pabst Science Publishers, 2008, 166 Seiten, ISBN 978-3-89967-443-9
Jugendliche Sexualmörder: Die erste grundlegende Studie

Sexualmorde durch Jugendliche sind sehr seltene Ereignisse. Die Kriminalstatistik verzeichnet in Deutschland zwar einen Anstieg der Zahl tatverdächtiger Jugendlicher bei Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung. Tötungsdelikte durch Jugendliche im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen und Fantasien dagegen sind sehr selten Ereignisse, für die sich in den letzten zwei Jahrzehnten kein Anstieg feststellen ließ. Die relative Seltenheit sexueller Tötungsdelikte durch Jugendliche (in Deutschland 0 bis 3 Fälle pro Jahr) begründet die Tatsache, dass diese Deliktart bzw. dieser Tätertyp noch weitgehend unerforscht sind. Nur wenige Studien befassen sich, wie die vorliegende Studie, explizit mit Jugendlichen, die sexuell motivierte Tötungsdelikte begangen haben. [mehr...]
 

 

  23.05.2008
Psycho-physische Zusammenhänge: Präzise Analysen sind möglich
Gibt es einen Zusammenhang zwischen subjektiv empfundener Erregung und kardiovaskulärer Aktiviertheit? Jede Antwort auf diese Frage ist richtig. Die Frage lässt sich nämlich unter zwei verschiedenen Perspektiven verstehen und statistisch beantworten. [mehr...]
 

 

  21.05.2008
Wirtschaftspsychologie: Meetings als Zeit- und Entscheidungskiller
"Meetings werden als Zeitkiller oder Entscheidungskiller erlebt, es werden Absicherungszwänge unter Experten erfahren, oft scheinen Meetings eher" Probleme zu schaffen als zu lösen, schreibt Dr. Stephanie Porschen (Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, München) in der Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie". [mehr...]
 

 

  16.05.2008
Existenzgründer: 38% tendieren zur Selbstüberforderung und gehen gesundheitliche Risiken ein
45% der der Existenzgründer und 30% der Feuerwehrleute, jedoch nur 17% der Lehrer gehören dem AVEM-Muster G(esund) an -mit deutlichen Ausprägungen in den Dimensionen beruflichen Engagements, emotionaler Distanzierungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit, Problemtoleranz, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit. Diese Typologie beschert langfristig eine optimale Gesundheit, beobachten die Professoren Ulf Kieschke und Uwe Schaarschmidt (Potsdam) in einer Studie. [mehr...]
 

 

  15.05.2008
Ökologie der Person: umfassenderes Verständnis von Gesundheit und Krankheit
Die Detailergebnisse der empirischen Forschung müssen in ein mehrdimensionales Menschenbild eingehen - und durch die Synopse eine neue Qualität erhalten. "Es ist an der Zeit, die Integration humanwissenschaftlichen Wissens vorzunehmen oder zumindest einen tragfähigen Rahmen zu finden. Dieser Rahmen muss Platz bieten für die unterschiedlichen Methoden und Einzelwissenschaften. Das Konzept muss zugleich Komplexität aufnehmen und Identität vermitteln können." Mit diesen Postulaten lädt der Psychologe, Psychiater und Ökonom Felix Tretter seine KollegInnen "auf den Weg zu einem systemischen Weltbild" ein. [mehr...]
 

 

  14.05.2008
Autoimmunerkrankungen bei Kindern: früher erkennen und behandeln
Anhand von Autoantikörpern lassen sich Autoimmunerkrankungen bereits Monate oder Jahre vor einer Manifestation diagnostizieren - und u.U. behandeln. Dennoch findet eine derartige Risikodiagnostik und Vorsorgemedizin auch bei Kindern aus belasteten Familien nur ausnahmsweise statt. Damit werden u.U. wertvolle Therapiechancen vertan, kritisiert der Immunologe Dr. Karsten Conrad (TU Dresden). [mehr...]
 

 

  09.05.2008
Engagierte Lehrer werden häufig von Kollegen gemobbt
Nirgendwo wird so häufig und heftig gemobbt wie im öffentlichen Dienst, in Kultureinrichtungen, Kliniken und Kirchen. Schwerste Depressionen oder Obsessionen sind meist die Folge - mit verschiedenen zusätzlichen psychischen und somatischen Beschwerden. Die Therapie der Opfer gestaltet sich immer problematisch und kann die Arbeitsunfähigkeit oft nicht mehr verhindern, berichtet Dipl.-Psych. Josef Schwickerath in der aktuellen Ausgabe von "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation" (Nr. 79, S. 53-61). [mehr...]
 

 

  08.05.2008
Mehrheit der Häftlinge psychisch krank: In den meisten Gefängnissen fehlt psychiatrische Kompetenz
Die überwiegende Mehrheit der Strafgefangenen ist psychisch erkrankt oder leidet unter psychischen Störungen bzw. Persönlichkeitsstörungen. Eine optimale Therapie wäre im Interesse einer Resozialisierung und könnte nach der Entlassung die Rückfallrisiken senken. Dennoch bieten die wenigsten Vollzugsanstalten in Deutschland qualifizierte Möglichkeiten für eine psychiatrische bzw. psychotherapeutische Behandlung. Mit dieser Begründung appelliert Professor Dr. Heinz Schöch (LMU München), "zumindest in den zentralen Vollzugskrankenhäusern psychiatrische Abteilungen mit einer ausreichenden Zahl von Behandlungsplätzen einzurichten". [mehr...]
 

 

  08.05.2008
Ein Buch, das einen wesentlichen praktischen Beitrag zur aktuellen Debatte um Stammzellen leistet
Es gibt viele Bücher, in denen beschrieben wird, wie Zellen kultiviert werden. Das vorliegende Buch jedoch zeigt, wie aus zweidimensionalen Zellkulturen dreidimensionale (3D) Gewebestrukturen entstehen können. Es bietet eine Einführung in die Welt von innovativen 3D Kulturen, die in der Tumorbiologie, der pharmazeutischen Forschung, in den verschiedenen Feldern der experimentellen Biomedizin, im Bereich der zukünftigen Stammzelltherapie und beim Tissue engineering Verwendung finden. [mehr...]
 

 

  06.05.2008
Die Mehrheit der Deutschen hält ihr Einkommen für gerecht / Frauen sind zufriedener als Männer
75% der Erwerbstätigen in den alten Bundesländern halten ihr Realeinkommen für gerecht. Doch nur 55% im Osten äußern sich zufrieden. Dies ergab eine Befragung in 11.500 Haushalten im Rahmen der Socio Economic Panel Study. Die Befunde widerlegen aktuelle politische Äußerungen. [mehr...]
 

 

  30.04.2008
Textwissenschaftliche Propädeutik: die eigene Trägheit überlisten
Wie stark ist die Tendenz, fremde Äußerungen ungenau wahrzunehmen und damit die eigene, gewohnte Sicht zu stabilisieren? Daher bedeutet adäquates Textverstehen auch immer, eigene Trägheit zu überlisten. Selbige diagnostiziert Harald Schweizer selbst bei Psychologen, Pädagogen und Linguisten. [mehr...]
 

 

  30.04.2008
REGIONALER GESUNDHEITSVERSORGUNG GenoPortal Gesundheit-AWARD 2008
Tagung 26.11.2008 in Neu-Isenburg / Call for Papers [mehr...]
 

 

  22.04.2008
Sommer-Universität mit Studium Generale: Geistige und körperliche Wellness für Senioren
Exklusives Studium Generale mit Urlaubscharakter: Die Sommer-Universität für Senioren findet vom 28. Juli bis zum 17. September in Iserlohn (Westf.) statt - auf dem Campus der Business and Information Technology School (BITS). [mehr...]
 

 

  22.04.2008
Lehrende an Hochschulen: Tendenz zur Lernziel-Verdichtung und Reduktion auf Kernkonzepte
Die standartisierte Lehrevaluation an Hochschulen ist in ihrem Effekt nach wie vor beschränkt: "Sie dient vor allem dazu, Erwartungen zu bestätigen. Oder sie wird dazu genutzt, kleinere Korrekturen am Konzept vorzunehmen", stellte Professorin Dr. Annette Kluge (St. Gallen) in einer explorativen Studie fest. Fast alle befragten Lehrenden lesen den Grad des Erfolgs in den Gesichtern der Studierenden. [mehr...]
 

 

  21.04.2008
Architekturpsychologie: Waldorfschule Köln-Chorweiler vorbildlich, Post-Tower Bonn änderungsbedürftig
Gebäude sollten so gestaltet werden, dass Nutzer den Eindruck haben, ihre Umgebung kontrollieren bzw. mitgestalten zu können. Dies trägt zu einem höheren Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden bei. In entsprechend designeten Schul- und Bürogebäuden steigen Leistungsfähigkeit und u.U. soziales Verhalten. Zu diesen Ergebnissen kommt Privatdozentin Dr. Rotraut Walden (Universität Koblenz) in einer Studie. [mehr...]
 

 

  17.04.2008
Dreidimensionale Zellkulturen:eine junge Technik mit großem Potenzial für die Therapieforschung
Zellkultivierung ist die zentrale Methode der Biowissenschaften und Biotechnologie. Dreidimensionale Zellkulturen bringen künftig eine hohe Effizienzsteigerung. V.a. Forschungen in den Bereichen Biomaterialien, Tissue Engineering, Stammzelltherapie, Pharmazie profitieren von der jungen Technik. Will W. Minuth und Raimund Strehl bieten in einer Monografie erstmals einen Überblick über das umfangreiche Gebiet. [mehr...]
 

 

  16.04.2008
Bildungsforschung: meist ohne Nutzen und Innovationskraft
Die Lehr-, Lern- und Bildungsforschung häuft kontinuierlich naturwissenschaftlich orientierte Studien an und disseminiert sie innerhalb der eigenen Zirkel. Die Interaktionen und Rückkoppelungen zur Praxis sind jedoch unterentwickelt; Anwendernutzen und Innovationspotential werden meist vertagt, kritisiert Professorin Dr. Gabi Reinmann (Universität Augsburg). Mit KollegInnen diagnostiziert sie in einem neuen Aufsatzband das Befinden ihres Fachbereichs als äußerst kritisch. [mehr...]
 

 

  14.04.2008
Klinikmanager und Chefärzte führen anders 
"Was bedeutet Führung für Klinikmanager und Chefärzte?" Dies war die Ausgangsfrage einer Studie von Nada Endrissat. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Gruppen sehr unterschiedliche Verständnisse von Führung aufweisen und diese eng mit den Selbst- und Professionsverständnissen der Akteure verbunden sind.  [mehr...]
 

 

  11.04.2008
Katathymes Bilderleben: Im Tagtraum psychische Erkrankungen überwinden
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit Imaginationen verspricht bei allen psychogenen und psychosomatischen Erkrankungen Erfolg. Ein deutlicher Leidensdruck, positive Motivierung, Persönlichkeitsdifferenzierung und Ichstärke begünstigen gute Ergebnisse. Mit diesen Leitsätzen umreißt Professor Dr. Heinz Hennig (Halle/Saale) den Anwendungsbereich der Katathym Imaginativen Psychotherapie. [mehr...]
 

 

  02.04.2008
Alkoholkrankheit in Deutschland selten angemessen behandelt
In Deutschland trinken mehr als zehn Millionen Menschen Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen. Etwa zwei Millionen gelten als abhängig. Trotz dieser alarmierenden Zahlen zeigen Studien: weniger als zehn Prozent der alkoholkranken Menschen gelangen in professionelle suchtmedizinische Behandlung. Über Alkoholabhängigkeit und alkoholassoziierte Erkrankungen in Klinik und Praxis berichteten Experten auf dem 114. Internistenkongress in Wiesbaden. [mehr...]
 

 

  28.03.2008
Warum kalorienreiches Essen glücklich macht
Das Belohnungszentrum im Gehirn wird durch einen hohen Energiegehalt aktiviert

Kalorienreiche Lebensmittel machen glücklich – selbst dann, wenn sie nach nichts schmecken. Verantwortlich dafür ist das Belohnungszentrum im Gehirn, haben Forscher nun in einer Studie bei Mäusen nachgewiesen: Es reagiert nicht nur auf den Geschmack, sondern unabhängig davon auch auf den Kaloriengehalt des Essens. Die Forscher um den Portugiesen Ivan de Araujo vermuten, dass dieser Effekt einer der Faktoren ist, die die aktuelle Fettleibigkeitsepidemie begünstigen – wie genau er sich jedoch auswirkt, können sie noch nicht sagen. [mehr...]
 

 

  25.03.2008
Innovationsforum Multiparameteranalytik an der FH Lausitz
Die Fachhochschule Lausitz in Senftenberg - das Zentrum der Biotechnologie in der Niederlausitz und zugleich Zentrum der Netzwerke BioResponse und Multiplex - ist vom 27. bis zum 29. März 2008 Gastgeberin des Innovationsforums Multiparameteranalytik. Die Tagung wird vom Netzwerk BioResponse gemeinsam mit der FH Lausitz und der Gesellschaft für Immundiagnostik e.V. ausgerichtet. Tagungsort ist das Konrad-Zuse-Medienzentrum. [mehr...]
 

 

  18.03.2008
Lebertransplantation: Lebendspender sind stolz, Leben retten zu können 
Wer zu Lebzeiten einen Teil seiner Leber spendet, weiß, dass OP-Risiken und Gesundheitseinschränkungen erheblich sein können. Doch in den meisten Fällen regeneriert sich das Organ, und das psychische Wohlbefinden nimmt zu, beobachteten Dr. Andrea DiMartini und Kollegen (Pittsburgh) in einer Studie. [mehr...]
 

 

  12.03.2008
Lehrer: häufig geringer Tätigkeitsspielraum und wenig Anerkennung
LehrerInnen sind größeren beruflichen Belastungen ausgesetzt als ErzieherInnen, bestätigte eine Studie von Prof. Dr. Klaus Scheuch und Dr. Reingard Seibt (TU Dresden). Einzelne Burnout-Symptome geben 58% der Lehrer und 9% der Erzieher an. Doch das Vollbild eines "Burnout" (Erschöpfung, Zynismus, reduzierte Leistungsfähigkeit) ließ sich bei keinem Studienteilnehmer diagnostizieren. Offensichtlich sind wesentlich weniger Pädagogen ausgebrannt als häufig unterstellt wird. [mehr...]
 

 

  11.03.2008
Wirtschaftspsychologie an Fachhochschulen: qualifiziertes Studium mit optimalen Berufschancen
WirtschaftspsychologInnen sind nach einem Fachhochschulstudium seltener arbeitslos als nach einem vergleichbaren Universitätsabschluss. Die FH-Absolventen "sind ebenso fundiert wie praxisorientiert ausgebildet und werden gern eingesetzt", resümieren die Professoren Dr. Bruno Klauk und Dr. Thea Stäudel in ihrem "Studienführer Wirtschaftspsychologie". [mehr...]
 

 

  03.03.2008
Mangelndes Vertrauen in die politische Führung verlangsamt soziale Reformen
Vertrauen fördert die Prosperität und Reformfähigkeit einer Gesellschaft. Misstrauen führt eher zu Leistungszurückhaltung, Bürokratie und Stagnation; notwendige Reformen werden behindert. Dies reflektiert eine Studie von Dr. Friedrich Heinemann und Kollegen (Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim). [mehr...]
 

 

  29.02.2008
Geschwisterbeziehungen: "Mittlere" Kinder häufig benachteiligt
Geschwister, die zu zweit aufwachsen, unterstützen einander häufig. Kommen weitere Kinder hinzu, wächst das Konfliktpotenzial und sinkt der Zusammenhalt. Relativ oft unterstützen Schwestern ihre Brüder, eine Hilfe in umgekehrter Richtung ist seltener, beobachtet Dr. Matthias Wildermuth, Chefarzt der Rehbergpark-Klinik Herborn (Hessen) in einer Studie mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. [mehr...]
 

 

  26.02.2008
Ambulante Psychotherapie immer häufiger: Ergebnisse werden kritisch diskutiert
Die ambulante Psychotherapie nahm innerhalb von sieben Jahren um 61% zu: Im Jahr 2000 waren 0,55 Prozent der Versicherten in Deutschland in Behandlung, im Jahr 2006 bereits 0,88 Prozent, ergab eine Studie des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung, MHH Hannover (im Auftrag der Gmünder Ersatzkasse). Verhaltenstherapie wird unwesentlich häufiger angewandt als psychoanalytische Verfahren. [mehr...]
 

 

  26.02.2008
Kinder spielen immer weniger und lassen sich unterhalten
Kinderspiele unter freiem Himmel sterben aus. "Das genuine freie und selbstorganisierte Straßenspiel wird zugunsten anderer, entfremdeter Spielformen zurückgedrängt", analysiert Privatdozent Dr. Adam Zurek (Psychologisches Institut der Universität Bremen). [mehr...]
 

 

  19.02.2008
Kommunikation in Firmen und Organisationen: einfacher, effizienter, verbindlicher per online
Die Kommunikation im Berufsalltag führt immer häufiger zu Belastungen und Überbeanspruchung. Häufig gilt: Komplexer Informations- und Meinungsaustausch sei nur in einem Meeting oder einer Video- bzw. Telefonkonferenz sinnvoll. Dr. Jürgen Klippert (Universität Kassel) stellte in einer Studie fest: Stimmen die Deutungsmuster der Beteiligten überein, führt eine E-mail-Korrespondenz zu einem gleichrangigen Ergebnis - bei vergleichsweise minimalem Aufwand. [mehr...]
 

 

  19.02.2008
Polizei und Strafrichter: wachsende Machtfülle zulasten der Rechtsstaatlichkeit
Das Übergewicht von Polizei und Richter im Ermittlungsverfahren und im Strafprozess ist kontinuierlich verschärft worden. Damit wird der rechtstaatliche Charakter ad absurdum geführt, kritisiert Professor Dr. Bernd Schünemann (München). Für ihn ist "der deutsche Strafprozess krank an Haupt und Gliedern." [mehr...]
 

 

  15.02.2008
Dicke Kinder sollten nicht hungern und dürfen gelegentlich "sündigen"
Die meisten rundlichen Kinder sollten nicht abnehmen, sondern ihr Gewicht etwa konstant halten. Sie wachsen, erreichen allmählich die angemessenen Proportionen - und dürfen später der Körpergröße entsprechend wieder zunehmen, empfehlen die Ernährungsexpertinnen Stefanie Scholz und Andrea Werning (Osnabrück). Eine "Abmagerungskur" ist aus medizinischen und psychologischen Gründen langfristig kaum erfolgreich. [mehr...]
 

 

  12.02.2008
Wirtschaftspsychologie: Kurzfristige Maßnahmen zur Entwicklung von Unternehmenskultur oft erfolglos
Berater und Manager übersehen häufig, dass Unternehmenskultur keine beliebig manipulierbare Größe ist, sondern ein komplexes Phänomen, das sich gezielter Beeinflussung oft entzieht. [mehr...]
 

 

  12.08.2008
Psychologie sportlicher Leistungsoptimierung: Gefühl leichter Erregung ...
Sportliche Spitzenleistungen sind nur unter einer optimalen psychischen Kondition möglich, nahe am Flowerleben, diagnostiziert Dr. Thomas Wörz, Diplompsychologe in Salzburg. [mehr...]
 

 

  12.02.2008
Wellness-Betriebe: Konsum-Orientierung hat keine Zukunft
In einem ungeregelten Markt wie der "Wellness"-Branche suchen Kunden nach qualifizierten, seriösen Angeboten. Daher verbessern Betriebe mit einem kontinuierlichen Qualitätsmanagement und entsprechender Zertifizierung ihre Marktchancen beträchtlich, schreibt Annette Geiger (Augsburg) in ihrem Beitrag zum Handbuch "Unternehmen Wellness". [mehr...]
 

 

  08.02.2008
Wirtschaftspsychologie: Ignoranz gegenüber fremden Kulturen lässt internationale Unternehmen scheitern
Im Lebensmittel-Handel und anderen Wirtschaftsbereichen tendieren international agierende Unternehmen dazu, die unterschiedlichen Kulturen der einzelnen Länder zu ignorieren. "Die Folge eines derartigen interkulturellen Misswirtschaftens ist oftmals eine hohe Ressourcenverschwendung an Führungskräften, Mitarbeitern und Kapital", diagnostiziert Dr. David Strack (Köln) in einer wirtschaftspsychologischen Studie. [mehr...]
 

 

  06.02.2008
Katathymes Bilderleben: Im Tagtraum Essstörungen überwinden
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit Imaginationen verspricht bei allen psychogenen und psychosomatischen Erkrankungen Erfolg. Ein deutlicher Leidensdruck, positive Motivierung, Persönlichkeitsdifferenzierung und Ichstärke begünstigen gute Ergebnisse. Mit diesen Leitsätzen umreißt Professor Dr. Heinz Hennig (Halle/Saale) den Anwendungsbereich der Katathym Imaginativen Psychotherapie. [mehr...]
 

 

  06.02.2008
Jugendschutz: Kinder werden zum Umgang mit ihrem gewalttätigen Vater verpflichtet
Kinder gewalttätiger Väter bleiben nach der Scheidung der Eltern meist bei der Mutter. Dennoch nötigen Justiz und Jugendbehörden die Kinder, sich mit dem Vater zu treffen. Dieser Umgang kann zu Belastungen und evtl. Traumatisierungen führen, diagnostiziert Dr. Susanne Heynen, Leiterin des Jugendamts Karlsruhe. Selbst ein Treffen in Anwesenheit eines Betreuers ist "wenig erfolgversprechend." [mehr...]
 

 

  01.02.2008
Benachteiligte Grundschul-Kinder: Studierende übernehmen persönliche Patenschaften
Studierende in Essen wurden in vertrauensvollen Beziehungen "Paten" benachteiligter Grundschulkinder. Zum Ende des ersten Projektjahrs zieht Prof. Dr. Gisela Steins eine positive Bilanz: Die Beziehungsarbeit erweitert bei den Kindern das Selbstkonzept und bereichert bei den Studierenden das professionelle Wissen. Die Psychologin fordert, derartige Patenschaften unter fachlicher Anleitung bundesweit zu organisieren. [mehr...]
 

 

  30.01.2008
Medizin: Leistungsqualität kontrollieren und sichern
Jährlich sterben in US-Krankenhäusern annähernd 50.000 Menschen an den Folgen vermeidbarer ärztlicher Kunstfehler. Entsprechende Daten wurden bisher für Deutschland nicht erhoben. In beiden Ländern sind allerdings Fehlerkultur und Qualitätssicherung in Kliniken unzureichend, diagnostiziert Professor Dr. Werner Kuckelt. Er stellt die Thematik während des 18. Symposiums Intensivmedizin und Intensivpflege (20.-22. Februar) in Bremen zur Diskussion. [mehr...]
 

 

  30.01.2008
Assessment Center: Urteile oft schnell und schlecht 
Nachdem sich die Kandidaten im Assessment Center präsentiert haben, diskutieren und urteilen die Beobachter; diese Phase wird häufig rigoros gekürzt und durch eine schlichte Mehrheitsentscheidung beendet. Daraus resultieren meist zweitklassige Ergebnisse, kritisiert der prominente Unternehmensberater Rainer Neubauer (München). [mehr...]
 

 

  29.01.2008
Scientology: neues Business, neue Enthüllungen
"Scientology Church" hat sich in der Suchttherapie etabliert - einem lukrativen Geschäft, das der Organisation immer neue Mitglieder zutreibt; H. Küfner, N. Nedopil und H. Schöch belegten die Details in einer umfassenden Studie. [mehr...]
 

 

  25.01.2008
Forensische Psychiatrie:
Beziehungspflege entscheidend für den therapeutischen Erfolg
Jeder forensisch-psychiatrische Patient sollte eine konstante therapeutische Bezugsperson erhalten - möglichst auch über die stationäre Behandlung hinaus. Diese "Bindung ist entscheidend für die Entwicklung eines Patienten und für die Sicherheit bei Lockerungen." Dennoch werden Bindungen in den meisten Maßregelvollzugskliniken unterschätzt und systematisch verhindert, kritisiert Dr. Martin Schott, Ärztlicher Direktor im Niedersächsischen Landeskrankenhaus Moringen. [mehr...]
 

 

  24.01.2008
Plagiate: Computer entlarvt Forscher
Publizieren, publizieren, publizieren: Wer Forschungsgelder ergattern will, muss etwas vorweisen können. Dabei wird öfter mal geklaut, zeigt eine neue Untersuchung. [mehr...]
 

 

  22.01.2008
Antidepressiva: Aufgehellte Studienselektion
Nach einer neueren Analyse haben die Hersteller von Antidepressiva, wie zum Beispiel Prozac und Paxil, etwa ein Drittel der Medikamentenstudien, die sie für die offizielle Produktzulassung durchführten, nie veröffentlicht. Durch dieses Vorgehen werden Ärzte und Verbraucher in Bezug auf die tatsächliche Wirksamkeit der Medikamente getäuscht. [mehr...]
 

 

  18.01.2008
"Krankschreiben" bei Arbeitsplatz-Angst: meist ein ärztlicher Kunstfehler
Bei Arbeitsplatz-Angst bitten PatientInnen häufig um "Krankschreibung". Für den Arzt ist der "gelbe Schein" oft die einfachste Reaktion. Spontan sinken die Angstgefühle, doch langfristig steigen sie meist wieder an. Daher ist die "Krankschreibung" in derartigen Fällen oft ein ärztlicher Kunstfehler, testiert Professor Dr. Michael Linden (Charite Berlin). [mehr...]
 

 

  14.01.2008
Stigmatisierung von Übergewicht ist ein unterschätztes Problem
Eine repräsentative Untersuchung in der deutschen Bevölkerung zeigt, dass Vorurteile gegen übergewichtige und adipöse Menschen stark verbreitet sind. Eine Nachwuchsforschergruppe aus Marburg sucht nach Möglichkeiten, stigmatisierende Einstellungen zu reduzieren. [mehr...]
 

 

  11.01.2008
Ein Erfolg für Open Access
Washington erlässt ein Gesetz für die National Institutes of Health [mehr...]
 

 

  10.01.2008
Rezension:
Kanning, Uwe Peter: Wie Sie garantiert nicht erfolgreich werden! Dem Phänomen der Erfolgsgurus auf der Spur
Pabst 2007, 284 Seiten, ISBN 978-3-89967-388-3, Preis: 25,- Euro
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