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Aktuelles |
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10.07.2008 Künstliche Ernährung für Schwerkranke und Alte auch künftig sicherstellen |
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| Nach dem Willen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sollen kranke oder ältere Menschen, die keine Möglichkeit haben, sich auf normalem Wege ausreichend zu ernähren, künstliche (enterale) Ernährung, das heißt Sonden- und Trinknahrungen, zukünftig nicht mehr als Krankenkassenleistung erhalten. Sie sollen diese enterale Ernährung selbst bezahlen. Nach Auffassung des G-BA handelt sich hierbei um "Aufwendungen für den normalen Lebensunterhalt". Dies geht aus einer Stellungnahme des G-BA zum Entwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-OrgWG) hervor. [mehr...] | |
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02.10.2008 Optimale Moderationsmethode: SchülerInnen entwickeln Ideen zur Unterrichtsverbesserung |
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| Die Moderationsmethode Metaplan wird in Unternehmen und Bildungseinrichtungen landauf, landab genutzt und gelobt. Doch sind Effekt und Effizienz belegbar? Dr. Alexander Schimansky (Berlin) hat die Technik erstmals wissenschaftlich untersucht. Sein Befund bestätigt die positive Einschätzung. [mehr...] | |
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01.10.2008 Traumatherapie: das Misstrauen der Patienten akzeptieren |
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| Menschen mit Traumaerfahrungen sind häufig nicht in der Lage, Vertrauen aufzubauen. Das Misstrauen sollte in der therapeutischen Beziehung offen akzeptiert werden. Auf dieser Basis sind Behandlungsschritte möglich, die bei der Forderung von Vertrauen nicht umsetzbar wären, berichtet Diplom-Psychologin Claudia Fliß (Bremen) im neu veröffentlichten "Handbuch Trauma und Dissoziation". [mehr...] | |
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30.09.2008 Benachteiligte Jugendliche: Training für ein aktives, bewusstes Leben |
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| Zunächst versammeln sich die Teilnehmer und bilden Zweiergruppen: Einer verbindet sich die Augen, der andere führt ihn wortlos und behutsam in den Seminarraum. Ein "Training zur bewussten und aktiven Gestaltung des eigenen Lebens" beginnt. Dr. Florian Löbermann hat es entwickelt und evaluiert - (nicht nur) für gering qualifizierte Jugendliche. Das Programm eignet sich für Schulen - und für die Anwendung nach einem unbefriedigenden Schulabschluss. [mehr...] | |
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29.09.2008 Herztransplantation bei Kindern: Ungereimtes in der Sozialbürokratie |
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| Familien mit chronisch schwerkranken Kindern benötigen Sozialleistungen unterschiedlichster Art. "Erst-Anträge werden scheinbar generell abgelehnt... Ich habe unendlich viel Kraft damit verschwendet, mich mit Krankenkassen und Behörden um Hilfe zu streiten - Kraft, die ich lieber in meine Kinder oder in meine Ehe investiert hätte", berichtet Annett Pöpplein, Mutter eines herztransplantierten Kindes, in einem neu veröffentlichten Ratgeber. [mehr...] | |
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23.09.2008 Bronchialkarzinom: nach der Rehabilitation oft wieder arbeitsfähig |
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| Jährlich erkranken etwa 32.000 Patienten in Deutschland an einem Bronchialkarzinom. Ab etwa 2010 kommen häufige bösartige Tumore des Brustraums (malignes Pleuramesotheliom) hinzu - als langgfristige Folge von Asbestkontakten. Die Mehrheit der Patienten benötigt eine außerordentlich belastende Kombinationsbehandlung - Operation, Bestrahlung, Chemotherapie. Dennoch sind Verbesserungen der Lebensqualität und eine anspruchsvolle Rehabilitation möglich - oft verbunden mit einer Rückkehr in das Berufsleben, berichtet Dr. Ulf Seifart (Bad Soden) in einer Studie. [mehr...] | |
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22.09.2008 Selbsthilfe bei Depression: Sport, Konzentrationsübungen - und vieles mehr |
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| Depression: Betroffene benötigen häufig eine Therapie; doch immer können sie selbst viel tun, um ihre Krankheit in Schach zu halten. Dr. Nicolas Hoffmann und Dr. Birgit Hofmann, Psychotherapeuten in Berlin, geben in ihrem Ratgeber-Buch praktische, konkrete Tipps - zum Beispiel: Wer von deprimierenden Grübeleien gefangen gehalten wird, kann sich befreien, indem er aufsteht und sich intensiv bewegt; Gehen, Laufen, Sport, Gymnastik können zu Gelassenheit oder Optimismus führen. [mehr...] | |
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18.09.2008 Mittelstand: hohe Bereitschaft, für "gesundes" Arbeitsmaterial einen höheren Preis zu zahlen |
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| Mittelständische Unternehmen sind meist daran interessiert, Materialien und Geräte zu verwenden, die die Gesundheit der Mitarbeiter und die Umwelt schonen. Die entsprechende Motivation und Sensibilität ist gegenüber früheren Jahren deutlich gestiegen, ermittelte der Wirtschaftspsychologe Dr. Björn Krämer (Bochum) in einer Studie. [mehr...] | |
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17.09.2008 Pflegenotstand häufig auf Organisationsmängel zurückzuführen |
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| Pflegende können auch bei hohen Anforderungen qualifizierte Arbeit leisten und mit ihrem Beruf zufrieden sein. Entscheidende Voraussetzung ist eine klug und fair organisierte Station. Die meisten Probleme mit Effizienz, Arbeitsmotivation und eigener Gesundheit erleben Pflegende in ungünstig organisierten Einheiten, stellten die Arbeitspsychologen Dr. Nicole Stab und Professor Dr. Winfried Hacker (Dresden) in einer Studie in sächsischen Kliniken fest. [mehr...] | |
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16.09.2008 Wirtschaftspsychologie: Inder planen meist kollektivistisch, Deutsche individualistisch |
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| Inder können relativ viel Unbestimmtheit hinnehmen - ohne das Bedürfnis, einen konkreten Plan zu generieren. Die Toleranz gegenüber Ungewissheit und Dissonanz ist wesentlich stärker ausgeprägt als in Europa, beschreibt Dominik Güss in seiner Studie "Planen und Kultur?" In einem Vergleich zwischen Indern, Brasilianern und Deutschen veranschaulicht der Psychologe, wie stark Planen und Entscheiden von kulturellen Einflüssen geprägt werden. [mehr...] | |
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05.09.2008 Verhaltenstherapie: mit Entspannungsverfahren die Wirkung verstärken |
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| Die "vorherrschend institutionalisierte Verhaltenstherapie im deutschsprachigen Raum" zeigt häufig ein relativ "armes Verständnis verhaltenstherapeutischer Funktionen und Formen von Entspannung", kritisiert Wolf-Ulrich Scholz in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Entspannungsverfahren" (Nr. 25). Dem stellt der Psychologe und Pädagoge reichhaltige Entspannungskonzepte in der modernen Verhaltenstherapie gegenüber. [mehr...] | |
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04.09.2008 Innovation und Qualitätssicherung im Altenheim |
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| Im Alter ins Heim will eigentlich keiner - trotzdem erweist sich die stationäre Altenhilfe zurzeit als stark wachsender Sektor der Gesundheitswirtschaft, der auch in den nächsten Jahrzehnten große Bedeutung haben wird. Die Branche muss sich jedoch wegen des zunehmenden Versorgungsbedarfs und ungelöster Personalprobleme schwierigen Herausforderungen stellen. Das zeigen aktuelle Untersuchungen des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen zur Situation der stationären Altenhilfe in Deutschland. Neben politischen und wissenschaftlichen Anstrengungen ist insbesondere auch die Initiative der Träger gefragt, innovative Entwicklungsprojekte können Vorbild sein. [mehr...] | |
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03.09.2008 Säkularisierte protestantischen Arbeitsethik: folgenreiche "Anleitung" zum Herzinfarkt |
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| Vertreter der säkularisierten protestantischen Arbeitsethik gehen überdurchschnittliche gesundheitliche Risiken ein: Herzerkrankungen bishin zum Infarkt sind häufig, ergab eine Studie des Psychologen Dr. Göran Hajek (Berlin). [mehr...] | |
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02.09.2008 Alkoholabhängigkeit: mit Tageskliniken Therapiemotivation und Erfolge verbessern |
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| Auch sozial und beruflich beeinträchtigte Alkohol- bzw. Medikamentenabhängige können nach einer initialen Stabilisierungstherapie tagesklinisch weiterbehandelt werden. Die Erfolge sind einer stationären Therapie ebenbürtig, stellte Dr. Martina Tebar in einer Vergleichsstudie in Stuttgart fest. [mehr...] | |
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01.09.2008 Lungenkrankheiten: Diagnostik durch Analyse des Atemkondensats verbessern und vereinfachen |
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| Das Atemkondensat liefert mehr Informationen aus der Lunge als bisher angenommen. "Der ph-Wert im Atemkondensat charakterisiert das akute Entzündungsgeschehen und korreliert sowohl mit den im Kondensat gefundenen Interleukin-Werten als auch mit klinischen Scores der Lungenschädigung", stellte Privatdozent Dr. Christian Geßner (Universitätsklinik Leipzig) fest. [mehr...] | |
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29.08.2008 Verhaltenstherapie: Ergebnisse durch biografische und systemische Reflexion verbessern |
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| Die Verhaltenstherapie entwickelt sich kontinuierlich weiter: Dr. Gerhard Zarbock (Hamburg) integriert Lebensgeschichte und aktuelle Lebenskontexte der Patienten in das Störungsverständnis und die Behandlung. Sein "Praxisbuch" beschreibt detailliert "Grundlagen und Anwendungen biografisch-systemischer Verhaltenstherapie" (BSVT). [mehr...] | |
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28.08.2008 Jahrestagung Rehabilitationspsychologie: Belastung, Stress, Burnout -Therapie und Prävention |
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| Berufliche Belastungen sind während der letzten Jahre durch Arbeitsverdichtung gestiegen. Gleichzeitig haben sich Rahmenbedingungen der Arbeit verschlechtert - durch Befristung von Beschäftigungsverträgen, durch Flexibilisierung und Strukturveränderungen. Relevante Konsequenzen dieser Entwicklung behandelt die 27. Jahrestagung "Klinische Psychologie in der Rehabilitation" (21. bis 23. November in Erkner (bei Berlin)). [mehr...] | |
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27.08.2008 ADHS, Tic und Zwang im Spiegel von Gesellschaft und Forschung |
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| ADHS, Zwangsstörung und Tourette-Syndrom treten häufig kombiniert auf. Eine Tagung in der Medizinischen Hochschule Hannover bietet einen Überblick über Klinik, Pathologie und Therapie aller drei Erkrankungen. Experten aus Medizin, Psychologie und Selbsthilfeorganisationen informieren vom 9. bis 11. Oktober über aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft und Praxis. [mehr...] | |
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27.08.2008 Praktiker bestätigen: Einsatz von EMDR muss gut vorbereitet sein |
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| "Dass der Einsatz von EMDR viel mehr vorbereitet werden muss, um bei Klienten keinen Schaden anzurichten", bestätigt ein Absolvent des Hamburger Curriculums Psychotraumatherapie. Eine fokussierte Traumaverarbeitung - mit oder ohne EMDR - kann retraumatisierend wirken, wenn sie nicht mit anderen Verfahren kombiniert und integriert wird. [mehr...] | |
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26.08.2008 Symposium: Nierenersatzverfahren in der Intensivstation |
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| Nephrologen, Intensivmediziner und Pflegende im Universitätsklinikum Ulm bieten am 11. Oktober ein Symposium an: "Aktuelle Aspekte der apparativen Organersatztherapie auf Intensivstationen". [mehr...] | |
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25.08.2008 Viagra: Günstige Wirkungen bei Koronarer Herzkrankheit |
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| Bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit bewirkt Sildenafil (Viagra) eine Zunahme der postischämischen Kapillardurchblutung. "Dies zeigt, dass Sildenafil nicht nur zu einer lokalen Relaxation des Corpus cavernosum, sondern auch zu einer Verbesserung der kutanen Mikrozirkulation, also einem systemischen Effekt führt", berichten Prof. Dr. J. W. Park (Hoyerswerda) und Kollegen in einer Studie. [mehr...] | |
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21.8.2008 ALPHA-Kongress 29./30. August in Greifswald: Leitlinien zur Lagerung und zur nichtinvasiven Beatmung |
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| In Aufwachräumen und Intensivstationen verlieren Patienten weitgehend ihre Privatsphären und werden optisch, akustisch, olfaktorisch beeinträchtigt. Dr. Ulrich Blumenthal stellt während des 6. Greifswalder Sommersymposiums ALPHA eine "Patientenbox" vor, die den Kranken weitgehend schützen soll. [mehr...] | |
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21.08.2008 Altenpflege: in wohnlicher Atmosphäre sind Senioren selbständiger und schlafen besser |
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| Sollten Demenzpatienten in speziellen Altenheimen oder gemeinsam mit anderen Senioren betreut werden? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. "Offenbar ist nicht die organisatorische Form entscheidend, sondern die Qualität der Pflege und Betreuung", dokumentieren Lieselotte und Wolfram Boucsein (Universität Wuppertal) in ihrem aktuellen Handbuch "Qualitätssicherung in der stationären Altenpflege unter besonderer Berücksichtigung demenziell veränderter Bewohner". [mehr...] | |
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19.08.2008 Leere Kirchen - doch Religiosität bleibt lebensnotwendig |
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| Herkömmliche Religionen verlieren an Einfluss. Religiosität bleibt jedoch ein wichtiger Bestandteil individueller Selbst- und Weltinterpretation, analysiert Professor Dr. Hans-Joachim Busch (Frankfurt/M.). "Auch der rationale Alltag der fortschreitenden Moderne ist von den Individuen nicht ohne Bewährungsmythen, Rituale und transzendente Sinnressourcen zu bewältigen." [mehr...] | |
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18.08.2008 Kindesmisshandlung und Vernachlässigung: Symposium diskutiert Prophylaxe, Bewältigung und Therapie |
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| Kindesmisshandlung und Vernachlässigung: Verschiedenste Professionen sind in die Prophylaxe, Bewältigung und Therapie involviert. Juristen, Ärzte, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Lehrer arbeiten oft unkoordiniert nebeneinander - und gelegentlich gegeneinander. Eine interdisziplinäre Tagung in Göttingen (25. bis 27. September) reflektiert, welche Unterschiede bestehen, was die einzelnen Professionen leisten können und wie weit eine Koordination möglich ist. [mehr...] | |
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15.08.2008 Wirtschaftspsychologie: Profitbasierte Vergütungssysteme für Manager kontraproduktiv |
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| "Pay-for-Performance"-Vergütungssysteme machen das Einkommen des Managers vom aktuellen Profit der Firma abhängig. Dres. Katja Rost und Margit Osterloh (Universität Zürich) belegen anhand von Studien: Derartige Leistungsanreize kommen dem Unternehmen kaum zugute, sie sind eher kontraproduktiv. [mehr...] | |
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14.08.2008 Wirtschaftspsychologie: Fairness fördert die Innovationsbereitschaft |
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| In Unternehmen mit einer hohen Fairness-Kultur und optimalen Handlungsspielräumen sind MitarbeiterInnen häufiger bereit, Verbesserungen anzuregen und zu realisieren. Dies ergab eine repräsentative Befragung bei 7500 ArbeitnehmerInnen in 19 EU-Mitgliedsländern. Etwa zwei Drittel der Berufstätigen in Deutschland bringen pro Jahr einen Verbesserungsvorschlag ein. [mehr...] | |
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13.08.2008 Traumatherapie: Gute Ergebnisse mit imaginativen Verfahren |
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| "Imaginative Verfahren sind innerhalb der letzten 20 Jahre zu einem wesentlich tragenden Pfeiler von Psychotrauma-Therapien geworden", berichtet Dr. Helmut Rießbeck (Schwabach). Er beschreibt, "wie Katathym Imaginative Verfahren den Ansatz der Ego-State-Therapie und das EMDR integrieren können, um auf die Belange komplex traumatisierter Patienten multidimensional einzugehen." [mehr...] | |
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09.08.2008 Personalführung per Email: Autokratische Strukturen können stabilisiert oder aufgelöst werden |
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| Immer häufiger kommunizieren Chefs mit ihren Mitarbeitern per Email. Dies bietet zusätzliche Möglichkeiten, den persönlichen Abstand zu vergrößern und autoritäre Ansprüche zu exekutieren. Anderseits bietet die online-Kommunikation Chancen, einen kontinuierlichen Informationsstand und Kontakt in der Arbeitsgruppe zu sichern und damit einen kollegialen, produktiven Leitungsstil auch unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten, analysiert Dr. Stefan Seltmann (Universität Siegen) in einer aktuellen Studie. [mehr...] | |
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09.08.2008 Depression: die Psychotherapie mit Sozialarbeit ergänzen |
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| Soziotherapeutische Maßnahmen sind in der Behandlung Depressiver häufig essentiell. Die Sozialarbeit sollte bereits vor einer stationären Aufnahme einsetzen, fordern Professor Dr. Manfred Wolfersdorf und Dr. Andrea Heindl (Bayreuth) in ihrem aktuellen Therapieleitfaden. Die Ärzte sehen in der Sozialarbeit wesentliche Beiträge zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge. [mehr...] | |
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08.08.2008 Akutes Koronarsyndrom: präklinisches und klinisches Management |
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| "Die Hemmung der Thrombozyten-Aktivierung an der geschädigten Koronarplaque ist das Ziel therapeutischer Strategien bei der Behandlung des akuten Koronarsyndroms. Diese senkt die ... ischämischen Komplikationen. Unter dieser Antiaggregationstherapie kann aber auch eine akute Thrombozytopenie als ernsthafte Komplikation auftreten", warnen Dres. S.M. Said und R. Prondzinsky (Merseburg) in der aktuellen Ausgabe von "Intensiv- und Notbehandlung" (Nr. 2/2008). [mehr...] | |
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07.08.2008 Eltern prägen die Religiosität ihrer Kinder nachhaltig |
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| Aus religiösen Familien gehen häufig religiöse oder areligiöse Kinder hervor, seltener Kinder mit einer "mittleren" Einstellung zur Religion, berichten Professorin Dr. Brigitta Rollett und Dr. Marion Herle (Wien). [mehr...] | |
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07.08.2008 Negative Kindheitserinnerungen reaktivieren und bearbeiten |
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| Negative Emotionen aus der Kindheit bleiben häufig auch im Erwachsenen-Alter unreflektiert und entwickeln zerstörerische Kräfte. Die "frühen Gefühle" sollten reaktiviert und einer Bearbeitung zugänglich gemacht werden, empfiehlt Barbara Rabaioli-Fischer (München) in ihrem aktuellen Therapiemanual. [mehr...] | |
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07.08.2008 Architekturpsychologie: Grüne Farbe schwächt akustische Belastungen ab |
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| Mit architekturpsychologischem Wissen lassen sich Gebäude und Räume wesentlich optimieren: mehr Wohlgefühl in Wohnungen, höhere Arbeitsproduktivität in Büros, Fabriken und Schulen, mehr therapeutische Effizienz in Kliniken. Die Möglichkeiten beschreiben Prof. Dr. Peter G. Richter und KollegInnen (TU Dresden) in ihrem Bestseller "Architekturpsychologie"; alle Kapitel wurden überarbeitet und mit aktuellen Informationen ergänzt; die neue (dritte) Auflage ist jetzt erschienen. [mehr...] | |
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06.08.2008 Krippenkinder: defizitäre Entwicklung, höheres Kriminalitätsrisiko |
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| "Die kontinuierliche Anwesenheit der Mutter ist bei Kleinkindern für die Bildung von Empathie und Urvertrauen notwendig. Die Abwesenheit kann zu Defiziten führen - u.U. zu späteren kriminellen Entwicklungen. Die immer häufigere Abwesenheit von Müttern lässt die Kriminalität seit Jahrzehnten steigen", diagnostiziert der Kölner Psychiater Professor Dr. Wolfgang de Boor in seinem Sachbuch "Kinderkriminalität". [mehr...] | |
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06.08.2008 Kommunikation zwischen Arzt und Patient: häufig mangelhaft und folgenschwer |
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| Bis zu 50% der Behandlungen werden von Patienten abgebrochen. Ein Drittel der verordneten Medikamente wird nicht eingenommen. Die Verständigung zwischen Ärzten und Patienten ist häufig mangelhaft. "Maßgeblich zur Verbesserung der Compliance trägt die positive Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung bei", schreibt Dr. Kerstin Seliger in dem aktuellen Lehrbuch "Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis". [mehr...] | |
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06.08.2008 Assessment Center: Anforderungsmerkmale häufig illusorisch |
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| Nach misslungenen Innovationsprozessen in Unternehmen wird oft neues Personal für "neue Zukunftsanforderungen" gesucht - und soll per Assessment Center identifiziert werden. Die gewünschten Persönlichkeitsmerkmale bleiben jedoch vage, und damit verliert das Assessment Center letztlich seinen Aussagewert, warnt der HR-Experte Rainer Neubauer in einer Studie. [mehr...] | |
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06.08.2008 Schizoide Kinder erfolgreich mit Tagträumen therapieren |
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| "Allgemeine gesellschaftliche Wandlungen in Richtung einer Schizoidisierung" diagnostiziert der Psychoanalytiker Günther Horn. Die wichtigsten Symptome sind Kontaktschwäche, Misstrauen, Unberechenbarkeit, fehlende Geborgenheit. [mehr...] | |
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05.08.2008 Wie Grundschulkinder sich Gott vorstellen: der gütige Beschützer - nicht der angstmachende Richter |
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| Wie "sehen" Grundschulkinder Gott? Dr. Johannes Bach (Universität Augsburg) analysierte Gottesbilder in mehreren Schuljahren und beobachtete eine durchgängige Konstante: "Die überwiegend positiven Gesichtsausdrücke weisen auf eine positive Emotionalität hin. Düstere, angstmachende und legalistische Gottesbilder haben an Bedeutung verloren." Meist wird Gott anthropomorph dargestellt - als Mann. [mehr...] | |
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04.08.2008 Verfassungsrichter Winfried Hassemer warnt vor "maßlosen Forderungen" der Kriminalpolitik |
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| Die Kriminalitätsfurcht ist in Deutschland wesentlich stärker ausgeprägt als die reale Kriminalitätsbedrohung. Politik und Justiz tendieren häufig dazu, sich am Level der Furcht und nicht an den realen Kriminalitätsrisiken zu orientieren, warnt Professor Dr. Winfried Hassemer, der bisherige Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts. [mehr...] | |
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04.08.2008 Bisheriger Vizepräsident Hassemer verabschiedet Köhler ernennt Voßkuhle zum Verfassungsrichter |
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| Bundespräsident Horst Köhler hat den Freiburger Juraprofessor Andreas Voßkuhle zum Bundesverfassungsrichter ernannt. Der 44-Jährige wurde Nachfolger des ausscheidenden Vizepräsidenten Winfried Hassemer und wird in zwei Jahren voraussichtlich Präsident des höchsten deutschen Gerichts. Jetzt müsse "aus dem erfolgreichen Hochschullehrer ein umsichtiger Richter werden", sagte Köhler bei der Überreichung der Ernennungsurkunde im Berliner Schloss Bellevue. Voßkuhle war am 25. April vom Bundesrat gewählt worden. [mehr...] | |
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02.08.2008 Assessment Center: Zügige Bewertungen sind oft die schlechtesten |
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| Nachdem sich die Kandidaten im Assessment Center präsentiert haben, diskutieren und urteilen die Beobachter; diese Phase wird häufig rigoros gekürzt und durch eine schlichte Mehrheitsentscheidung beendet. Daraus resultieren häufig zweitklassige Ergebnisse, kritisiert der prominente Unternehmensberater Rainer Neubauer (München). [mehr...] | |
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01.08.2008 Elternarbeit in bildungsfernen Schichten: Der Empowerment-Ansatz bietet optimale Ergebnisse |
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| Sozial benachteiligte Eltern nutzen fast nie traditionell-professionellen Rat. Daher bleibt die Erziehungskompetenz oft unzulänglich - mit verheerenden Folgen für die ganze Familie. Im Projekt "Eltern-AG" finden Fachleute Zugang zu bildungsfernen Problemgruppen. Professor Dr. Meinrad Armbruster und Dr. Susanne Schlabs (Hochschule Magdeburg-Stendahl) beschreiben die überzeugenden Erfolge der "Eltern-AG" (in "Kindesmisshandlung und -vernachlässigung", Nr. 1/2008). [mehr...] | |
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31.07.2008 Seniorenakademie am Seilersee: Kunst, Architektur, Geschichte, Germanistik |
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| Die Business and Information Technology School (BiTS) in Iserlohn bietet erstmalig ein zweiwöchiges Seniorenstudium für die Altersgruppe Ü60 an. [mehr...] | |
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19.07.2008 3. Fachtagung „Regionale Gesundheitsversorgung gestalten“ |
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| Die GenoPortal -- eine Initiative des Genossenschaftsverband Frankfurt e.V.--veranstaltet gemeinsam mit der Andramedos eG am 26.11.2008 in Neu-Isenburg die 3. Fachtagung „Regionale Gesundheitsversorgung gestalten“. [mehr...] | |
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19.07.2008 Regionale Energiewirtschaft |
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| Die GenoPortal -- eine Initiative des Genossenschaftsverband Frankfurt e.V. -- veranstaltet am 22.10.2008 die 1. Fachtagung „Regionale Energieversorgung gestalten“ in Neu-Isenburg. [mehr...] | |
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19.07.2008 Folter in der Türkei: lebenslange Leiden der Opfer im westeuropäischen Asyl |
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| Folter politischer Gefangener in der Türkei: Die Traumata wirken psychisch und physisch lebenslang, auch nach der Flucht in westeuropäisches Ausland. Emilio Modena, Psychotherapeut in Zürich, hat fünf Betroffene über lange Zeit betreut - bis zu ihrer Berentung. Unter dem Titel "Invalidisierung der Revolutionäre" zeichnet er die Analyse sozial hoch engagierter - und am Ende scheiternder Patienten nach. [mehr...] | |
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17.07.2008 Begabtendiagnostik: "Psychology Science Quarterly" bietet einen aktuellen Überblick |
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| Nachdem die Begabtenförderung den Status eines offiziellen Bildungsziels der Vereinten Nationen erhalten hat, suchen bereits 38 der 192 Mitgliedsstaaten gezielt nach hochbegabten Schülern in ihrem Land. [mehr...] | |
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16.07.2008 Angebliches Krebs-Medikament: teuer, nutzlos, reiner Betrug |
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| Mehr als 130 Schwerstkranke wurde im Skandal um das angebliche Krebswundermittel Galavit ihr letztes Geld abgeknöpft. Die Täter müssen dafür nun ins Gefängnis. [mehr...] | |
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15.07.2008 Brüder missbrauchen ihre jüngeren Schwestern: Geschwisterinzest häufiger als angenommen |
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| Die Dunkelziffer ist hoch; Fachleute schätzen: Mindestens zehn Prozent der Mädchen werden von (meist älteren) Brüdern sexuell missbraucht. Machtorientierung steht dabei im Vordergrund, Sexualität im Hintergrund. Dr. Esther Klees (Universität Bielefeld) hat erstmals in Deutschland die Problematik in einer qualitativen Studie untersucht. [mehr...] | |
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14.07.2008 Dominanz wird bei Ärztinnen abgelehnt, bei Ärzten jedoch akzeptiert |
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| "Trifft eine Ärztin auf einen Patienten, treten medizinische Aspekte in den Hintergrund, und psychosoziale Fragen dominieren den Gesprächsinhalt. Ärztinnen zeigen eher ein partnerschaftliches Verhalten und Anteilnahme. In einer Studie dauerte der Patientenkontakt bei Ärztinnen durchschnittlich zwei Minuten länger als bei ihren männlichen Kollegen", berichtet Dr. Oliver Decker, Medizinpsychologe in der Universität Leipzig. [mehr...] | |
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11.07.2008 Wirtschaftspsychologie: Weibliche Führungskräfte im Akzeptanzkonflikt |
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| Weibliche Führungskräfte arbeiten häufig im Zwiespalt: Von ihnen wird eine maskulin geprägte Dominanz erwartet - und gleichzeitig eine feminine Freundlichkeit. Für Männer in Leitungspositionen ist die Situation einfacher: Status- und Geschlechtsrolle stimmen miteinander überein. Die Professoren Dr. Ursula Athenstaedt und Dr. Gerold Mikula (Graz) berichten über die Problematik in der Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie". [mehr...] | |
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09.07.2008 Tumorerkrankung: Frauen kritisieren mangelnde emotionale Unterstützung bei Ärzten |
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| Während und nach einer Tumorerkrankung bemühen sich Frauen intensiv um soziale Unterstützung; bei Männern ist dieses Bedürfnis weniger ausgeprägt, berichtet Professorin Dr. Dr. Mechthild Neises (Medizinische Hochschule Hannover). Patientinnen nehmen häufiger an psychoedukativen Gruppengesprächen teil als Patienten, obwohl ein Nutzen für Angehörige beider Geschlechter offensichtlich ist. [mehr...] | |
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09.06.2008 Qualitative Forschung: Das Interesse steigt |
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| 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung in Berlin: Mehr als 40 Expertinnen und Experten aus dem deutschsprachigen Raum vermittelten lebendig und praxisnah in kleinen Forschungswerkstätten und Workshops qualitative Forschungsmethoden, diskutierten in Plenarveranstaltungen Fragen der Zukunft qualitativer Forschung und debattierten Möglichkeiten der Kombination von qualitativer und quantitativer Forschung. Im Rahmen von zentralen Foyersveranstaltungen konnten sich die 450 Teilnehmenden zudem über Angebote und Ressourcen qualitativer Forschung informieren. [mehr...] | |
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08.07.2008 Stärken und Schwächen |
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| Sie trinkt in Maßen, er in Massen; sie geht zum Arzt, er hält sich für unverwundbar – eine Bilanz des Gesundheitsverhaltens beider Geschlechter. [mehr...] | |
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07.07.2008 Schlüsselkompetenzen bei Auszubildenden analysieren und fördern |
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| Fachkräfte im gewerblich-technischen Bereich stehen vor hohen Anforderungen. Im Rahmen einer professionellen Personalentwicklung wird versucht, schon bei Auszubildenden die Schlüsselkompetenzen zu fördern. Grundlage hierfür sollten stets empirische Anforderungs- und Bedarfsanalysen sein, die aufzeigen, wo genau Fördermaßnahmen nötig sind. Im Unterschied zum kaufmännischen Bereich wurde der gewerblich-technische Bereich in dieser Hinsicht bislang vernachlässigt. [mehr...] | |
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07.07.2008 GleichMut, Lyrikband von Christoph Katz: "Wer sich hier nicht berühren lässt, hat keine Seele" |
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| Dichten und Therapieren sind kompatible Welten. Dr. Christoph Katz, Gynäkologe und Psychotherapeut, belegt es mit seinem neuen Gedichtband "GleichMut". Die Texte aus der Klinik sind die besten, urteilt Miriam Salomon in ihrer Rezension: "szenisch eng, prägnant, dicht, nachvollziehbar. Wer sich hier nicht berühren lässt, hat keine Seele." [mehr...] | |
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06.07.2008 Brisantes Konfliktpotential zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei |
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| Bei Untersuchungen der Organisierten Kriminalität ist die Staatsanwaltschaft gegenüber der Kriminalpolizei weisungsbefugt. Dieses hierarchische Gefälle kann zu brisanten Spannungen zwischen den Ermittlern führen - bishin zum Boykott und zur Informationszurückhaltung. [mehr...] | |
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05.07.2008 Alkoholiker am Arbeitsplatz: viele Unfälle, wenig Leistung, selten Therapie |
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| Alkoholkranke fehlen etwa 16mal häufiger am Arbeitsplatz als Gesunde. Die Unfallhäufigkeit ist verdrei- bis verfünffacht. Dennoch nehmen nur etwa zehn Prozent der Betroffenen therapeutische Hilfe in Anspruch. Daher sollten Vorgesetzte und andere Verantwortliche verstärkt auf die Problematik achten und eine Rehabilitation anstreben, fordern Privatdozent Dr. Stephan Mühlig (Berlin) und Prof. Dr. Jürgen Hoyer (Dresden). [mehr...] | |
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04.07.2008 Serumwerk Bernburg: wachsendes Volumen für Volumen-Ersatzmittel |
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| Das Serumwerk Bernburg hat in Anwesenheit von Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer eine neue Syntheseanlage eröffnet. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 10 Millionen Euro. Die neu geschaffene Kapazität ermöglicht aktuell die Produktion von 150 zusätzlichen Jahrestonnen Hydroxyethylstärke (HES); im gleichen Gebäude ist eine weitere Kapazitätserweiterung um nochmals 150 Tonnen möglich. In der Anlage wird Kartoffelstärke zu HES verarbeitet, die u. a. für die Herstellung des Volumenersatzmittels Vitafusal verwendet wird; Volumenersatzmittel werden bei starken Blutverlusten in Kliniken und der Notfallmedizin eingesetzt. [mehr...] | |
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04.07.2008 Depression: Medikamente überschätzt, Psychotherapie zu kurz, Chronifizierung häufig |
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| Wer langfristig depressive Patienten behandelt, kennt die "Schwierigkeiten, derartige Verläufe akzeptieren zu können und trotzdem nicht in Resignation zu verfallen. Wie oft ertappt man sich dabei, dass man dem Patienten in seiner depressiven Hoffnungslosigkeit zustimmt, wie oft bejaht man Trennungsfantasien von Partnern ..." Vor dem Hintergrund derartiger eigener Erfahrungen haben Prof. Dr. Manfred Wolfersdorf und Dr. Andrea Heindl ihren psychotherapeutischen Erfahrungsbericht geschrieben: "Chronische Depression, Grundlagen, Erfahrungen, Empfehlungen". [mehr...] | |
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03.07.2008 Benachteiligte Grundschul-Kinder: Studierende übernehmen persönliche Patenschaften |
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| Studierende in Essen wurden in vertrauensvollen Beziehungen "Paten" benachteiligter Grundschulkinder. Zum Ende des ersten Projektjahrs zieht Prof. Dr. Gisela Steins eine positive Bilanz: Die Beziehungsarbeit erweitert bei den Kindern das Selbstkonzept und bereichert bei den Studierenden das professionelle Wissen. Die Psychologin fordert, derartige Patenschaften unter fachlicher Anleitung bundesweit zu organisieren. [mehr...] | |
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02.07.2008 Wertewandel in der Gesellschaft: immer häufiger Abschied vom Konsum - und Suche nach Sinn |
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| Einen Wertewandel in Deutschland diagnostiziert Prof. Dr. Horst W. Opaschowski (Hamburg) in einer Studie: Das Zeitalter des Individualismus der 80er und 90er Jahre scheint sich dem Ende zuzuneigen; die Ellenbogenmentalität scheint von einer Verantwortungsgesellschaft zurückgedrängt zu werden. [mehr...] | |
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01.07.2008 Wirtschaftspsychologie: Unternehmen mit einer gerechten Personalführung sind wirtschaftlich erfolgreich |
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| Arbeitnehmer in Deutschland sehen in ihren Betrieben ein hohes Maß an formal-prozeduraler Gerechtigkeit; auch Frauen, Migranten und Ältere fühlen sich kaum benachteiligt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, über die Professor Dr. Lorenz Fischer und Kollegen in der aktuellen Ausgabe "Wirtschaftspsychologie" berichten. [mehr...] | |
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30.06.2008 Bewusstseinsstörungen: mit der Evolution wächst die Herausforderung |
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| Die Evolution steigert Komplexität und Flexibilität. "Aus der inflexiblen Naturgesetzlichkeit des anorganischen physikochemischen Bereiches entwickelt sich Leben, aus reflexhaft oder instinkthaft reagierenden tierischen Lebewesen menschliches Denken, Zweifeln und erinnerndes, imaginatives, reflexives Bewusstsein." Der Komplexität des Bewusstseins entspricht seine Diagnostik. PD Dr. Johann Friedrich Spittler (Bochum) belegt dies anhand von 300 akuten organischen Psychosen (von Durchgangssyndrom bis Koma). [mehr...] | |
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27.06.2008 Schizophrenie: Tagebuch mit tödlichem Ausgang |
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| "Wenn das Ich und seine Welt brüchig sind und zerfallen, gelingt auch das Denken als kohärenzstiftender Rettungsversuch nicht. Stattdessen geraten Denken, Vorstellen, Imaginieren, Phantasieren, Wahrnehmung durcheinander - Panik ist der dominierende Affekt in solchem Chaos. Der Mensch tritt aus dem gewöhnlich-alltäglichen, scheinbar selbstverständlichen Realitätsbezug aus: ist weder tot noch lebendig, außerhalb von Zeit und Ort." Szenario eines Schizophrenen. Sein Tagebuch, 2000 Seiten, hat Dr. Vera Luif analysiert. [mehr...] | |
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27.06.2008 Umweltpsychologie: Energiesparen im Fleischerladen |
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| Mit technischen Innovationen könnten die meisten mittelständischen Betriebe große Mengen Energie und Kosten sparen. Doch meist fehlen Knowhow und Beratung. Eine zielführende Kooperation zwischen Mittelständlern und Energielieferanten könnte das Problem lösen, fordern Wissenschaftlerinnen des Fraunhofer-Instituts Karlsruhe. [mehr...] | |
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26.06.2008 Fußballkult als Lebensersatz |
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| Der Fußballkult eignet sich dazu, fehlende lebenswichtige Realität zu ersetzen. Etwa: Bei einem Zerfall des Sozialen und einer Atomisierung der Gesellschaft können sich Menschen als Masse im Stadion oder vor der Public Viewing-Leinwand der Illusion einer Gemeinschaft hingeben. Damit liefert das Fußballereignis "einen fragwürdigen Ersatz für wirklichen, durch gemeinsame solidarische Anstrengung erzeugten sozialen Zusammenhalt", kommentiert Prof. Dr. Gerhard Vinnai, analytischer Sozialpsychologe an der Universität Bremen. [mehr...] | |
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26.06.2008 Sonderschule: Kinder sollten nicht genötigt werden, sondern ihre Ressourcen weiterentwickeln |
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| Die aktuellen Förderpläne für Sonderschulen orientieren sich in erster Linie daran, dass Kinder "die ihnen aufgenötigten Entwicklungen vollziehen" werden. Damit ist ein Misserfolg vorprogrammiert. "Wird aber die Kategorie des Bedürfnisses ernst genommen, kann die Planung nur vom Standpunkt des Kindes aus gelingen", fordert Professor Dr. Karl Dieter Schuck (Institut für Behindertenpädagogik, Hamburg). [mehr...] | |
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26.06.2008 Doping ist überflüssig und durch mentales Training ersetzbar |
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| Doping ist durch ein nebenwirkungsfreies Mittel ersetzbar: Mentale Interventionen können zu herausragenden, vergleichbaren Leistungssteigerungen führen, berichtet Privatdozent Dr. Rolf Frester (Universität Leipzig). Allerdings besitzen nur wenige Experten das optimale Knowhow. [mehr...] | |
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20.06.2008 Krebs: früher erkennen, erfolgreich behandeln, Kosten sparen |
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| Mehr als 12 Milliarden Euro jährlich kostet die Krebs-Behandlung in Deutschland. Die zusätzlichen, mittelbaren Kosten liegen weit über 12 Milliarden Euro. Daher ist auch aus volkswirtschaftlichen Gründen eine Weiterentwicklung der präsymptomatischen Tumordiagnostik notwendig, kalkuliert der Gesundheitsökonom Dr. Hans-Helmut König (Universität Leipzig). Die Forschung in Hochschulen und Unternehmen steht vor komplexen Herausforderungen. [mehr...] | |
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20.06.2008 Lese- und Rechtschreibschwäche kann zu schweren psychischen und sozialen Problemen führen |
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| Neuropsychologische Primärstörungen können zur Lese- und Rechtschreib- Schwäche führen. Wird dieser Leistungsmangel nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, reagieren Kinder häufig mit seelischen Belastungen und Fehlverhalten. Dipl.-Psych. Wolfgang Beckenbach (Heidelberg) macht auf eine häufig verkannte, folgenreiche Problematik aufmerksam. [mehr...] | |
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17.06.2008 Traumatherapie: Die Konfrontation mit dem Traumaaereignis des Patienten verletzt den Therapeuten fast nie |
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| Die Mehrheit der Traumatherapeuten hält es für wichtig, mit dem Patienten das Traumaereignis durchzuarbeiten. Diese Konfrontation als solche belastet Therapeuten häufig, traumatisiert sie jedoch fast nie. Allerdings: Wenn eine Durcharbeitung nicht gelingt, erleben Therapeuten u.U. schwerwiegende psychische Verletzungen, berichtet die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Harald C. Traue (Universität Ulm) in der aktuellen Ausgabe von "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin". [mehr...] | |
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17.06.2008 Antisemitismus: häufiger als bisher angenommen |
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| "Spätestens seit der Paulskirchen-Rede von Martin Walser (1998) ist eine zunehmende Bereitschaft in der deutschen Bevölkerung festzustellen, antisemitische Ressentiments öffentlich zu kommunizieren. Foren bieten sich vielfältig - Leserbriefe in Zeitungen oder im Internet", beobachten die Politikwissenschaftler Dres. Samuel Salzborn und Burkhard Brosig (Universität Gießen). [mehr...] | |
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16.06.2008 Pflegeheime: Mangelernäherung häufig tödlich |
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| Bis zu 85 Prozent der BewohnerInnen in Pflegeheimen weisen ein Risiko für Mangelernährung auf. Konkrete regionale und internationale Prävalenzdaten fehlen bisher. Um den Status quo zu erfassen und auf die Problematik der Mangelernährung hinzuweisen, wurde die Initiative nutritionDay in Pflegeheimen im Januar 2007 ins Leben gerufen. [mehr...] | |
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13.06.2008 Missverständnisse vermeiden: Engagement für einen reflektierten Sprachgebrauch |
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| Sprachreflexion wird in der Schule und Hochschule häufig vernachlässigt - selbst in sprachsensiblen Fächern wie Psychologie, Linguistik, Theologie.Die Ursachen und Folgen untersucht Prof. Dr. Harald Schweizer (Eberhard-Karls- Universität Tübingen). Er lädt gegenwärtig KooperationspartnerInnen ein, um mit ihnen eine alternative Grammatik zu entwickeln. [mehr...] | |
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12.06.2008 Schattenwirtschaft: Geringe Qualität staatlicher Institutionen motiviert zur Schwarzarbeit |
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| Neben den Abgabenbelastungen und Arbeitsmarktregulierungen motiviert ein dritter Faktor zur Schwarzarbeit - das negative Image staatlicher Institutionen; bei einem internationalen Qualitätsvergleich liegt Deutschland im Mittelfeld; in Italien und Griechenland zeigt das Staatssystem das ungünstigste Bild und die Schattenwirtschaft das höchste Ausmaß; in der Schweiz genießt die Staatsadministration das höchste Ansehen, und der Anteil an Schwarzarbeit ist gering, berichtet Dr. Dominik Enste (Institut der Deutschen Wirtschaft), Köln. [mehr...] | |
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11.06.2008 Multiparameteranalytik: schnellere, komplexere Diagnostik bei geringerem Materialaufwand |
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| "Die Multiparameterdiagnostik ermöglicht die simultane Bestimmung mehrerer Analyte in einem Messdurchgang und damit eine komplexere diagnostische Aussage nach nur einer Laboruntersuchung. Neben der diagnostischen sind insbesondere prognostische Anwendungen relevant. In der klinischen Praxis haben technische Verbesserungen und ein deutlicheres Verständnis neuer Parameter dazu beigetragen, speziell auf einzelne Fragestellungen zugeschnittene Kits in die Praxis zu überführen." Mit diesem Statement charakterisieren die Immunologen Prof. Dr. Ulrich Sack (Universität Leipzig) und Dr. Karsten Conrad (TU Dresden) die wachsende Bedeutung der Multiparameteranalytik. [mehr...] | |
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06.06.2008 Jugendliche Sexualmörder: meist kontaktgestört und sadistisch |
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| Äußerst selten begehen Jugendliche einen Sexualmord - in Deutschland maximal drei pro Jahr. Die meisten Täter sind psychisch schwer gestört und therapiebedürftig, diagnostiziert Dr. Niels Habermann (Hamburg) in einer Studie. [mehr...] | |
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04.06.2008 Männer essen doppeltsoviel Fleisch wie Frauen |
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| Der 2. Teil der Auswertung der Nationalen Verzehrstudie NVS II, für die insgesamt fast 20.000 Menschen im ganzen Land intensiv befragt und großteils auch gewogen und gemessen wurden, bringt neue Informationen zu den Verzehrsgewohnheiten in Deutschland. [mehr...] | |
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04.06.2008 Internet: Mangelhafte Informationsaufbereitung überfordert häufig Nutzer im Netz |
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| Das zunehmende multimediale Informationsangebot führt kaum zu einer Überforderung oder Verweigerung bei den Rezipienten. "Als Nutzungsmotiv erzielen alle elektronischen Informationsmedien eine hohe Zustimmung bei dem Statement ´weil ich mich informieren möchte´. Beim Statement ´Denkanstöße bekommen´ erzielt das Internet die höchsten Werte." Überforderungen entstehen allerdings häufig "durch schlechte Informationsaufbereitung an den Bedieneroberflächen", berichten Prof. Dr. Guido Kempter und Dr. Philipp von Hellberg (Fachhochschule Vorarlberg, Dornbirn/Österreich, User Centered Technologies Research). [mehr...] | |
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02.06.2008 Ach, die doofe Mathe! |
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| Mädchen können weniger gut rechnen als Buben. Doch wo Frauen den Männern gleichgestellt sind, verschwindet der Unterschied. [mehr...] | |
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30.05.2008 Computer: Hilfe und Hobby für Senioren |
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| Altersgerechte Computerkonfigurationen ermöglichen es Senioren, länger selbständig und aktiv zu bleiben. Gleichzeitig können die technischen Möglichkeiten Freude bei der Bedienung bereiten. Dr. Edith Maier (Hochschule Vorarlberg) und Kollegen berichten über eine wachsende Zahl von Neuentwicklungen, die zur Lösung von Alltagsanforderungen beitragen. [mehr...] | |
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29.05.2008 Hauptschul-Abgänger: Künftig Bewertung der Schlüsselqualifikationen auf dem Zeugnis? |
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| Kinder wachsen heute in der Mehrheit ohne näheren Kontakt zur Arbeitswelt auf. Eine multimedial stimulierte Erlebniswelt prägt die frühen Jahre. Entsprechend "geschult" gehen die meisten Jugendlichen in ihr Berufsleben. "Alltagswahrnehmung und Lernkontexte bedingen wesentlich das implizite Wissen bzw. Nichtwissen über Arbeitsrealitäten. Jugendliche tendieren deshalb zu alternativen Formen der Kontextualisierung von Arbeit", diagnostiziert Privatdozent Dr. Manfred Seifert (TU Dresden) in einem Beitrag im Aufsatzband "Erfolg durch Schlüsselqualifikationen?" [mehr...] | |
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28.05.2008 Online-Beratung und Seelsorge zur Arbeitswelt |
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| Beim vorliegenden Band "B. Duve, B. Iserloh, M. Kastner (Hrsg.): mensch-arbeit.de – Beratung und Seelsorge zu Themen der Arbeitswelt im Internet" handelt es sich einerseits um die Dokumentation eines wissenschaftlich begleiteten und ausgewerteten Beratungsprojektes via Internet, andererseits um die Zusammenstellung grundlegenden Know-hows und vieler Praxishinweise für neue Beratungsangebote, die das Medium Internet nutzen (wollen). Inhaltlich geht es bei dem dokumentierten Projekt um arbeitsweltbezogene Beratung im weitesten Sinn. [mehr...] | |
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27.05.2008 Anne Will - Runde zur Faulenzerdebatte: Klischees statt Fakten |
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| Die erregten Sonntagsgäste bei Anne Will präsentierten kaum mehr als Altklischees mit Für und Wider zum Thema: "Sind Arbeitslose Faulenzer?" Ja oder nein - beide Antworten sind falsch. [mehr...] | |
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27.05.2008 Japan: Mehr Empathie der Mütter, weniger Aggression der Kinder |
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| Die original-japanisches Lebensgefühl unterscheidet sich deutlich vom westeuropäischen Mainstream: Die ostasiatische Kultur reflektiert den Menschen als harmonischen, integralen Teil der Natur. Im europäischen Denken dominiert ein Anthropozentrismus am Rand einer gefallenen Natur. Ethik tendiert in Japan zu Loyalität, Nähe, Harmonie, in Westeuropa zu Individualismus, Vermittlung und Wandel, charakterisiert Prof. Dr. Helmut Loiskandl (Tokiwa University, Japan). [mehr...] | |
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26.05.2008 Rezension: Niels Habermann: Jugendliche Sexualmörder Pabst Science Publishers, 2008, 166 Seiten, ISBN 978-3-89967-443-9 |
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Jugendliche Sexualmörder: Die erste grundlegende Studie Sexualmorde durch Jugendliche sind sehr seltene Ereignisse. Die Kriminalstatistik verzeichnet in Deutschland zwar einen Anstieg der Zahl tatverdächtiger Jugendlicher bei Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung. Tötungsdelikte durch Jugendliche im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen und Fantasien dagegen sind sehr selten Ereignisse, für die sich in den letzten zwei Jahrzehnten kein Anstieg feststellen ließ. Die relative Seltenheit sexueller Tötungsdelikte durch Jugendliche (in Deutschland 0 bis 3 Fälle pro Jahr) begründet die Tatsache, dass diese Deliktart bzw. dieser Tätertyp noch weitgehend unerforscht sind. Nur wenige Studien befassen sich, wie die vorliegende Studie, explizit mit Jugendlichen, die sexuell motivierte Tötungsdelikte begangen haben. [mehr...] |