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"Nach wie vor führen wir in der Klinik einen
täglichen Kampf um die Sensibilisierung der
Mitarbeiter für das Problem der
Mangelernährung. Häufig wird eine
Mangelernährung nicht erkannt, oder das
Risiko wird nicht adäquat eingeschätzt,"
kritisiert die Ernährungsmedizinerin Dr. Pia
Clemens (Stuttgart) in dem neu erschienenen
Handbuch "Erfolgskonzept Ernährungsteam".
"Hier könnten wir durch die Einführung eines
konsequenten Mangelernährungsscreenings viel
erreichen. Leider scheitert es auf vielen
Stationen noch an der Umsetzung in die
tägliche Praxis. Es gibt unverändert
sensible medizinische Bereiche und
Abteilungen, die einer Kooperation mit dem
Ernährungsteam ablehnend gegenüberstehen."
Die Zahl der fehl- oder mangelernährten
Patienten - v.a. in höherem Lebensalter -
nimmt in Deutschland zu; werden die Defizite
nicht verlässlich diagnostiziert und
behandelt, entwickelt sich der
Therapieverlauf ungünstiger und langsamer,
die Kosten steigen. Die Fakten sind
unstrittig. Gelegentlich werden daher kleine
Ernährungsteams in Kliniken eingeführt -
meist mit dem von Pia Clemens beschriebenen
problematischen Ergebnis.
Doch weiterhin ist Deutschland "Schlusslicht
hinsichtlich des Anteils an Krankenhäusern,
die ein Ernährungsteam vorweisen können,"
kritisiert Professor Dr. Stephan Bischoff
(Stuttgart). "Der Erfolg der
Ernährungsmedizin hängt insbesondere von der
Institutionalisierung dieses Fachgebiets
innerhalb der klinischen und ambulanten
Medizin ab."
Im Handbuch "Erfolgskonzept Ernährungsteam"
berichten zuständige Praktiker authentisch
über erste Erfolge, Misserfolge und künftige
Herausforderungen.
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