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Häufig werden bei Neurodermitis
Pauschaldiäten angepriesen - mit angeblich
wissenschaftlicher Argumentation. Der
Kinderarzt Dr. Rüdiger Szczepanski und
Kollegen (Osnabrück) warnen vor derartigen
Empfehlungen. "Pauschaldiäten sind häufig
sehr einseitig und können dazu führen, dass
das Kind in schwerste Mangelzustände und
bedrohliche Krisen geraten kann."
"Je jünger ein Kind ist, desto gefährlicher
sind derartige Empfehlungen. Jede Diät muss
von einer sorgfältigen
Ernährungs-/Diätberatung begleitet werden,
um einen Ausgleich für diejenigen
Nahrungsmittel zu berücksichtigen, die in
der jeweiligen Diät fehlen," warnen
Szczepanski und Kollegen in ihrem Patienten-
und Eltern-Ratgeber "Neurodermitis - das
juckt uns nicht."
"Ungezielte Nahrungsempfehlungen für das
Säuglingsalter, wie die sogenannte
Vollwertkost, können eventuell neue
Allergien auslösen. Gerade im ersten
Lebensjahr werden die Fremdeiweiße aus
Nahrungsmitteln sehr viel stärker und dabei
weniger gut verdaut über die Darmschleimhaut
aufgenommen als im späteren Leben. Eine
normale Beikost ist wie bei allen anderen
Babys ab dem fünften Lebensmonat möglich.
Das häufig in Pauschaldiäten empfohlene
Meiden von Fleisch ist dagegen nur in
wirklich nachgewiesenen, extrem seltenen
Fällen einer Fleischallergie notwendig ..."
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