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Wenn Kinder und Jugendliche unheilbar
erkrankt sind und ihre Lebenszeit begrenzt
ist, steht für die Betroffenen und ihre
Familien meist ein Wunsch im Vordergrund:
die letzte Zeit vor dem Tod zu Hause
verbringen zu dürfen. Um die Betreuung in
gewohnter Umgebung zu gewährleisten, haben
die mit der Medizinischen Hochschule
Hannover verbundene Betreuungsnetz für
schwerkranke Kinder Unternehmergesellschaft
(haftungsbeschränkt) und die
niedersächsischen Landesverbände der
gesetzlichen Krankenkassen einen Vertrag
über die spezialisierte ambulante
pädiatrische Palliativversorgung
geschlossen.
Auf die ambulante Betreuung durch
spezialisierte Palliativmediziner und
-pflegedienste haben gesetzlich
Krankenversicherte seit April 2007 einen
Anspruch. Die Umsetzung dieses Gesetzes ist
bei schwerkranken Kindern und Jugendlichen
jedoch besonders problematisch. "Zum einen
verlaufen die Krankheiten oft anders als bei
Erwachsenen, die Symptome sind andere und
die Prognosen sind schwieriger. Zum anderen
ist die Zahl der Spezialisten gering und die
Wege im Flächenland Niedersachsen oft weit",
erklärt Professor Dr. Dirk Reinhardt,
Oberarzt an der MHH-Klinik für Pädiatrische
Hämatologie und Onkologie und gleichzeitig
Geschäftsführer der Betreuungsnetz
Unternehmergesellschaft. Wegen der
besonderen Bedingungen hatten die
Leistungserbringer in der spezialisierten
ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung
schon seit längerem gesonderte Verträge mit
den Krankenkassen angestrebt.
In Niedersachsen sterben pro Jahr etwa 120
Kinder und Jugendliche an unheilbaren
Krankheiten. Am häufigsten handelt es sich
dabei um Erkrankungen des Nervensystems oder
um Krebs, aber auch um Stoffwechsel-,
Muskel- und Organerkrankungen. Die
spezialisierte palliative Versorgung der
jungen Patienten im häuslichen Umfeld wird
von zunächst fünf regionalen Teams aus
Oldenburg, Sulingen, Hannover, Braunschweig
und Göttingen geleistet. Zu jedem Team
gehören mindestens ein qualifizierter
Palliativmediziner, ein ambulanter
Pflegedienst und ein psychosozialer
Betreuungsdienst. Koordiniert werden die
Teams vom Netzwerk für die Versorgung
schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V..
Die ärztliche Leitung hat Dr. Annette
Sander, Fachärztin an der MHH-Klinik für
Pädiatrische Hämatologie und Onkologie.
"Bisher wurde die pädiatrische
Palliativversorgung weitgehend ehrenamtlich
erbracht. Wir sind froh, dass die Versorgung
der schwerkranken Kinder und Jungendlichen
jetzt gesetzlich gesichert ist", sagt
Professor Dirk Reinhardt.
Weitere Informationen erhalten Sie ist bei
Professor Dr. Dirk Reinhardt, Klinik für
Pädiatrische Hämatologie und Onkologie,
Telefon (0511) 532-6720,
reinhardt.dirk@mh-hannover.de
Quelle:
www.mh-hannover.de
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