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Franco hatte reichlich getrunken und einen
Schuldenberg aufgetürmt. Sein Gläubiger,
Signore Orlando, war zu Tina, seiner Frau,
gegangen und "hatte von dem Geld gesprochen,
das sie ihm schuldeten, nie von etwas
anderem, versteht sich, aber trotzdem hatte
er sich so benommen, dass Tina auch alles
Übrige hatte verstehen müssen.
Nach vergeblichen Bemühungen hatte er sich
eines Tages, als er sah, dass sie noch immer
nicht reagierte, sogar entschlossen, ihr
einen konkreten Vorschlag zu machen. Er
hatte zu ihr gesagt: Kommen Sie zu mir, wann
immer Sie wollen, auch nachts. Wir werden
schon einen Weg finden ..."
Eindeutig skizziert Stelio Mattioni den
Ausgangsort seines Romans "Orlando - wieviel
Schritte gibst Du mir?"
Doch die Texte schimmern so wenig eindeutig
wie das Leben. "Da sind Verzauberung und
Groteske, Trübsinn und Komik, Verhuschtheit
und Präzision", urteilt Francois Bondy,
"kein intellektuell konstruiertes Spiel;
eher entspricht es der Logik des Traums:
Unser Heimlichstes wird darin unheimlich,
zugleich vertraut und befremdend. Dieser
Roman ist eine Erzählwelt mit stets
schwebenden Fragen ohne Antwort ..."
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