15. Juli 2010
 

Nierentransplantation bei Kindern: Lebendspenden verbessern die Ergebnisse

   

Die Erfolge der Nierentransplantation bei Kindern werden immer besser, berichten Pädiater der Universitätsklinik Münster in der aktuellen Ausgabe von "Transplantationsmedizin". Vor 1995 überlebten 80% der Transplantate mindestens ein Jahr und 60% mindestens fünf Jahre. Nach 1995 stiegen die Ergebnisse in der Kinderklinik Münster ähnlich wie in vergleichbaren Zentren auf 97% bzw. 80%.

Dr. Brigitta Kranz sieht für die Ergebnisverbesserung zwei wesentliche Gründe:

  • In den letzten 15 Jahren hat sich in Münster die Lebendspende mit 35% aller Transplantationen vor dem vollendeten 18. Lebensjahr fest etabliert.

  • Die präemptive Nierentransplantation - also ohne vorausgegangene Dialyse - wird immer häufiger vorgenommen.

Dennoch liegt noch immer die Wartezeit in Münster wie in anderen deutschen Zentren deutlich über dem internationalen Vergleich. "Insbesondere für Kinder ist eine kurze Wartezeit zwingend, damit sie eine regelrechte psychomotorische und körperliche Entwicklung (Wachstum, Pubertät) durchlaufen können."

 

Brigitta Kranz et al.: Evaluation des lokalen Nierentransplantations-Programms für Kinder - Erfahrungen aus Münster. Transplantationsmedizin 22: 134-138

   

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