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„Das ist ein schwieriges Thema, aber es geht
jeden von uns an“, sagte Hans Peter
Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen
über die neue Veranstaltung „Leben und Tod“,
die erstmals in der Halle 4 der Messe von
Donnerstag, 6. Mai bis Freitag, 7. Mai
Informationen zu Vorsorge, Pflege,
Begleitung, dem Abschiednehmen, der Trauer
sowie dem Sterben in Würde gibt. „Das Thema
aus dem Privaten ins Öffentliche holen,
Miteinander über Unausweichliches sprechen,
Kommunikation schaffen, in aller Ruhe Zeit
und Raum für Gespräche bieten“ – all dies
sei im Vorfeld immer wieder als Grund für
das vielfältige Engagement der
verschiedensten Einrichtungen, die sich hier
präsentieren, genannt worden, so erklärt
Schneider die erstaunliche Zahl von 62
Ausstellern bei dieser ungewöhnlichen
Erstveranstaltung.
Dieser Ansicht ist auch Dr. Birgit
Weihrauch, Staatsrätin a.D. und Vorsitzende
des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes
e.V. „Die Hospizbewegung leistet einen
wesentlichen Beitrag dazu, dass Sterben, Tod
und Trauer in unserer Gesellschaft aus der
Tabuisierung herausgeholt und wieder
thematisiert werden“, so Weihrauch.
„Getragen wird die Hospizbewegung wesentlich
von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die
die Bedürfnisse und Wünsche schwerstkranker
und sterbender Menschen ernst nehmen und die
diese wieder in die gesellschaftliche Mitte
holen wollen“.
Unterstützt wird die „Leben und Tod“ durch
die Hospiz-Landesverbände Bremens und
Niedersachsens sowie den
Hospiz-Bundesverband, die Evangelischen und
Katholischen Kirchen, den Bestatterverband
Bremen und die Landesarbeitsgemeinschaft der
Freien Wohlfahrtspflege. Für Öffentlichkeit
sorgt aber auch beispielsweise
Fernsehkommissar Oliver Mommsen, der sich
für das Kinderhospiz Jona stark macht und
deren Stand besucht. Ex-Fußballer Marco Bode
wird während der „Leben und Tod“ gemeinsam
mit Kindern Bücher zum Thema lesen. Neben
der Ausstellung, in der die Kirchen und
Verbände über Unterstützungsmöglichkeiten
informieren und Bestatter, Steinmetze,
Hospize, Seelsorger, Friedhofsgärtner einen
Überblick über ihre Dienstleitungen
anbieten, wird es auch 41 Vorträge zum Thema
geben. Darin geht es unter anderem um den
Umgang mit Sterbenden, um die Frage „Wie
möchten Sie beerdigt werden“, um
Patientenverfügung, um „Trauer als einen Weg
der Heilung“ und vieles mehr. Es gibt offene
Vorträge für jedermann und Vorträge für
haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte. Der
Hospiz- und PalliativVerband Bremen e.V.
bietet ein kostenloses Betreuungsprogramm
für Pflegebedürftige an. Das bedeutet, dass
auch pflegende Angehörige sich die Zeit
nehmen können, die Vorträge auf der „Leben
und Tod“ zu hören.
Die „Leben und Tod“ findet am 6. und 7. Mai
2010 von 10 bis 19 Uhr in der Halle 4 der
Messe Bremen statt. Die Eintrittskarte für
Besucher kostet 8 Euro, ermäßigt 7 Euro. Für
Teilnehmer des Fachkongresses gelten
gesonderte Tarife. Weitere Informationen:
www.lebenundtod-bremen.de.
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