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Versäumnisse und Fehler gehören zum
Pflegealltag, werden aber in den
Einrichtungen oft totgeschwiegen und seien
sie auch noch so klein und völlig
unbeabsichtigt. Dabei böten sich den
ambulanten und stationären Pflegediensten
ein regelrechter Qualitätssprung und neue
Marktchancen, wenn Fehler im Betriebsablauf
systematisch zur Weiterentwicklung des
eigenen Unternehmens eingesetzt werden. Das
Kuratorium Deutsche Altershilfe hat jetzt
ein neues und weltweit einzigartiges
Managementsystem für die ambulante und
stationäre Altenhilfe entwickelt.
Mehr Wettbewerbsvorteile durch
Ehrlichkeit und Offenheit
Wenn Versäumnisse im Pflegealltag zwischen
Mitarbeitern und der Leitungsebene ehrlich
kommuniziert werden, verbessert sich die
Qualität der Pflege und gleichzeitig die
Unternehmenskultur grundlegend," so Dr.
Peter Michell-Auli, Geschäftsführer beim
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Denn
eigene Fehler einzugestehen, ist eine
Voraussetzung für qualitative Veränderungen
im Pflegealltag und für einen besseren
Umgang im Team. "Dieses Innovationspotential
gerade bei einem solch heiklen Thema auf
positive Art und Weise zu wecken, ist indes
nicht immer einfach. Entweder ist das
Problembewusstsein, über Fehler zu reden,
noch nicht weit genug ausgeprägt oder es
dominieren Faktoren wie `keine Schwäche
zeigen', Furcht vor Vorwürfen und mangelndes
Vertrauen.
Das Streben nach besten Pflegeergebnissen
und optimaler Kundenzufriedenheit wird dann
eher behindert, weil die Mitarbeiterin/der
Mitarbeiter ständig befürchten, etwas falsch
gemacht zu haben - nicht zuletzt auch ein
Grund, warum Pflegekräfte bereits nach
einigen Jahren in ihrem eigentlichen
Wunschberuf wie "ausgebrannt" sind.
Fehler im Pflegealltag nicht länger
verschweigen
"Wir erfahren durch Beratungsgespräche mit
dem Management und Pflegefachkräften immer
wieder, dass viele Dinge, die falsch
gelaufen sind, leider meist unausgesprochen
bleiben", weiß Pflegewirt Heiko Fillibeck,
Leiter des KDA-Fachbereichs Pflege. Das
Kuratorium Deutsche Altershilfe hat im
Rahmen seiner Beratungstätigkeit für
ambulante und stationäre
Altenhilfeeinrichtungen nun ein
beispielhaftes, neues Managementkonzept
entwickelt, das auf einer offenen
Fehlerkultur basiert. "Pflegekräfte wurden
viel zu lange mehr als "Fehlerquelle" denn
als Quelle von Lösungen definiert, dieses
Bild bedarf dringend der Korrektur!",
unterstreicht Fillibeck. Verdrängt wird
dadurch - zum Schaden des Unternehmens - das
enorme Potential und Fachwissen, über das
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter doch
verfügen."
Fehler in der Pflege? Gut für Mitarbeiter
und Kunden!
Genau da setzt das einzigartige,
onlinebasierte KDA-Fehlervermeidungssystem
an. Fehler werden für die
Qualitätsoptimierung quasi frei Haus
geliefert, man muß sie nur (an-)erkennen und
als produktives Element nutzen. Das
KDA-System bietet den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern eine für ihre Einrichtung
betriebene Kommunikationsplattform, um im
Kollegenkreis (wahlweise auch anonym) Fehler
zu benennen und Fehlervermeidungsstrategien
zu diskutieren, um so proaktiv die interne
Qualitätsentwicklung zu fördern.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch
Führungskräfte bekommen so ganz konkrete und
für den Betrieb maßgeschneiderte
Handlungsmöglichkeiten an die Hand, wie sie
sich nach falschen Entscheidungen oder
Versäumnissen zukünftig verhalten können.
Das System bindet sogar die Kunden selbst,
deren Angehörige sowie externe Ärzte und
Therapeuten mit ein, um
Pflegeleistungen zu optimieren. "Der
Leitungsebene ist häufig noch gar nicht
bewusst, welche immensen Geschäftspotentiale
und Chancen in einem konstruktiven
Fehlermanagement liegen," so die
KDA-Pflegeexperten. Auch der Medizinische
Dienst der Krankenkassen (MDK) fordert
bereits seit längerem für Situationen, in
denen in der Einrichtung immer wieder Fehler
unterlaufen, Maßnahmen zu ergreifen. Fehler
konstruktiv für den Unternehmenserfolg und
die Kundenzufriedenheit zu verwenden, dürfte
sich zukünftig daher auch positiv in den
Transparenzberichten und Pflegenoten
niederschlagen.
Quelle:
http://idw-online.de/pages/de/news361609
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