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„Dreimal mehr Patienten werden in Zukunft
unter Vorhofflimmern leiden als heute. Damit
einher geht eine erhöhte Sterblichkeit und
eine deutlich reduzierte Lebensqualität der
Betroffenen“, berichtet Professor Karl-Heinz
Kuck, führender Kardiologe und Spezialist
für Vorhofflimmern, in Berlin. Bereits zum
neunten Mal trafen sich am 18. und 19. März
rund 500 führende Wissenschaftler aus ganz
Europa beim Atrial Fibrillation Symposium,
um sich über die neuesten
Behandlungsmöglichkeiten für Vorhofflimmern,
einer weit verbreiteten Herzrhythmusstörung,
auszutauschen. Vielversprechend erscheint
die minimal-invasive Katheter-Ablation als
Behandlungsoption, die laut jüngsten
Studienergebnissen innerhalb kurzer Zeit zu
einer Verbesserung des Gesundheitszustandes
führen kann.
Vorhofflimmern (engl. Atrial Fibrillation =
AFib) ist zwar ein weit verbreitetes, jedoch
auch unterschätztes Phänomen. Über eine
Million Deutsche und rund vier bis sechs
Millionen Europäer leiden unter
Vorhofflimmern. Die häufig nicht erkannte
Krankheit ist schon heute für rund 20
Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich
und kann das Schlaganfallrisiko um das
Fünffache erhöhen. Die Dunkelziffer der
unerkannten Krankheitsfälle liegt bei
geschätzten zwei Millionen Deutschen
(geschätzte 2,5 Prozent der Bevölkerung).
Aufgrund des demografischen Wandels gehen
Experten davon aus, dass die Krankheit
zukünftig in größerem Ausmaß auftreten wird.
Durch Vorhofflimmern verursachte
Schlaganfälle führen zu gravierenden
körperlichen und emotionalen Folgen für
Patienten und Familienangehörige, da sie
besonders schwere und bleibende
Gesundheitsschäden hervorrufen können und
länger stationär behandelt werden müssen.
Darüber hinaus belasten die
gesamtökonomischen Folgen des Schlaganfalls
die europäische Wirtschaft mit rund 38
Milliarden Euro pro Jahr.
Das „9th Atrial Fibrillation Symposium“
widmet sich der effizienten Behandlung des
Vorhofflimmerns durch die minimal-invasive
Katheter-Ablation. Insbesondere diese
Therapieform kann zu einer wesentlichen
Verbesserung des Krankheitsbildes und in
Einzelfällen sogar zur Remission führen.
Laut der vom Journal of the American Medical
Association (JAMA) jüngst veröffentlichten
Zahlen (JAMA. Comparison of Antiarrhythmic
Drug Therapy and Radiofrequency Catheter
Ablation in Patients with Paroxysmal Atrial
Fibrillation: A Randomized Controlled trial.
David J. Wilber; Carlo Pappone; Petr Neuzil;
et al.2010;303(4):333-340) weisen Patienten,
die sich einer Katheter-Ablation unterzogen,
signifikant weniger Symptome des
Vorhofflimmerns auf und genießen eine
erheblich gesteigerte Lebensqualität nach 3
Monaten.
Mehr als 500 internationale Teilnehmer
traten beim Symposium in einen
wissenschaftlichen Dialog und tauschten sich
zu den neuesten Erkenntnissen über
Katheter-Ablation aus. In den vergangenen
Jahren konnten sich europaweit bereits
35.000 Menschen der Behandlung unterziehen
und so ihre Lebensqualität erheblich
verbessern.
Vorhofflimmern wird als Krankheit nicht
immer rechtzeitig diagnostiziert, weil das
Wissen um das Krankheitsbild und seine
Folgen eingeschränkt ist oder fehlt.
Herzstolpern, Kurzatmigkeit, Benommenheit,
Brustschmerzen, chronische Müdigkeit oder
ein konstant niedriger Energiepegel werden
oft lediglich als Stressfaktoren abgetan.
Dabei ist Vorhofflimmern gut zu behandeln
und vielen Schlaganfällen könnte so
vorgebeugt werden.
Die Therapiemöglichkeiten für Vorhofflimmern
werden ständig verbessert. Das Symposium
thematisiert regelmäßig die neuesten
Entwicklungen der Forschung, Trends und
Techniken zu Behandlungsmöglichkeiten von
Vorhofflimmern, vor allem in Bezug auf die
Katheter-Ablationstherapie. Es bietet eine
Plattform für Austausch und Interaktion der
weltweit führenden Experten, sowohl
untereinander als auch mit dem
wissenschaftlichen Nachwuchs.
Die Veranstaltung legt bereits seit Jahren
eine wichtige Grundlage für die
kontinuierliche Weiterentwicklung der
Katheter-Ablation zur Behandlung des
Vorhofflimmerns.
Prof. Karl-Heinz Kuck, Leitender Arzt und
Kardiologie der Asklepios Klinik St. Georg
in Hamburg, und einer der drei
wissenschaftlichen Leiter des Symposiums,
unterstrich die Notwendigkeit der
öffentlichen Aufklärung über Vorhofflimmern:
„Vorhofflimmern ist keine
Bagatellerkrankung. Je früher ein Patient
behandelt wird, umso besser.“
Das Symposium wird von Biosense Webster als
einem der führenden Unternehmen auf dem
Gebiet der Diagnose- und
Behandlungstechnologie für Vorhofflimmern
unterstützt.
Hintergrundmaterial zum Thema
Vorhofflimmern, Katheter-Ablationstherapie
sowie wissenschaftliche Quellen und
Informationen zum Symposium sind über das
Pressebüro erhältlich:
awieczor@its.jnj.com
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