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Zigarettenwerbung treibt Jugendliche einer
Studie der Deutschen
Angestelltenkrankenkasse (DAK) zufolge in
die Sucht. „Ganz bewusst setzt die
Tabakindustrie auf Motive, die Jugendliche
anspricht“, sagte DAK-Präventionsexperte
Ralf Kremer am Dienstag in Berlin. Bereits
nach vier Wochen gelegentlichen Rauchens
litten Jugendliche unter
Entzugserscheinungen wie Nervosität, Unruhe
und Gereiztheit.
Nach der mit dem Institut für Therapie- und
Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel
durchgeführten Studie sei das Bedürfnis zum
Rauchen bei Jugendlichen stärker, je mehr
Zigarettenwerbung sie sehen. Rund 3.400
Schülern im Alter zwischen 10 und 17 Jahren
wurde Werbung von sechs Zigarettenmarken und
acht anderen Produkten, darunter Süßigkeiten
und Mobilfunk, vorgelegt. Die Schüler
sollten berichten, wie oft ihnen eine
Werbung bereits begegnet ist, und ob sie
sich an den Markennamen erinnern.
Je besser die Kinder und Jugendlichen
Zigarettenwerbung wiedererkannten und sogar
den Markennamen nennen konnten, desto
weniger abgeneigt waren sie gegenüber dem
Rauchen. So haben in der Gruppe mit hohem
Werbekontakt doppelt so viele Schüler schon
einmal geraucht wie in der Gruppe mit
niedrigem Werbekontakt. Die Anzahl der
aktuellen Raucher lag dreimal so hoch.
„Erfreulicherweise hat sich seit 2001 die
Anzahl der jugendlichen Raucher fast
halbiert. Aber noch immer greift mehr als
jeder siebte Jugendliche zwischen 12 und 17
Jahren regelmäßig zur Zigarette“, sagte
Studienleiter Reiner Hanewinkel vom IFT-Nord.
Quelle:
www.aerzteblatt.de
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