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Bereits deutlich vor der Narkoseeinleitung
sollten Patienten "vorgewärmt" werden, um
eine Unterkühlung zu vermeiden. Dies dient
nicht nur dem Komfort des Kranken, sondern
vermindert auch die Liegezeit und
Behandlungskosten in der Intensivstation,
betont Dr. A. Bräuer (Universitätsklinik
Göttingen) in Journal für Anästhesie und
Intensivbehandlung.
"Die vor Narkoseeinleitung gemessenen
Körperkerntemperaturen liegen im Median bei
36,4 Grad und damit häufig niedriger als
angenommen. Nach Narkoseeinleitung kommt es
zu einer Phase des schnellen Abfalls der
Körperkerntemperatur durch Wärmeumverteilung
aus dem Körperkern in die Peripherie.
Dadurch sind sehr viele Patienten schon vor
Beginn des Eingriffs und längere Zeit
während der Operation unterkühlt. Die
alleinige intraoperative Wärmetherapie läuft
diesen Veränderungen hinterher und ist daher
häufig nicht ausreichend.
Auch heute führt perioperative Hypothermie
immer wieder zu teuren ungeplanten Aufnahmen
auf die Intensivstation. Die logische
Konsequenz ist die zusätzliche Vorwärmung
des Patienten 30 bis 60 Minuten vor der
Narkoseeinleitung. Dadurch steigt der
Wärmegehalt der Extremitäten, und der Abfall
der Körperkerntemperatur wird reduziert."
Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung
3/4-2009
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