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  02.10.2008
Optimale Moderationsmethode: SchülerInnen entwickeln Ideen zur Unterrichtsverbesserung
  Die Moderationsmethode Metaplan wird in Unternehmen und Bildungseinrichtungen landauf, landab genutzt und gelobt. Doch sind Effekt und Effizienz belegbar? Dr. Alexander Schimansky (Berlin) hat die Technik erstmals wissenschaftlich untersucht. Sein Befund bestätigt die positive Einschätzung. 

Im Rahmen eines Entwicklungsprojektes an Berliner Oberschulen wurden über 650 SchülerInnen in 114 Gruppen moderiert - teils mit der vollständigen Technik und teils mit Einzeltechniken. Die Fragestellungen zielten auf Verbesserungen in der Schule ab.

Schimansky stellte fest: Eine Gruppe kommt mit der Moderationsmethode schneller zu einer höheren Zahl an Vorschlägen als Gruppen mit einer der Einzeltechniken oder ohne Strukturierungshilfen. Es werden mehr Wissenselemente der Teilnehmer einbezogen ...

Bei den Effektivitätsdeterminanten wirkt sich die Moderationsmethode insbesondere auf die Handlungsfähigkeit aus:
  • hohe Partizipation aller Teilnehmer
  • gute Konzentration auf die eigene Ideenentwicklung
  • gute Orientierung über Inhalte der Sachdiskussion
  • lösungsbezogenes Gruppenvorgehen
  • hohes Niveau an Kooperationsbereitschaft
  • niedriger Level an Machtausübung

Der Erfolg seines Forschungsprojekts war für Schimansky messbar: Die SchülerInnen erarbeiteten insgesamt 3414 Ideen zur Verbesserung ihrer Schulen.


Literaturhinweis:

Alexander Schimansky: 
Die Moderationsmethode als Strukturierungsansatz effektiver Gruppenarbeit

Pabst, 244 Seiten, ISBN 978-3-89967-312-8


   

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