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Aktuelles |
| 23.09.2008 Bronchialkarzinom: nach der Rehabilitation oft wieder arbeitsfähig |
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Jährlich erkranken etwa 32.000 Patienten in Deutschland an einem Bronchialkarzinom. Ab etwa 2010 kommen häufige bösartige Tumore des Brustraums (malignes Pleuramesotheliom) hinzu - als langgfristige Folge von Asbestkontakten. Die Mehrheit der Patienten benötigt eine außerordentlich belastende Kombinationsbehandlung - Operation, Bestrahlung, Chemotherapie. Dennoch sind Verbesserungen der Lebensqualität und eine anspruchsvolle Rehabilitation möglich - oft verbunden mit einer Rückkehr in das Berufsleben, berichtet Dr. Ulf Seifart (Bad Soden) in einer Studie. "Neben den somatischen Belastungen kommt es durch die Erkrankung und die Therapie regelhaft zu psychischen Funktionseinschränkungen, die zur Minderung des Selbstwertgefühls sowie zu Hemmungen bezüglich der Wiederaufnahme der Berufstätigkeit führen können. Die inzwischen fast regelhaft durchgeführte prophylaktische Schädelbestrahlung kann Störungen des Kurzzeitgedächtnisses oder starke Müdigkeit (Fatigue-Syndrom) verursachen." Seifart beschreibt Möglichkeiten der Rehakliniken, die verbliebenen Ressourcen der Patienten individuell zu identifizieren und zu stärken. Im gleichen Kontext folgt u.a. ein gezieltes ergonomisches Arbeitsplatztraining: "Dieses kann z.B. bei einer Bildschirmtätigkeit an einem Modellarbeitsplatz mit höhenverstellbrem Tisch, Büro-Stehtisch, ergonomischem Schreibstuhl, angepasster Tastatur und Maus erfolgen. Hier sollte durch einen speziell ausgebildeten Ergotherapeuten oder Physiotherapeuten eine fachgerechte Beratung folgen. Die einzelnen Bewegungsabläufe des Patienten sollten per Videokamera dokumentiert werden. Anhand des Bildmaterials können den Patienten anschließend plastisch die fehlerhaften Bewegungsabläufe vorgeführt und Verbesserungen demonstriert werden." Ein differenziertes psychosoziales Reha-Programm sollte u.a. Gedächtnis- und Konzentrationstrainings, Anleitungen zur Stressbewältigung und Kurse zur Stärkung des Selbstbewusstseins bieten. Häufig finden Patienten keinen Weg zu einer erfolgreichen Rehabilitation und zur Rückkehr in´s Arbeitsleben. Diesen Mangel sieht Dr. Udo Kaiser (Davos) im Zusammenhang mit einer "fachärztlichen Unterversorgung". Der Irrweg führt dann oft in eine frühzeitige Verrentung. Die Beiträge der Rehabilitationsmediziner sind in einem Sammelband enthalten: Literaturhinweis: W. Müller-Fahrnow, T. Hansmeier, M. Karoff (Hrsg.) |
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