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  05.09.2008
Verhaltenstherapie: mit Entspannungsverfahren die Wirkung verstärken
  Die "vorherrschend institutionalisierte Verhaltenstherapie im deutschsprachigen Raum" zeigt häufig ein relativ "armes Verständnis verhaltenstherapeutischer Funktionen und Formen von Entspannung", kritisiert Wolf-Ulrich Scholz in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Entspannungsverfahren" (Nr. 25). Dem stellt der Psychologe und Pädagoge reichhaltige Entspannungskonzepte in der modernen Verhaltenstherapie gegenüber.

Scholz beschreibt drei exemplarische Konkretisierungen von Entspannung in der Verhaltenstherapie dritter Generation bezüglich der ´Konstruktiven Psychotherapie´ nach Mahoney, der kontextualistischen Dialektischen Verhaltenstherapie nach Linehan und nach den Prinzipien von Taiji und Qigong.

Im Verständnis Mahoneys ist "Psychotherapie eine besondere Form menschlicher Beziehung, die den unmittelbaren und langfristigen Entwicklungsbedürfnissen des Klienten dient." Diese entwicklungskonstruktivistisch geprägte Variante von Verhaltenstherapie enthält ein reichhaltiges Arsenal, in dem auch entspannungsförderliche Methoden eine Rolle spielen, etwa:
  • Grundlegende Zentrierungstechniken (Atemübungen, Balanceübungen, Entspannungs- und Meditationsübungen)
  • Arbeit an Lebensmustern (Bibliotherapie, Tagebuchtechniken, Lebensrückblicktechniken, narrative Umstrukturierungen)
  • Grundlegende Prozessarbeit (Techniken für achtsames Erleben von Gleichgewicht, Bewegungsspielraum, Widerstand, Rhythmen, Berührung, Stimme ...)
  • Arbeit an Selbstbewusstsein-Prozessen (Rollenspiel, Traumbearbeitung und Tagtraum, Bewusstseinsstrom-Technik, Spiegeltechniken, Einübung in spirituelle Fertigkeiten) 

Literaturhinweis:

Wolf-Ulrich Scholz:
Entspannung in der Verhaltenstherapie Dritter Generation
in: Entspannungsverfahren Nr. 25 (2008), S. 6-38


   

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