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  03.09.2008
Säkularisierte protestantischen Arbeitsethik: folgenreiche "Anleitung" zum Herzinfarkt 
  Vertreter der säkularisierten protestantischen Arbeitsethik gehen überdurchschnittliche gesundheitliche Risiken ein: Herzerkrankungen bishin zum Infarkt sind häufig, ergab eine Studie des Psychologen Dr. Göran Hajek (Berlin).

Als wesentlichen Elemente beschreibt Hajek 
  • ein Gefühl innerer Vereinsamung des Individuums, 
  • das Auftreten eines illusionslosen und pessimistisch gefärbten Individualismus, 
  • ein tief empfundenes Misstrauen, 
  • eine irrational begründete Verpflichtung zur Ausübung eines weltlichen Berufes, der allein Grundlage für sittliche Bestätigung sein kann, 
  • eine negative Stellung zu allen sinnlich-gefühlsmäßigen Elementen des Lebens, da diese geeignet sein könnten, von der rastlosen Berufsarbeit abzuhalten, 
  • eine systematisch-methodische Lebensführung, zu der das Einüben von Ordnung in allen Lebensbereichen, eine systematische Selbstkontrolle und der Kampf gegen ´Zeitvergeudung´ gehört. 

Wird gegen diese Prinzipien verstoßen, treten heftige Schuldgefühle auf. Durch die unterschiedlichen Sozialisationsagenturen im Alltag verinnerlicht das Individuum diese tragenden Maxime der modernen westlichen Industriegesellschaft. 

Das Individuum wird also den gesundheitskritischen Folgen der protestantischen Arbeitsethik nicht nur passiv ausgesetzt, sondern es unterwirft sich diesen auch selbst ..."


Literaturhinweis:

Göran Hajek: Protestantische Arbeitsethik und Herzinfarkt 
Pabst, 258 Seiten, ISBN 978-3-933151-99-5


   

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