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  02.09.2008
Alkoholabhängigkeit: mit Tageskliniken Therapiemotivation und Erfolge verbessern
  Auch sozial und beruflich beeinträchtigte Alkohol- bzw. Medikamentenabhängige können nach einer initialen Stabilisierungstherapie tagesklinisch weiterbehandelt werden. Die Erfolge sind einer stationären Therapie ebenbürtig, stellte Dr. Martina Tebar in einer Vergleichsstudie in Stuttgart fest.

"Die geringe Therapieabbruch-Quote spricht für eine gute Therapiemotivation und hohe Akzeptanz der tagesklinischen Behandlung durch die Patienten. Möglicherweise lässt sich mit einem dergestalt attraktiven und niedrigschwelligen tagesklinischen Angebot die übliche Krankheitsdauer von elf bis dreizehn Jahren senken", folgert Tebar aus ihrer Studie.

Die späte Inanspruchnahme der Entwöhnungsbehandlung und die hohe Nichtantrittsquote lassen sich mit einem tagesklinischen Angebot reduzieren. Damit könnten sich für die unterversorgten Alkoholabhängigen im Frühstadium ein optimales Angebotsprofil herausbilden. "Voraussetzung dafür sind gezielte Beratung und Vorbereitung sowie eine konzeptionelle Inhaltsvermittlung durch die zuweisenden Stellen."

Literaturhinweis:

Martina Tebar:
Ganztägig ambulante Rehabilitation von Alkohol- und Medikamentenabhängigen

Pabst 2008, 230 Seiten, ISBN 978-3-89967-4620 


   

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