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  01.09.2008
Lungenkrankheiten: Diagnostik durch Analyse des Atemkondensats verbessern und vereinfachen
  Das Atemkondensat liefert mehr Informationen aus der Lunge als bisher angenommen. "Der ph-Wert im Atemkondensat charakterisiert das akute Entzündungsgeschehen und korreliert sowohl mit den im Kondensat gefundenen Interleukin-Werten als auch mit klinischen Scores der Lungenschädigung", stellte Privatdozent Dr. Christian Geßner (Universitätsklinik Leipzig) fest. 

"Das Atemkondensat bietet eine hervorragende Erweiterung der Möglichkeiten, biochemische und molekularbiologische Informationen aus der Lunge zu gewinnen. 

Eine Hauptrichtung weiterer wissenschaftlicher Arbeiten sollte neben der Evaluierung verschiedener Marker auch die Klärung der Mechanismen der Aerosolbeimengung darstellen. 

Durch die fehlende Invasivität besteht die Möglichkeit einer Verlaufskontrolle pulmonaler Erkrankungen und somit eines nicht-invasiven Monitorings, was eine Bereicherung der diagnostischen Möglichkeiten, vor allem eine Ergänzung im Spektrum etablierter, invasiver Methoden wie der Bronchoskopie mit bronchoalveolärer Lavage, darstellt. 

Das Atemkondensat kann sich somit in wenigen Jahren zu einem unverzichtbaren Werkzeug pneumologischer Diagnostik entwickeln."

Literaturhinweis:

Christian Geßner:
Das Atemkondensat - nichtinvasiv gewonnene biochemische Informationen aus der Lunge

Pabst, 132 Seiten, ISBN 3-89967-284-4 


   

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