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  09.08.2008
Depression: die Psychotherapie mit Sozialarbeit ergänzen
 

Soziotherapeutische Maßnahmen sind in der Behandlung Depressiver häufig essentiell. Die Sozialarbeit sollte bereits vor einer stationären Aufnahme einsetzen, fordern Professor Dr. Manfred Wolfersdorf und Dr. Andrea Heindl (Bayreuth) in ihrem aktuellen Therapieleitfaden. Die Ärzte sehen in der Sozialarbeit wesentliche Beiträge zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge.

Dem Patienten wird der Behandlungsbeginn "leichter fallen, wenn er weiß, dass sich die Umstände in seinem ´natürlichen Umfeld´ nicht weiter verschlechtern: Die Versorgung von Kindern oder auch die Regelung von Belangen der Krankenversicherung sind Beispiele dafür. Hier kann ein Sozialpädagoge zeitweise dem Patienten helfen, anstehende Probleme zu lösen, um dann im Verlauf der Behandlung immer mehr Verantwortung wieder an den Betroffenen zurückzugeben.

Werden die Maßnahmen gemeinsam mit dem Patienten vorbereitet und dann gemeinsam mit ihm durchgeführt, kann dies eine doppelt positive Wirkung haben: Der Patient gewinnt den nötigen Einblick in seine eigenen Belange - und kann im Rahmen seiner Möglichkeiten selbst dazu beitragen, die Probleme zu bewältigen, die anfangs noch schier unbewältigbar schienen."

Nach der Behandlung und der Rückkehr in das gewohnte Umfeld können Sozialarbeiter den Therapieerfolg stabilisieren - etwa in Gesprächen mit Bezugspersonen oder per Psychoedukation.


Literaturhinweis:

Manfred Wolfersdorf, Andrea Heindl:
Chronische Depression
Grundlagen, Erfahrungen, Empfehlungen

Pabst, 176 Seiten, ISBN 978-3-89967-064-6


   

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