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Soziotherapeutische Maßnahmen sind in der Behandlung Depressiver
häufig essentiell. Die Sozialarbeit sollte bereits vor einer stationären
Aufnahme einsetzen, fordern Professor Dr. Manfred Wolfersdorf und Dr.
Andrea Heindl (Bayreuth) in ihrem aktuellen Therapieleitfaden. Die Ärzte
sehen in der Sozialarbeit wesentliche Beiträge zur Diagnostik, Therapie
und Nachsorge.
Dem Patienten wird der Behandlungsbeginn "leichter fallen, wenn er
weiß, dass sich die Umstände in seinem ´natürlichen
Umfeld´ nicht weiter verschlechtern: Die Versorgung von Kindern
oder auch die Regelung von Belangen der Krankenversicherung sind Beispiele
dafür. Hier kann ein Sozialpädagoge zeitweise dem Patienten
helfen, anstehende Probleme zu lösen, um dann im Verlauf der Behandlung
immer mehr Verantwortung wieder an den Betroffenen zurückzugeben.
Werden die Maßnahmen gemeinsam mit dem Patienten vorbereitet und
dann gemeinsam mit ihm durchgeführt, kann dies eine doppelt positive
Wirkung haben: Der Patient gewinnt den nötigen Einblick in seine
eigenen Belange - und kann im Rahmen seiner Möglichkeiten selbst
dazu beitragen, die Probleme zu bewältigen, die anfangs noch schier
unbewältigbar schienen."
Nach der Behandlung und der Rückkehr in das gewohnte Umfeld können
Sozialarbeiter den Therapieerfolg stabilisieren - etwa in Gesprächen
mit Bezugspersonen oder per Psychoedukation.
Literaturhinweis:
Manfred
Wolfersdorf, Andrea Heindl:
Chronische Depression
Grundlagen, Erfahrungen, Empfehlungen
Pabst, 176 Seiten, ISBN 978-3-89967-064-6
  
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