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Wie "sehen" Grundschulkinder Gott? Dr. Johannes Bach
(Universität Augsburg) analysierte Gottesbilder in mehreren Schuljahren
und beobachtete eine durchgängige Konstante: "Die überwiegend
positiven Gesichtsausdrücke weisen auf eine positive Emotionalität
hin. Düstere, angstmachende und legalistische Gottesbilder haben
an Bedeutung verloren." Meist wird Gott anthropomorph dargestellt
- als Mann.
" Die emotionalen Schemata sind im Grundschulalter in den meisten
Fällen noch auf einer Stufe des Behüter- und Pflege- Gottes
und erreichen nicht die Qualität einer reziproken Beziehung."
Aus seinen Studienergebnissen folgert der Psychologe und Theologe: Der
Einfluss der ReligionslehrerInnen scheint geringer zu sein als in der
Religionspädagogik gemeinhin angenommen: Die vier Jahre Unterricht
mit besonderer Gewichtung der religiösen Symbole erreicht die Kinder
kaum, er ist entwicklungspsychologisch verfrüht. "Gleichnisse
oder Symbole werden auf konkret-wörtliche Weise meist missverstanden."
"Die Prozesse der religiösen Reifung, der Ausbildung eines eigenen
Gottesbildes verlangen Zeit: Hier bestimmt das Kind das Tempo der Transformationsprozesse
- nicht der Lehrer oder Erzieher."
Literaturhinweis:
Johannes
Bach:
"Ich sehe dich in tausend Bildern" - Die Entwicklung des Gottesbildes
im Grundschulalter.
in:
B. Rollett, M. Herle, I. Braunschmid (Hrsg.) Eingebettet ins Menschsein:
Beispiel Religion
Pabst, 164 Seiten, ISBN 978-3-89967-137-7
  
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