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  01.08.2008
Elternarbeit in bildungsfernen Schichten: Der Empowerment-Ansatz bietet optimale Ergebnisse
 

Sozial benachteiligte Eltern nutzen fast nie traditionell-professionellen Rat. Daher bleibt die Erziehungskompetenz oft unzulänglich - mit verheerenden Folgen für die ganze Familie. Im Projekt "Eltern-AG" finden Fachleute Zugang zu bildungsfernen Problemgruppen. Professor Dr. Meinrad Armbruster und Dr. Susanne Schlabs (Hochschule Magdeburg-Stendahl) beschreiben die überzeugenden Erfolge der "Eltern-AG" (in "Kindesmisshandlung und -vernachlässigung", Nr. 1/2008).

"Eltern-AG konzentriert sich in 20 Sitzungen neben dem Training der Erziehungsfertigkeiten vor allem auf die Verbesserung der elterlichen Bedürfnisse nach Selbstwert, Anerkennung und Selbstwirksamkeit, um so ihre Empathie, Bindungs- und Anregungskompetenz im Umgang mit ihren Kindern zu steigern.

In der empirischen Begleitforschung zeigen Eltern, die am Eltern-AG-Kurs teilnahmen, signifikant bessere Erziehungs-, Interaktions- und Kooperationsfähigkeiten. Generell ist das Konzept durch seine Empowerment-Orientierung, welche auch die Bedingungen der sozial benachteiligten Menschen besonders wertschätzt, bei ihren Stärken ansetzt und viele differenzierte Instrumente der positiven Psychologie anbietet, in vielfältigen Feldern der Erziehung anwendbar."


Literaturhinweis:

M.M. Armbruster, S. Schlabs: Elternarbeit mit sozial benachteiligten Menschen als präventiver Ansatz gegen die Folgen der Armut
in: Kindesmisshandlung und-vernachlässigung 1/2008, S. 3-17, Pabst Science Publishers


   

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