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Aktuelles |
| 09.06.2008 Qualitative Forschung: Das Interesse steigt |
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4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung in Berlin: Mehr als 40 Expertinnen und Experten aus dem deutschsprachigen Raum vermittelten lebendig und praxisnah in kleinen Forschungswerkstätten und Workshops qualitative Forschungsmethoden, diskutierten in Plenarveranstaltungen Fragen der Zukunft qualitativer Forschung und debattierten Möglichkeiten der Kombination von qualitativer und quantitativer Forschung. Im Rahmen von zentralen Foyersveranstaltungen konnten sich die 450 Teilnehmenden zudem über Angebote und Ressourcen qualitativer Forschung informieren. Am 4. und 5. Juli fand zum vierten Mal das Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung statt, das aus dem Umfeld der Open-Access-Zeitschrift FQS (Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research) entstanden und mittlerweile die größte Veranstaltung ihrer Art im deutschsprachigen Raum ist. Für die Gesamtkonzeption und Durchführung zeichnet das Institut für Qualitative Forschung der Internationalen Akademie verantwortlich, das das Berliner Methodentreffen gemeinsam mit anderen Partnern innerhalb der Freien Universität Berlin – dem Fachbereich Psychologie und Erziehungswissenschaft und dem Center für Digitale Systeme (CeDiS) – veranstaltet. Externe Partner sind GESIS-ZUMA, das bundesweite Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen und die Hans-Böckler-Stiftung, beide ebenfalls von Beginn an dabei. In diesem Jahr konnten 450 Wissenschaftler/innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnehmen; mehr als 300 weitere Interessierte konnten nicht mehr zugelassen werden, da das Konzept Arbeitsmöglichkeiten in angeleiteten Kleingruppen vorsieht; im Zentrum der beiden Tage stehen mehr als 30 parallel abgehaltene Forschungswerkstätten und Workshops, in denen für qualitative Forschung wichtige Ansätze vorgestellt und Fragen zu Design, Erhebung und Auswertung behandelt werden.
Besonders wichtig ist den Veranstaltenden, dass in den Workshops und Werkstätten mit dem Material der Teilnehmenden gearbeitet wird. Die Veranstaltung ist also keine klassische Tagung, sondern es wird ein Raum geboten für das gemeinsame Arbeiten und für Diskussion in kleinen Gruppen. Alle Workshops werden von Expertinnen und Experten geleitet, überwiegend von jenen, die den Forschungsstil repräsentieren oder entwickelt haben.
Zur besonderen Komposition der Veranstaltung gehört, dass die Forschungswerkstätten und Workshops von zentralen Foyers- und Plenarveranstaltungen gerahmt werden. Die inhaltliche Eröffnung im Rahmen der Mittagsvorlesung widmete sich der Frage "Qualitative Forschung am Scheideweg" angesichts einer enormen Ausweitung und Differenzierung qualitativer Forschung bei gleichzeitig zunehmender Standardisierung. Im Rahmen des Symposiums zur Frage von Integrationsmöglichkeiten von qualitativer und quantitativer Forschung wurden diesmal die Chancen einer Kombination ausgelotet, aber es wurde auch auf die Grenzen und Gefahren einer vorschnellen und nur technisch vollzogenen "Mixtur" hingewiesen.
Neu waren die Anwesenheit von drei Verlagen und die Session Meet-the-Editors, in deren Rahmen Herausgeberinnen und Herausgeber von zwölf Fachzeitschriften (davon die Hälfte sogenannte Open-Access-Journals, die ihre Inhalte kostenfrei anbieten) für qualitative Forschung und Methodenfragen Rede und Antwort standen.
Das 4. Berliner Methodentreffen mit seinen verschiedenen Elementen kam bei den Teilnehmenden sehr gut an. Doch die Veranstaltenden vertrauen nicht allein auf erste Eindrücke, sondern von Beginn an wird das Berliner Methodentreffen und werden seine einzelnen Veranstaltungsteile (also auch alle einzelnen Werkstätten und Workshops) umfassend von GESIS-ZUMA evaluiert. In diesem Jahr wurde hierfür erstmals zu einer Online-Evaluation eingeladen. Im Internet: Luif,
V.: Die Psychose als Erzählgeschehen – Eine textanalytische
Tagebuchstudie Luif,
V., Thoma, G., Boothe, B. (Hrsg.): Beschreiben – Erschließen –
Erläutern. Psychotherapieforschung als qualitative Wissenschaft |
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