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  20.06.2008
Lese- und Rechtschreibschwäche kann zu schweren psychischen und sozialen Problemen führen
  Neuropsychologische Primärstörungen können zur Lese- und Rechtschreib- Schwäche führen. Wird dieser Leistungsmangel nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt, reagieren Kinder häufig mit seelischen Belastungen und Fehlverhalten. Dipl.-Psych. Wolfgang Beckenbach (Heidelberg) macht auf eine häufig verkannte, folgenreiche Problematik aufmerksam.

Viele Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche werden als "dumm, faul oder unreif abqualifiziert. Trotz aller Anstrenungen versagen die Kinder immer wieder, werden ermahnt, schlecht benotet, bestraft, bloßgestellt, verletzt. Mit der Zeit entwickeln sie daraus seelische und auch psychosomatische Reaktionen. Als Anzeichen für eine vorliegende oder drohende seelische Behinderung sind unter anderem anzusehen:
  • Verlust des Selbstwertgefühls, Angst, Schulphobie
  • Lernunlust, Leistungsverweigerung
  • Aggressivität
  • Resignation
  • Schlaf- und Essstörungen
  • Kopf- und Bauchschmerzen bzw. Erbrechen vor dem Schulbesuch

Aus den seelisch bedingten Verhaltensauffälligkeiten und Störungssymptomen kann leicht eine soziale Fehlentwicklung mit verfestigten Verhaltensstörungen, Erziehungsproblemen, Schulartwechsel, verfrühtem Schulabgang, Arbeitslosigkeit, Drogensucht und Jugendkriminalität folgen. Das Risiko einer Nichteingliederung in die Gesellschaft ist deutlich erhöht ..."

In einem übersichtlichen Handbuch beschreibt Beckenbach die Diagnostik und Behandlung der Lese- und Rechtschreibschwäche.


Zum Buch:

Wolfgang Beckenbach: Lese- und Rechtschreibschwäche, Diagnostizieren und Behandeln 
Pabst, 268 Seiten, ISBN 978-3-933151-37-7


   

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