| VERHALTENSTHERAPIE &
VERHALTENSMEDIZIN 22. Jahrgang / Heft 3 - 2001
Hypnotherapeutische
Interventionen im Rahmen eines verhaltenstherapeutischen
Kurzprogramms zur Behandlung chronischer Schmerzen
Stefan Jacobs, Micha Strack ,Gina Bode, Birgit Kröner-Herwig,
Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie, Göttingen
Zusammenfassung.
In einer Studie an 14 chronischen Schmerzpatienten wurden die
Effekte eines verhaltenstherapeutischen Kurzprogramms von neun
Sitzungen mit hypnotischen Interventionen untersucht. Als
Interventionsmethoden kommen verhaltenstherapeutische Elemente
zu Selbstkontrolle schmerzfördernder und -lindernder Aktivitäten
sowie hypnotherapeutische Interventionen (Hypnotische
Dissoziation) zur Schmerzreduktion zum Einsatz. Eine Kassette
mit den schmerzreduzierenden hypnotherapeutischen
Interventionen wurde von den Patienten zusätzlich zu den
therapeutischen Sitzungen zu Hause bei Schmerzattacken
eingesetzt.
Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Reduzierung der Schmerzstärke
(Effektgrößen über 1,0) und ähnlich starke Verbesserungen
in Depressivität und Funktionsfähigkeit. Die Befunde wurden
gegen ein vierwöchiges Eigenwartegruppendesign kontrolliert
und in einer Dreimonats-Katamnese bestätigt. Die aktuelle
Schmerzreduktion durch Heterohypnose und Autohypnose zeigt in
der Intrasplitting-Erhebung Effektgrößen um 2,0 und
Korrelationen zum Gesamterfolg.
Schlüsselwörter:
chronischer Schmerz, Hypnose, Kurz-Verhaltenstherapie,
empirische Studie, Auto-Hypnose
Dr. Stefan Jacobs
Georg-Elias-Müller-Institut f. Psychologie
Goßlerstr.14
D-37073 Göttingen
sjacobs@uni-goettingen.de
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