VERHALTENSTHERAPIE & VERHALTENSMEDIZIN

21. Jahrgang / Heft 4 - 2000


Themenheft: „Therapeutische Beziehung“
Herausgeber: H. Mackinger, D. Zimmer


Die Rolle der Therapiebeziehung im therapeutischen Prozess Gefahren und Chancen
Emma Smith und Klaus Grawe

Zusammenfassung. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zur Rolle der Therapiebeziehung im therapeutischen Veränderungsprozess und von forschungsstrategischen Überlegungen, wie man ihre Funktionen empirisch untersuchen kann, wird eine Studie vorgestellt, in der die Kontexte, in denen sich gute bzw. schlechte Therapiebeziehungen manifestieren, näher untersucht werden. Für Sitzungen mit guten und Sitzungen mit schlechten Therapiebeziehungen wurde mit einer Auswahl wichtiger Prozessvariablen und einem Sitzungsoutcomemass eine Feature Pattern Analysis (FPA) durchgeführt. Als Ergebnisse dieses strukturanalytischen Verfahrens resultieren einerseits prototypische Wirkfaktorenmuster, andererseits Regeln zur Vorhersage der Sitzungsproduktivität. Während die typischen Muster und Regeln bei einer schlechten Therapiebeziehung auf Gefahren im Umgang mit Beziehungsproblemen hinweisen, kann aus den Ergebnissen der Stichprobe mit guten Beziehungen auf verschiedene Funktionen der Therapiebeziehung geschlossen werden.

Schlüsselwörter: Prozessforschung, Therapiebeziehung, Wirkfaktoren, Feature Pattern Analysis

Lic. Phil. Emma Smith
Institut für Psychologie der Universität Bern
Unitobler
Muesmattstraße 45
CH-3000 Bern 9
E-mail: emma.smith@psy.unibe.ch


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