VERHALTENSTHERAPIE & VERHALTENSMEDIZIN

21. Jahrgang / Heft 4 - 2000


Themenheft: „Therapeutische Beziehung“
Herausgeber: H. Mackinger, D. Zimmer


Beziehungsgestaltung als spezifische Intervention auf vier Ebenen
Martin Wendisch

Zusammenfassung. Therapeutische Beziehungsgestaltung kann auf unterschiedlichsten Ebenen diskutiert werden. Es kann um die Definition eines guten Basisverhaltens gehen, oder um das Bild darüber, wie direkt ein Therapeut auf einen Patienten Einfluss nimmt. Es kann aber auch um Konzepte über gut angewendete Methoden gehen oder um Leitlinien darüber, wie man in spezifischen Beziehungen Wirkungen entfaltet. In diesem Artikel wird die Auffassung begründet, dass ein einfaches Konzept nur auf einer hohen Abstraktionsebene ausreichend ist und klinisch relevante Konzepte formuliert werden sollten, mit denen sich die tägliche Erfahrung schwieriger Therapieverläufe und die Verstricktheit in Beziehungsmuster angemessen darstellen lässt. Ein vorbereitender Beitrag dazu kann sein, über das Modell einer guten Beziehung hinauszugehen und zu einer Beschreibung von vier Ebenen zu kommen, die parallel in unterschiedlichen Beziehungsmustern eine Rolle spielen.

Schlüsselwörter: Beziehungsgestaltung, Therapeut-Beziehungstest, Patient-Beziehung, Basisverhalten, Beziehungsmuster, Beziehungskonflikt, Ressourcen

Dr. Martin Windisch
Tübinger Akademie für Verhaltenstherapie (TAVT)
D-72072 Tübingen
Tel.: 07472 442600
Fax: 07472 442602
E-mail: Martin.Wendisch@tavt.net.


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