| VERHALTENSTHERAPIE &
VERHALTENSMEDIZIN 21. Jahrgang / Heft 1 - 2000
Karoline V. Greimel, Max
Leibetseder, Josef Unterrainer, Eberhard Biesinger , Klaus
Albegger
Der Tinnitus-Beeinträchtigungs-Fragebogen
(TBF-12) Übersetzung und Adaptation
Zusammenfassung. Das Tinnitus Handicap
Inventory (Newman, Jacobson & Spitzer, 1996), ein
Fragebogen zur Erfassung tinnitusspezifischer Beeinträchtigungen,
wurde anhand einer Stichprobe von 155 Betroffenen für den
deutschsprachigen Raum adaptiert. Faktorenanalytisch konnten
zwei Dimensionen identifiziert werden, die
„emotional-kognitive“ bzw. „funktional-kommunikative“
Beeinträchtigungen erfassen. Die Stabilität der
Faktorenstruktur wurde durch
eine konfirmatorische Faktorenanalyse bestätigt. Die
Gesamtskala und die beiden Dimensionen weisen eine
zufriedenstellende interne Konsistenz (a
= .90 bis .85) und Retestreliabilität (rtt
= .93 bis .90) auf. Außerdem fanden sich Belege für die
Kriteriumsvalidität (Tinnitus-Fragebogen; Goebel &
Hiller, 1998) und die Konstruktvalidität (Allgemeine
Depressionsskala, Hautzinger & Bailer, 1992;
Beschwerden-Liste, Zerssen, v., 1971). Es wurde somit ein
Tinnitusfragebogen für den deutschsprachigen Raum adaptiert,
welcher psychometrischen Anforderungen genügt und aufgrund
seiner Ökonomie sowohl im klinischen Alltag als auch für
Forschungszwecke eingesetzt werden kann.
Schlüsselwörter:
Tinnitus, subjektive Beeinträchtigung, Fragebogenadaptation,
psychometrische Gütekriterien, psychologische Faktoren
Karoline V. Greimel
Landeskliniken Salzburg
Tinnitusambulanz
Müllner Hauptstraße 48
A-5020 Salzburg
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