VERHALTENSTHERAPIE & VERHALTENSMEDIZIN

Heft 4 - 1999

Annett Neudecker, Iver Hand
Trichotillomanie

Zusammenfassung. Trichotillomanie (“Zwanghaftes Haareausreißen”) ist eine bisher selten erwähnte Störung des Zwangsspektrums. Mit einer Lebenszeit-Prävalenz von 0,6% besteht jedoch auch deutlicher Versorgungsbedarf.

Dieser Beitrag soll mit dem Störungsbild vertraut machen, diagnostische Kriterien, Komorbidität  sowie Differentialdiagnosen erläutern sowie Behandlungsmethoden darstellen, die sich in der bisherigen therapeutischen Praxis bewährt haben. Dabei wird speziell auf Verhaltenstherapie und pharmakologische Behandlung mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern eingegangen. Weiterhin wird auf den Nutzen von Selbsthilfegruppen eingegangen.

Schlüsselwörter: Trichotillomanie, Komorbidität, Verhaltenstherapie, SSRI, Selbsthilfe

Annett Neudecker
Universitätskrankenhaus Eppendorf
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Verhaltenstherapie-Ambulanz
Martinistr. 52
D- 20246 Hamburg


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