VERHALTENSTHERAPIE & VERHALTENSMEDIZIN

Heft 3 - 1999

Wirkungen eines Trainings der krankheitsbezogenen Kommunikation bei jüngeren und älteren Parkinson-Patienten

Michael Macht, Ralph Schwarz, Heiner Ellgring

Zusammenfassung. Ein Trainingsprogramm zur Förderung der krankheitsbezogenen Kommunikation bei Parkinson-Patienten wurde mit älteren (n = 4; 70-79 Jahre) und jüngeren Patienten (n = 5; 54-64 Jahre) durchgeführt. Das Training bestand aus 5 wöchentlichen Gruppensitzungen und 2 Einzelgesprächen (jeweils vor und nach dem Training). Die jüngeren Personen berichteten eine deutlichere Verminderung krankheitsbedingter psychischer Belastungen und eine deutlichere Verbesserung der krankheitsbezogenen Kommunikation. Das subjektive Befinden der jüngeren Personen verbesserte sich im Verlauf des Trainings, bei den älteren Personen blieb es weitgehend unverändert. Für die Stärke der selbsteingestuften Parkinson-Symptome waren keine Trainingswirkungen nachweisbar; sie waren im Verlauf des gesamten Trainings in der Gruppe der älteren Personen deutlicher ausgeprägt. In der durch Selbstbeobachtung erfaßten Häufigkeit krankheitsbezogener Gespräche waren während der 4 Trainingswochen keine Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen festzustellen. Jedoch führten die jüngeren Personen, mehr als die älteren Teilnehmer, krankheitsbezogene Gespräche auch außerhalb der Familie. Mögliche Gründe für die bessere Wirkung des Trainings bei jüngeren Patienten werden diskutiert.

Schlüsselwörter: Morbus Parkinson, Kommunikationstraining, Alter

 

Dr. M. Macht
Institut für Psychologie I
Domerschulstraße 13
D-97070 Würzburg


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